STUDIE

In Kürze

In Kürze

  • RFID ermöglicht eine Vielzahl neuer technischer Innovationen im Handel und spielt eine zentrale Rolle dabei, den Handel zu verändern.
  • 110 Entscheider aus dem Handel in Europa, USA und Asien wurden von Kurt Salmon zu ihrem aktuellen und geplanten Einsatz von RFID befragt.
  • Um mit den wachsenden Kundenerwartungen Schritt zu halten, investieren Händler in ihre Omnichannel-Kompetenzen – und RFID ist ein zentraler Hebel dabei.
  • 69 Prozent aller befragten Händler setzte RFID bereits ein. 80 Prozent sind der Meinung, dass keine alternative Technologie den selben Nutzen wie RFID liefern kann.


RFID (Radio-Frequency Identification) hat im Handel durch eine stetig steigende Benutzerakzeptanz und verbessertes technologisches Leistungsvermögen ein beispielloses Wachstum erfahren und maßgeblich an Bedeutung für den Handel insgesamt gewonnen. Von weltweit 110 Entscheidern aus dem Handel, die im Rahmen der RFID-Studie 2018 von Kurt Salmon, Teil von Accenture Strategy, befragt wurden, gaben 69 Prozent an, aktuell RFID großflächig einzuführen bzw. bereits eingeführt zu haben. Zentraler Treiber für diese Entwicklung ist die zunehmende Bedeutung von Omnichannel-Retail und das Bestreben, dem Kunden ein konsistentes und verlässliches Service- und Lieferversprechen zu bieten. Während anfangs der Preis eines RFID-Tags eine Einstiegshürde darstellte, sind heute die Kosten maßgeblich gesunken.

„69 % der weltweit befragten Händler gaben an, RFID großflächig zu nutzen bzw. gerade einzuführen.“

Sven Kromer

Managing Director – Kurt Salmon, Teil von Accenture Strategy, Retail

RFID wird zum Standard - auch in Europa

Nordamerika ist Vorreiter beim Einsatz von RFID: 92 Prozent der Händler gaben an, RFID zu nutzen bzw. es gerade einzuführen. Auch in Asien ist RFID bei 70 Prozent der Händler weit verbreitet, was u.a. durch die sehr starke Online-Shopping-Affinität asiatischer Konsumenten zu erklären ist.

In Europa hingegen liegt dieser Wert bisher bei gerade einmal 30% der Händler. Dennoch zeichnet sich auch hierzulande ein starkes Wachstum ab. Omnichannel-Retailing und kanalübergreifende Services, wie Click & Collect oder Click & Reserve, werden weiter an Bedeutung gewinnen – und dafür ist die RFID-Technologie unumgänglich. Lagerbestände können virtuell integriert und eine Echtzeit-Transparenz entlang der gesamte Supply Chan geschaffen werden.

Einige führende europäische Händler setzen RFID heute bereits im großen Umfang ein. Und wir erwarten, dass diese Gruppe mit zunehmendem Omnichannel-Wettbewerb deutlich wachsen wird.

LESEN SIE HIER: „RFID - DIE ERFOLGSGESCHICHTE IM HANDEL"

92%

der nordamerikanischen Händler nutzen RFID oder führen es umfänglich ein.

30%

der europäischen Händler nutzen RFID oder führen es umfänglich ein.

Was bringt RFID für den Handel

Die Mehrheit der Händler global nutzt RFID aufgrund seines wohl greifbarsten Nutzens: Schaffung von Bestandstransparenz. Folgende Zielsetzungen waren für die Studienteilnehmer ausschlaggebend bei der Entscheidung für RFID:

  • Hervorragenden Kundenservice bieten: 28%
  • Personalisiertes Marketing verbessern: 27%
  • Profitabilität steigern: 24%
  • Out of Stocks vermindern: 24%

Bereits im ersten Jahr nach Einführung von RFID verbessern Händler in der Regel ihre Lagerbestandsgenauigkeit sowie ihr Omnichannel-Fulfillment deutlich. Händler, die RFID länger als ein Jahr nutzen, weiten zudem oftmals den Einsatz von RFID aus, z. B. in Kombination mit Blockchain oder smarter Technologien auf der Fläche. RFID bietet eine Vielzahl neuer technologischer Möglichkeiten. RFID-Anwender verschaffen sich durch die Implementierung innovativer neuer Technologien einen Wettbewerbsvorteil und begegnen den steigenden Marktanforderungen mit detaillierten RFID-Informationen und einer Echtzeit-Bestandstransparenz auf SKU-Level. Mit diesen komplexeren Einsatzmöglichkeiten können sich Händler von ihren Wettbewerbern abheben und einen besseren Return of Investment (ROI) erzielen.

Einzelhändler, die RFID länger als ein Jahr einsetzen, beginnen damit, anspruchsvollere Anwendungsmöglichkeiten zu entdecken. Mit diesen anspruchsvolleren Anwendungen können sich Einzelhändler von ihren Wettbewerbern abheben und eine bessere Kapitalrendite erwirtschaften.

Steigender Nutzen von RFID im Zeitverlauf



Finanzieller Nutzen von RFID

Händler, die während unserer Studie erst RFID-Pilotprojekte gestartet haben, berichteten über einen Return of Investment (ROI) von durchschnittlich 6,8 Prozent – während diejenigen, die RFID bereits vollständig implementiert hatten, einen ROI von 9,2 Prozent erreichten. Dies zeigt eine starke Korrelation zwischen Grad der RFID-Einführung und dem ROI. Kurz gesagt, es gibt für beinahe jeden Händler überzeugende wirtschaftliche Gründe RFID einzuführen. Die finanziellen Vorteile steigen in der Regel mit Dauer des Einsatzes. Dieser Trend beruht auf Effizienzsteigerungen durch RFID, die Händler beim Übergang von der Pilot-Phase hin zum vollen Einsatz von RFID erzielen.

Diese maßgeblichen Verbesserungen konnte bei allen vollumfänglichen RFID-Implementierungen aus der Studie beobachtet werden, einschließlich Verbesserung der Lagerbestandsgenauigkeit und des Omnichannel-Fulfillment sowie einer Reduzierung des Personalaufwands in den Filialen. Diese Ergebnisse belegen den greifbaren Nutzen von RFID - und der globale Vormarsch von RFID spiegelt dieses wieder.

„Der finanzielle Nutzen von RFID steigt mit zunehmender Dauer seines Einsatzes.“

RFID verbessert das Omnichannel-Fulfillment

Mit verbesserten Lagerbeständen und einer positiven Kapitalrendite durch RFID, können komplexere Anwendungsfelder von RFID getestet werden. Eine vollständige Adaption der Technologie versetzt Händler in die Lage, ihren Kunden ein breites und verlässliches Omnichannel-Serviceangebot zu bieten. Und obwohl viele Händler Omnichannel für sich als eine Top-Priorität einstufen, lässt sich ein signifikanter Unterschied zwischen Händlern mit RFID und Händlern ohne RFID erkennen: 83 Prozent der RFID-Anwender bieten heute bereits mindestens drei verschiedene Omnichannel-Services im Vergleich zu nur 24 Prozent unter den Nichtanwendern von RFID.

Es zeigt sich ein signifikanter Unterschied zwischen Händlern mit RFID und Händlern ohne RFID: 83 Prozent der RFID-Anwender bieten mindestens drei unterschiedliche Omnichannel-Services im Vergleich zu nur 24 Prozent unter den Nichtanwender von RFID.

Omnichannel-Angebot nach Umfang des RFID-Einsatzes

Jason Sain

Senior Manager – Kurt Salmon, Teil von Accenture Strategy​


Andrew Wong

Managing Director – Kurt Salmon, Teil von Accenture Strategy

Contributors

Benjamin Baranov

Analyst – Kurt Salmon, Teil von Accenture Strategy


Sophie Chen

Manager – Accenture Strategy, Retail


Jacob Inderrieden

Analyst – Accenture Strategy


Matthew Owens

Analyst – Accenture Strategy


Jason Yu

Analyst – Kurt Salmon, Teil von Accenture Strategy

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