In Kürze

In Kürze

  • Das Metaverse ist hier und mit ihm sind es neue Technologien und Erlebniswelten. Sie alle werden die Art und Weise, wie wir Geschäfte machen, revolutionieren.
  • Unternehmen müssen sich erfolgreich in einer Welt bewegen können, in der sich physische und virtuelle Elemente über mehrere Plattformen hinweg vermischen.
  • Es kristallisieren sich vier Bausteine des Kontinuums heraus: das virtuelle Ich, die programmierbare Welt, die unwirkliche Wirklichkeit und die Berechnung des Undenkbaren.


Unternehmen haben es künftig mit mehreren „Welten“ zu tun: Sie entwickeln neben physischen Produkten auch virtuelle Umgebungen und stellen Services in der virtuellen Realität anderer Anbieter bereit. Nutzer:innen werden künftig ständig zwischen solchen Umgebungen wechseln.

Willkommen im Metaverse.

Neue Welten, ein Geschäftsmodell

In der physischen Welt entstehen fortlaufend neue Angebote – und überall sind die Spielregeln andere. Gleichzeitig werden rein digitale Welten geschaffen. Große Unternehmen verlagern ihre internen Prozesse zunehmend ins Metaverse, damit ihre Mitarbeitenden von überall aus arbeiten und sich austauschen können. In unserer Freizeit können wir im Metaverse in fast jede erdenkliche Welt reisen, Spiele spielen, über große Entfernungen hinweg Kontakte knüpfen oder uns entspannen.

Angesichts der zahlreichen Möglichkeiten, die diese neuen Welten bieten, brauchen Unternehmen eine umfassende Strategie, um ihren Kunden und Partnern gerecht werden zu können.

Die Accenture Technology Vision offenbart einen tiefgreifenden Wandel. Die Studie blickt in diesem Jahr weiter in die Zukunft denn je: In den 2020er-Jahren werden ambitionierte Unternehmen die Chancen der neuen physischen und digitalen Umgebungen für sich nutzen. Sie werden Welten entwickeln, in denen Mensch und KI zusammentreffen. Und Welten, die erst durch eine Evolution der Computertechnik möglich werden.

Entwicklungen wie diese stellen unsere grundlegenden Annahmen hinsichtlich Technologie und Geschäftsmodellen infrage. Wir betreten ein unbekanntes Terrain, frei von Regeln und Erwartungen. Das ist unsere Chance, die Welten von morgen aufzubauen und zu gestalten.

Das Gewohnte gerät dabei allerdings ins Wanken. Viele der Wettbewerbsvorteile, die sich Unternehmen hart erarbeitet haben, beginnen sich aufzulösen. Unternehmen müssen sich in jeder Hinsicht neu ausrichten – von Geschäftsmodellen bis hin zu ihren zentralen Werteversprechen. Weitsichtige Vorreiter haben das erkannt und bereits damit begonnen.

Die Trends

In dieser Technology Vision untersuchen wir, wie die heutigen technologischen Innovationen zu Bausteinen unserer gemeinsamen Zukunft werden. Die Trends analysieren das gesamte Spektrum: von der virtuellen bis zur physischen Welt, für Menschen und KI-Tools gleichermaßen. Sie beschreiben, wie ambitionierte Unternehmen Mehrwert schaffen können, vorausgesetzt, sie lösen sich von der Gegenwart und orientieren sich an der Zukunft.

Das virtuelle Ich


Das virtuelle Ich erforscht die Neuerfindung des Internets. Die letzten zwei Jahre haben Unternehmen dazu veranlasst, neue digitale Erlebniswelten zu erschließen. Menschen leben plötzlich so umfassend virtuell, wie sie es nie für möglich gehalten hätten. Das Metaverse wird wie selbstverständlich zum nächsten Evolutionsschritt, der das heutige Internet mit künftigen Anforderungen verknüpft. Es ist notwendig, dass Unternehmen ihre Online-Präsenz radikal verändern: Sie müssen die nächste Plattformrevolution gestalten und sie auf neue Weise mit Kunden, Partnern und einer zunehmend digitalisierten Belegschaft verbinden.

Die programmierbare Welt


Der Nutzen neuer virtueller Welten lässt sich nur erschließen, wenn sich auch in der physischen Welt einiges verändert. Die programmierbare Welt verfolgt, wie Technologie auf immer raffiniertere Weise in unsere physische Umwelt eingebunden wird. 5G, Ambient Computing, Augmented Reality und intelligente Werkstoffe werden die Art und Weise verändern, wie Unternehmen mit der physischen Welt interagieren – und damit ein noch nie da gewesenes Maß an Kontrolle, Automatisierung und Personalisierung freisetzen.

Die unwirkliche Wirklichkeit


Die neuen Welten werden in erster Linie von Menschen bewohnt. Wir beobachten aber auch die Entstehung einer „unwirklichen Wirklichkeit“: Wir haben es zunehmend mit Softwaresystemen zu tun, die sich extrem menschlich verhalten. Das wird zu einer Kerneigenschaft der KI von morgen – aber auch der Daten, die Unternehmen in geschäftsentscheidende Prozesse einbinden. Gleichzeitig werden die Menschen mit Akteuren konfrontiert, die mit dieser Technologie Missbrauch treiben – von Deepfakes bis zu Bots und mehr. Das löst eine wachsende Besorgnis aus, die zum größten Entwicklungshindernis für KI werden könnte. Ob es uns gefällt oder nicht: Unternehmen sind in den Mittelpunkt einer Welt gerückt, in der es um die Frage geht, was real ist und was nicht. Und: inwiefern die Grenze zwischen diesen beiden überhaupt noch relevant ist.

Die Berechnung des Undenkbaren


Wir stehen kurz davor, traditionelle Industrien neu zu denken. Denn die Grenzen des Berechenbaren ändern sich. Ursache ist die Entwicklung einer neuen Klasse von Maschinen: Quantencomputer, biologisch inspirierte und Hochleistungscomputer ermöglichen Unternehmen, die größten Hürden ihrer Branche zu bewältigen. Bislang unlösbare Fragen lassen sich künftig beantworten. Führungskräfte müssen daher grundlegende Annahmen in Bezug auf ihr Unternehmen infrage stellen.

Wir befinden uns an einem Scheideweg. Nicht, weil es neue Technologien zu beherrschen gilt, sondern weil der Wettbewerb im nächsten Jahrzehnt weit mehr als technische Fähigkeiten und Innovationskraft fordert. Eine wirklich wettbewerbsfähige Vision ist notwendig – sowohl dafür, wie die zukünftigen Welten aussehen werden, als auch dafür, wohin Ihr Unternehmen sich entwickeln muss, um in diesen Welten erfolgreich zu sein. Die Technologie weist uns die richtige Richtung. Alles Weitere liegt in Ihren Händen.

Über die Autoren

Paul Daugherty

Group Chief Executive – Technology, and CTO


Marc Carrel-Billiard

Senior Managing Director – Accenture Technology Innovation and Accenture Labs


Michael Biltz

Managing Director – Accenture Technology Vision

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