Mapping out new territory

Als wir vor einem Jahr als Metatrend für 2020 einen Wandel unserer grundlegenden Werte voraussagten, deutete sich bereits an, dass die Welt an einem Wendepunkt steht. Damals ahnten wir jedoch noch nichts von dem Virus, das seither unseren Alltag und unsere Lebensweise auf den Kopf gestellt hat.

Die Pandemie hat die von uns antizipierte Neuausrichtung weiter beschleunigt. Sie hat offengelegt, dass wir noch immer in teils dysfunktionalen und ungleichen Systemen leben, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht gerecht werden. Außerdem hat sie viele veranlasst, über die Rolle des Menschen in der Welt, die Bedeutung von Gemeinschaften und die Auswirkungen unseres Handelns auf das große Ganze nachzudenken.

Das vergangene Jahr hat uns gezwungen, mit neuen Lösungen, neuen Orten und neuen Erfahrungen zu experimentieren. Es veränderte unsere Art zu leben, zu arbeiten, zu lernen, einzukaufen, zu entspannen und insgesamt die Art und Weise, wie wir Erfahrungen machen. Es trieb uns in die Remote-Arbeit undbrachte Arbeitnehmer-Arbeitge er-Beziehungen durcheinander.

Wenn wir in die Zukunft blicken, eröffnet sich eine Fülle potenzieller Szenarien. Einige sind beängstigend, andere aufregend – alle sind weitgehend unerforscht.

Je mehr Zeit wir damit verbrachten, über den Bildschirm mit der Welt in Kontakt zu treten, desto mehr sehnten wir uns nach einer Auszeit von der digitalen Enge. Wir wurden zu Innovatoren in den eigenen vier Wänden und entwickelten neue Strategien und „Life Hacks“, um mit den ungewohnten und unangenehmen Situationen umzugehen.

Den Unternehmen stellen sich ganz neue Aufgaben: Wie sollen sie operativ und kommunikativ reagieren, den sich ständig ändernden Erwartungen der Menschen gerecht werden und empathischer handeln – während sie in einer prekären wirtschaftlichen Situation ums Überleben kämpfen? Ihre Belastbarkeit und ihre Beweglichkeit wurden auf eine ultimative Probe gestellt. Die Gewinner sind diejenigen Unternehmen, die uns das gute Gefühl der Zugehörigkeit und Sicherheit geben.

Momenten stecken wir mitten in einer Übergangsphase. Das akute Krisenmanagement geht zu Ende und es entsteht ein neues Betriebsmodell. Unternehmen haben nun die Gelegenheit, die aufgezwungenen Veränderungen und die chancenreichen Neuentwicklungen auf den Prüfstand zu stellen und darüber nachzudenken, welchen Pfad sie künftig einschlagen wollen. Neues Terrain erkunden – das ist deshalb unser übergreifender Metatrend für 2021. Wenn wir in die Zukunft blicken, öffnet sich eine Fülle potenzieller Szenarien vor uns. Einige sind beängstigend, andere aufregend – und alle sind weitgehend unerforscht.

Im Jahr 2021 wird es darum gehen, das unbekannte Gebiet abzustecken, um das Kommende zu verstehen und eine ideale Route zu finden in eine Zukunft, in der wir gerne leben. Wir alle forschen nach neuen Möglichkeiten, wir experimentieren, probieren aus, lernen dazu. Die Geschichte zeigt: Nach jeder globalen Krise beginnt eine neue Ära des Denkens. Es ist jetzt an uns zu entscheiden, wie die Renaissance des 21. Jahrhunderts aussehen soll.

Mark Curtis

Managing Director – Interactive, Head of Innovation and Thought Leadership


Martha Cotton

Managing Director – Interactive, Fjord Co-Lead, Global​

Das Wichtigste zu diesem Thema

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