Herausforderung

Gerechtigkeit durch Videobereitstellung

Die Einführung von Video Enabled Justice (VEJ) ist im britischen Rechtssystem bereits seit einigen Jahren eine Gesetzesvorlage. Doch bis heute gab es große Herausforderungen VEJ so flächendeckend einzuführen, dass alle Vorteile umfassend genutzt werden können.

Ein Haupthindernisgrund war das Fehlen von Technologien, die für die Hauptnutzer, einschließlich Polizeibeamten und der Einsatzplanner für die Richter am Gericht eine benutzerfreundliche Umgebung schaffen. Außerdem fehlte es an einer Einigung zwischen den Hauptparteien, wie Gerichte, Polizei, Staatsanwaltschaft und anderen kritischen Beteiligten, wie Verteidigung und Bewährungshelfern, welches Betriebsmodell genutzt werden sollte.

„Im Moment investieren Polizeibeamte im Schnitt 5,5 Stunden für jeden Gerichtsprozess, obwohl sie meistens nur eine halbe Stunde angehört werden. Außerdem müssen sie oft zum Gerichtstermin an- und abreisen, mit all der Bürokratie und Zeit, die das in Anspruch nimmt. Der Fokus wurde jetzt auf das Ausweiten der VEJ gelegt, um andere Parteien, von der Strafverfolgungsbehörde bis hin zur Verteidigung und den Gefangenen in Untersuchungshaft, miteinzubeziehen,“ sagte Sussex Police und Crime Commissioner Katy Bourne.

„Der Fokus wurde jetzt auf das Ausweiten der VEJ gelegt, um andere Parteien, von der Strafverfolgungsbehörde bis hin zur Verteidigung und den Gefangenen in Untersuchungshaft, miteinzubeziehen“.

– KATY BOURNE, Police und Crime Commissioner von Sussex

Strategie und Lösung

Im Kleinen starten, um es dann auszubauen

Accenture erster Schritt war es, alle Beteiligten zusammenzuführen: Der Police Crime Commissioner von Sussex, die Gerichte, den Bewehrungsdienst, die Strafverfolgungsbehörde und die involvierten Polizeidienststellen, um eine Einigung darüber zu schaffen, gemeinschaftlich zusammenzuarbeiten. Mit dieser Zusage wurde die strategische Entscheidung getroffen, das Projekt im kleinen Rahmen zu starten und es dann mit der Zeit auszuweiten. Das Konzept ist momentan in der ersten Roll-out Phase und wird im Gericht in Medway Magistrates, Kent eingesetzt, wo die ersten Anhörungen als Video verlinkt werden. Über das Jahr hinweg werden weitere Funktionen freigeschaltet wie Terminplanung und Tagesvideolinks, die es anderen Parteien ermöglichen, zusammen mit Staatsanwälten und Verteidigern an Gerichtsverhandlungen teilzunehmen. Das Konzept wird dann ausgeweitet auf die Amtsgerichte in der südöstlichen Region, um den Weg für andere Gerichte und Regionen im ganzen Land zu ebnen.

„Ich habe große Veränderungen gesehen in der Art, wie Anhörungen stattfinden und in ihrer Kontinuität. Die vielen Vorteile, wie schnell und effektiv Fälle behandelt werden, sind bereits jetzt zu erkennen. 2.276 Anhörungen fanden in den letzten 8 Monaten statt, 80% davon unter der Woche.“

– TONY BLAKER, Stellvertretender Polizeipräsident – Polizei in Kent und Senior VEJ Verantwortlicherr

Transformation

Die realen Vorteile kommen zum Vorschein

Das Strafjustizsystem besteht aus verschiedenen Systemen, die zusammenarbeiten. In seinem Ursprung sorgt das VEJ Programm, unterstützt und entwickelt von Accenture, dafür, dass alle Komponenten und der Informationsfluss von Anfang bis Ende effizienter zusammenarbeiten und miteinander interagieren. Das bedeutet weniger Kosten, schnellere Anpassungsfähigkeit und Geschwindigkeit sowie eine bessere Erfahrung für alle Beteiligten.

Die ersten Ergebnisse zeigen sich bereits. Beteiligte bemerken eine verbesserte und schnellere Abwicklung von Fällen, eine effektivere Reaktion auf die Bedürfnisse der Bürger und weitere Verbesserungen in Bezug auf die Effizienz und Geschwindigkeit verwandter Prozesse, wie der Aktenverwaltung.

„Am Anfang haben wir nur auf die Zeit der Polizeibeamten geschaut. Aber schlussendlich wollen wir das Projekt soweit ausdehnen, dass es für die Strafverfolgungsbehörde möglich ist per Videolink strafrechtlich zu verfolgen. Anwälte könnten Unterstützung in der Verteidigung ebenfalls per Videolink geben und letztendlich kann auch ein Gefangener in Untersuchungshaft seine Aussage per Video machen. Auch wenn die Verwendung von Videolinks nicht neu ist, geht es darum diese Technologie effizienter zu gestaltet, sodass das gesamte System effizienter wird,“ sagt Sussex Police und Crime Commissioner Katy Bourne.

„Auch wenn die Verwendung von Videolinks nicht neu ist, geht es darum diese Technologie effizienter zu gestalten, sodass das gesamte System effizienter wird.“

– KATY BOURNE, Police und Crime Commissioner von Sussex

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