Über den Artstripe

Mit der Ausstellungsserie artstripe verfügt Accenture über ein in vielerlei Hinsicht als einzigartig einzuschätzendes Kunstprojekt. Das großformatige Schaufenster führt sowohl die Innovationsfreudigkeit der österreichischen Gegenwartskunst als auch die des eigenen Hauses unübersehbar vor Augen.

Es handelt sich dabei um einen ca. 37 Meter langen und 2,5 Meter breiten Bildträger im Open Space Office des Wiener Büros von Accenture. Er wird jährlich mit einem eigens für diesen Raum und dieses Format entwickelten künstlerischen Entwurf gestaltet.

Mit seiner offenen, veränderlichen Struktur entspricht dieses Kunstkonzept der Philosophie von Accenture als einem Unternehmen, das selbst laufend in Veränderung begriffen ist und sich ständig neu erfindet.

Künstlerin

Charlotte Klobassa

* 1987 in Wien
Lebt und arbeitet in Berlin und Wien

Ausbildung
Studium Malerei und Animationsfilm bei Judith Eisler Universität für angewandte Kunst Wien (Diplom 2017) Studium Mode Universität für angewandte Kunst bei Veronique Branquinho und Bernhard Wilhelm

Medien
Malerei, Installation

Artstripe no 18

Unter dem Titel „Out of office“, der zunächst auf die „Abwesenheitsnotiz“ anspielt, formuliert die Künstlerin Charlotte Klobassa mit der nunmehr 18. Gestaltung des „artstripe“ ein Gegenprogramm, indem sie ganz auf die spezifischen Möglichkeiten der Kunst setzt und den Freiraum nutzt, den der „artstripe“ in diesem sonst höchst funktionalen Büro aufspannt: Zu sehen ist eine offensichtlich genau komponierte Abfolge von Strichen, Streifen und Flächen in intensiven Blau- und Grüntönen sowie pastelligen Farben, die teilweise, lasierend aufgetragen, den Duktus von Pinseln in unterschiedlichen Breiten erkennen lassen. Streckenweise wirkt dieses Panorama wie ein abstraktes Aquarell, dann wieder wie ein fragmentarisches Fresko oder ein gemaltes Graffiti, in dem sich dynamische und ruhige Passagen elegant abwechseln. Gleichzeitig erinnern einzelne Formen auch an Schriftzüge bzw. die Geste des Schreibens. Der großzügige Weißraum des Hintergrunds weckt ebenfalls Assoziationen zu Leinwand, aber auch Papier.

Tatsächlich beruhen die einzelnen Bildelemente auf Vorlagen, die die Künstlerin in Schreibwarenhandlungen und Kunstbedarfsgeschäften findet. Es handelt sich dabei um Kritzeleien, die entstehen, wenn Kunden Stifte und Schreibutensilien ausprobieren. Da die Ausführenden außer diesen Testzwecken keine weiteren Intentionen mit den Proben verfolgen, landen sie im Normalfall im Papierkorb. Für Charlotte Klobassa hingegen haben diese Notizen gerade deshalb besondere Bedeutung, weil sie spontan, impulsiv und ohne Überlegung und Kalkül hergestellt wurden.
Aus der Fülle der Fundstücke wählt die Künstlerin jene Motive aus, die Phantasien, Erinnerungen und Emotionen in ihr auslösen. Entsprechend überträgt sie diese Formen in fast fotorealistischer Weise als Malerei auf die Leinwand und arrangiert sie dabei neu. Mit dieser spezifischen Strategie macht Charlotte Klobassa jenes Areal produktiv, das der wohl berühmteste Nachbar in der Umgebung des Vienna Office, Sigmund Freud, „das Unbewusste“ nennt. Ihre Arbeit „Out of office“ eröffnet eine Projektionsfläche dafür und erinnert an die enorme Bedeutung und kreative Kraft der rechten Hirnhälfte, gerade an einem Ort, an dem tendenziell die linke dominiert.

Artstripe Galerie

Aldo Giannotti

The Sketch Wall 2018.

Timotheus Tomicek

Daybreak 2017.

Eva Chytilek

Tropic alliance 2016.

Constantin Luser

Das verschwundene Tagebuch 2015.

Anita Witek

High performance 2014.

Marlene Hausegger

Clean desk policy 2013.

Michael Part

Untitled 2012.

Svenja Deiniger

Untitled 2011.

Christian Schwarzwald

Sieben Wolken 2010.

Martina Steckholzer

Exhibitors office lounge 2008.

Nikolaus Gansterer

Global players 2007.

Constanze Schweiger

Acute outright and zealous 2006.

Tina Frank

Human performance 2005.

Elisabeth Kopf

Open horizon 2004.

Manu Burghart

Crazy large 2003.

Oliver Kartak

The currency converter 2002.

Heinrich Dunst

Objective correlative 2001.

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