STUDIE
Die nächste Ära der nachhaltigen Führung
Erkenntnisse aus der CEO-Studie 2025 von UN Global Compact und Accenture
5 MINUTEN LESEZEIT
16 September 2025
STUDIE
Erkenntnisse aus der CEO-Studie 2025 von UN Global Compact und Accenture
5 MINUTEN LESEZEIT
16 September 2025
Nachhaltige Führung durchläuft derzeit einen tiefgreifenden Wandel. Die CEOs von heute bewegen sich in einem Umfeld, das durch zersplitterte Unternehmensführung, rasante technologische Fortschritte und zunehmende globale Krisen geprägt ist.
Diese neue Ära erfordert praktische Maßnahmen. Die Herausforderung ist klar: Ambitionierte, langfristige Nachhaltigkeitsziele in konkrete, messbare Schritte umsetzen, die sowohl kurz- als auch langfristig Wirkung erzielen. Führungskräfte konzentrieren sich auf die Dinge, die ihren Organisationen heute am wichtigsten sind, während sie gleichzeitig sicherstellen, dass ihre Strategien mit einer umfassenderen Vision für die Zukunft im Einklang stehen.
Dennoch bleibt ein auffälliges Paradox bestehen. Während fast alle CEOs sich weiterhin für Klima- und ESG-Ziele engagieren, trauen sich nur wenige, ihre Fortschritte öffentlich bekannt zu geben. Die nächsten fünf Jahre sind ein entscheidendes Zeitfenster. Der Privatsektor muss sich entweder für einen systemischen Wandel zusammenschließen oder riskieren, getrennt in Untätigkeit zu verharren.
Während Nachhaltigkeit früher in erster Linie ein Thema der Marke und der Reputation war, erkennen CEOs heute, dass es für Resilienz und Wachstum entscheidend ist, Nachhaltigkeit in die Kernstrategie und -abläufe zu integrieren.
72 %
2007 haben 72 % der CEOs Marken- und Reputationsergebnisse priorisiert.
79 %
Bis 2020 haben 79 % der CEOs wirtschaftliche Argumente für mindestens ein SDG erkannt.
88 %
2025 glauben 88 % der CEOs, dass die wirtschaftlichen Argumente für Nachhaltigkeit heute stärker sind als noch vor fünf Jahren. Und 97 % bleiben den SDGs verpflichtet.
Da Nachhaltigkeit zunehmend von der Öffentlichkeit erwartet wird, sehen sich CEOs mit veränderten Einflussfaktoren konfrontiert. Verbrauchende und Regierungen treiben die Nachhaltigkeitsagenda von Unternehmen mittlerweile stärker voran als traditionelle Stakeholder – und CEOs gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.
Globale Ereignisse, technologische Durchbrüche, politischer Wandel und sich verändernde gesellschaftliche Erwartungen beeinflussen Nachhaltigkeit und die Welt grundlegend. Als Reaktion auf diesen wachsenden Druck verankern CEOs Nachhaltigkeit zunehmend in ihrer Strategie, ihren Geschäftsabläufen und Führungsprioritäten, statt sich auf bloße Bekenntnisse zu beschränken.
93 %
der CEOs glauben, dass die Wirtschaft seit 2000 den Fortschritt im Bereich der erneuerbaren Energien vorangetrieben hat.
72 %
der CEOs erwarten bis 2050 erhebliche Fortschritte im Bereich erneuerbare Energien.
25 %
der CEOs haben das Tempo des technologischen Wandels als eine der größten Herausforderungen für ihre Unternehmen identifiziert.
Nur 27 %
dieser CEOs fühlen sich sehr gut darauf vorbereitet, damit umzugehen.
97 %
der befragten CEOs erwarten in den nächsten 25 Jahren Fortschritte im Bereich der digitalen Nachverfolgung und nachhaltiger Lieferketten.
Nur 27 %
betrachten diese Tools heute als oberste Priorität.
7 von 10
CEOs fühlten sich nicht „sehr gut vorbereitet“, um Handelsregulierung, Klimawandel oder Inflation und Preisvolatilität zu bewältigen.
Mehr als 20 %
der CEOs stuften „Krieg und Konflikte“ oder „politische Veränderungen“ als eine ihrer drei größten globalen Herausforderungen ein.
99 %
der CEOs halten an ihren Nachhaltigkeitsverpflichtungen fest.
Nur 50 %
der CEOs stimmen voll und ganz zu, dass sie sich wohl dabei fühlen, ihre Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit zu kommunizieren.
Kundennachfrage
60 %
der CEOs stuften Kundennachfrage und Verbraucherpräferenzen als drei der wichtigsten Faktoren für ihre Nachhaltigkeitsagenda ein.
Verbrauchereinfluss
4 von 10
CEOs haben die Verbraucherinnen und Verbraucher als die einzige Gruppe identifiziert, die den größten Einfluss auf ihren Nachhaltigkeitsansatz in den nächsten fünf Jahren hat.
Auswirkungen auf die Zusammenarbeit
97 %
der CEOs erwarten Fortschritte bei der Zusammenarbeit innerhalb der Branche und der Wertschöpfungskette, was darauf hindeutet, dass der Peer-Einfluss, die Abstimmung mit Lieferanten und die Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Ökosystems mittlerweile von zentraler Bedeutung für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen sind.
CEOs diskutieren nicht mehr darüber, ob Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie gehört. Tatsächlich fordern 96 % der CEOs ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger dazu auf, Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt ihrer Unternehmensvision und -kultur zu stellen.
Die Zukunft ist nicht etwas, was wir erben, sondern etwas, das wir gestalten. Es gibt zwei Möglichkeiten, voranzukommen: koordinierte Beschleunigung oder getrennte Einführung. Die Zukunft, die wir gestalten, hängt von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen – und erfordert den Mut, entschlossen zu handeln.