STUDIE
Risikomanagement neu denken
5 Minuten Lesezeit
9 September 2025
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9 September 2025
Trotz Ausgaben in Milliardenhöhe im Laufe der letzten Jahrzehnte hinken Risikomanagementteams den steigenden Anforderungen hinterher. Zeit für einen grundlegenden Wandel im Risikomanagement.
> 60 Mrd. $
jährliche Kosten in Verbindung mit Compliance und Finanzkriminalität
> 1.000
von Bundesbehörden ausgesprochene MRAs und MRIAs* im Jahr 2024
Bis zu 30 %
der Betriebsausgaben einiger Unternehmen aufgewendet für Abhilfemaßnahmen
Der Abstand zwischen den Anforderungen im Umfeld und der Bereitschaft der Risikomanagementteams wächst stetig. Kosten explodieren, Fachkräfte sind überlastet und alte Lösungen funktionieren nicht mehr.
Während die Kosten für Tatenlosigkeit steigen, bieten sich einzigartige Gelegenheiten für neue Ansätze.
* Angelegenheiten, die Aufmerksamkeit erfordern (Matters Requiring Attention, MRAs), und Angelegenheiten, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern (Matters Requiring Immediate Attention, MRIAs)
Finanzinstitute müssen sich auf drei kritische Bereiche konzentrieren, damit ihre Investitionen einen spürbaren und langfristigen Effekt haben können:
EINBINDEN VON COMPLIANCE IN GESCHÄFTSPROZESSE
71 %
haben Compliance und gesetzliche Vorschriften vollständig in die zentralen Geschäftsprozesse eingebunden
Risikomanagement in der Designphase
40 %
haben Risikomanagement und Compliance bereits in die Designphase für neue Produkte und Angebote integriert
KLARE ROLLEN BEI DER GEFAHRENABWEHR
24 %
haben klar definierte Rollen in der ersten und zweiten Verteidigungslinie
Governance bei der Entscheidungsfindung
39 %
stimmen voll und ganz zu, dass Governance-Verantwortlichkeiten in die strategische und operative Entscheidungsfindung integriert sind
GOVERNANCE-PRIORISIERUNG FÜR RISIKODATEN
73 %
haben Governance-Praktiken für Risikodaten vollständig implementiert und konsequent umgesetzt
Effektive Skalierung
32 %
geben an, dass sie ihre Technologieplattformen effektiv skalieren können, um Risiko- und Compliance-Anforderungen zu erfüllen
Verwendete Analysetypen
37 %
setzen im Risikomanagement vier Analysetypen ein (deskriptiv, prädiktiv, diagnostisch, präskriptiv)
Priorisierung von Investitionen
42 %
priorisieren wichtige Investitionen in fortschrittliche KI-Lösungen in den Bereichen Risikomanagement und Compliance
Bewusstsein für nicht-finanzielle Risiken
90 %
geben an, dass ein zunehmendes Bewusstsein für nicht-finanzielle Risiken wie KI-Risiken, Cyberbedrohungen und betriebliche Resilienz zu ihren höchsten Prioritäten gehört
Proaktive Strategie für Risikomanagement-Fachkräfte
56 %
beschreiben ihren Ansatz für mehr Risikomanagement-Fachkräfte als proaktiv und geben an, dass sie eine unternehmensweite Strategie verfolgen
Fokus auf Risikomanagement-Kompetenzen
88 %
fördern derzeit aktiv Risikomanagement-Kompetenzen in drei oder mehr Bereichen
VERWALTUNG NEUER TECHNOLOGIERISIKEN
30 %
geben an, dass ihre Fachkräfte sehr gut darauf vorbereitet sind, die Bedrohungen, die von neuen Technologien ausgehen, zu erkennen und zu bewältigen
Finanzinstitute, die in den drei Dimensionen des Wandels – Risikomanagement nach Plan, Daten, Analysen und Technologie sowie Fachkräfte – bereits Fortschritte gemacht haben, sind gut aufgestellt, um mit einem effektiveren, zukunftsfähigen Risikomanagement voranzugehen.
Unternehmen mit Nachholbedarf müssen Kompetenzlücken gezielt schließen. Die Kosten, die durch mangelnde Vorbereitung entstehen, sind einfach zu hoch. Unternehmen, die jetzt entschlossen handeln, können für ein widerstandsfähigeres, für die Zukunft gerüstetes Risikomanagement sorgen, und so Turbulenzen nicht nur überstehen, sondern gestärkt aus ihnen hervorgehen.