ERFOLGSGESCHICHTE YMCA
YMCA verwandelt Krise in Chance
Geflüchteten beim Aufbau ihres neuen Lebens helfen – durch Sprachkurse, digitale Schulungen und Wege in eine Beschäftigung
3 MINUTEN LESEZEIT
ERFOLGSGESCHICHTE YMCA
Geflüchteten beim Aufbau ihres neuen Lebens helfen – durch Sprachkurse, digitale Schulungen und Wege in eine Beschäftigung
3 MINUTEN LESEZEIT
52.000
oder mehr Personen nahmen an Weiterbildungsmaßnahmen teil
30.000
oder mehr berichteten von wesentlichen Verbesserungen ihres Lebens
*Seit 2022
Am 24. Februar 2022 änderte sich Kateryna Vyshnevskayas Leben in Cherson, Ukraine, über Nacht. Ihre Stadt geriet innerhalb weniger Tage unter Besatzung, und strenge Ausgangssperren, Nahrungsmittelknappheit und der Zusammenbruch der Infrastruktur wurden Teil des Alltags. Vyshnevskaya hatte keine andere Wahl, als nach Rumänien zu fliehen, wobei sie nur einige lebensnotwendige Gegenstände mitnahm.
Ihre Geschichte ist nur eine von vielen. Als Millionen von Ukrainern vertrieben wurden, organisierte Accenture Nothilfe – erkannte aber schnell, dass langfristige Widerstandsfähigkeit mehr als nur Soforthilfe erfordern würde. In Partnerschaft mit YMCA Europe unterstützte Accenture die Einführung eines skalierbaren, Community-basierten Modells, um Geflüchtete und Binnenvertriebene durch Sprachkurse, digitale Kompetenzen und Hilfe auf Wegen in die Beschäftigung zu unterstützen.
Mit der Hilfe des YMCA gestalten ukrainische Geflüchtete ihre Zukunft neu, indem sie neue Fähigkeiten erwerben, Arbeit finden und neue Hoffnung schöpfen.
Der Erfolg der Initiative beruht auf ihrem dezentralen Modell, das den lokalen YMCA-Ortsverbänden die Federführung überträgt. Jeder eDU-Hub (kurz für „Educational Hub“) ist mit geschulten Koordinatorinnen und Koordinatoren, Fachkräften für psychische Gesundheit und Berufsberaterinnen und Berufsberatern besetzt, wodurch ein unterstützendes Umfeld geschaffen wird, das auf die jeweilige Gemeinde zugeschnitten ist. Ein solides Überwachungs- und Bewertungssystem sorgt dafür, dass das Programm rechenschaftspflichtig bleibt und sich weiterentwickelt.
Was jeden Hub einzigartig macht, ist seine Fähigkeit, auf lokale Bedürfnisse einzugehen. Ob es sich um Kurse zur digitalen Kompetenz in Moldawien oder um Java-Programmierung in der Slowakei handelt – die Schulungen stimmen das Qualifizierungsangebot für Geflüchtete auf die tatsächliche Nachfrage am Arbeitsmarkt ab.
Dank der Zuschüsse und der ehrenamtlichen Unterstützung von Accenture erstreckt sich ein wachsendes Netzwerk aus eDU-Hubs und mobilen Zentren mittlerweile über die Ukraine, Rumänien, Moldawien, die Slowakei und Deutschland. In diesen sicheren, vernetzten Räumen geht es um mehr als nur Bildung. Hier werden psychologische Betreuung, berufliche Qualifizierung und klare Wege in die Beschäftigung angeboten.
Das Ziel von Accenture, bis Juni 2026 16.000 Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten zu qualifizieren, wurde mit der Hilfe des YMCA als einem der wichtigsten Partner bereits vorzeitig erreicht – der beste Beweis dafür, dass inklusive, nachhaltige Wirkung in großem Maßstab möglich ist. Der Erfolg des YMCA-Programms wurde von der Europäischen Union gewürdigt, unter anderem durch eine Kofinanzierung aus dem Europäischen Sozialfonds und eine besondere Erwähnung im Rahmen des Europäischen Jahres der Kompetenzen.
Mit Blick auf die Zukunft werden wir uns darauf konzentrieren, sektorübergreifende Partnerschaften aufzubauen, Integrationsansätze zu standardisieren und politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger einzubinden, um einen dauerhaften, systemischen Wandel voranzutreiben, der Würde wiederherstellt, Zukunftsperspektiven schafft und Gemeinschaften in ganz Europa stärkt.
„Wir glauben, dass Geflüchtete eine Quelle unerschlossener Talente sind. Sie zu unterstützen stärkt nicht nur ihre Karriere, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften, in denen sie leben und arbeiten“, sagte Juan Simoes Iglesias, Generalsekretär von YMCA Europe. „Wenn eine geflüchtete Person einen Arbeitsplatz findet, ist sie keine geflüchtete Person mehr.“