BERICHT
Die Ära des agentischen Deals
Wie führende Unternehmen Wertpotenziale erschließen, die mit herkömmlichen M&A-Maßnahmen nicht erreicht werden können.
5 MINUTEN LESEDAUER
18 März 2026
BERICHT
Wie führende Unternehmen Wertpotenziale erschließen, die mit herkömmlichen M&A-Maßnahmen nicht erreicht werden können.
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18 März 2026
Über Jahrzehnte hinweg wurde Erfolg im M&A-Bereich durch optimierte Umsetzung definiert – gründlichere Due Diligence, engere Integrationen, schnellere Synergien. Generative KI hat diese Aktivitäten beschleunigt, die Effizienz gesteigert und die Analyse skaliert.
Doch Effizienz ist mittlerweile eine Grundvoraussetzung.
Agentische KI markiert einen strukturellen Wandel. Sie integriert intelligente Systeme direkt in Betriebsmodelle, Entscheidungsbefugnisse und Arbeitsabläufe und gestaltet damit neu, wie Wert konzipiert, bewertet und realisiert wird. Ihre Einführung schreitet noch schneller voran als die der generativen KI.
Private-Equity-Unternehmen sind Vorreiter dieses Wandels. Entwickelt für die operative Wertschöpfung und geprägt von wiederholten Übernahmen, integrieren sie agentische KI direkt in die Entscheidungsgrundlagen, Bewertungsmodelle und die Umsetzung nach Abschluss der Transaktion. Sie behandeln jede Transaktion als wiederholbares System, das Vorteile verstärkt.
Das Signal ist klar: Experimentieren weicht dem skalierten Einsatz im Tagesgeschäft.
Die strategische Frage ist nicht mehr, ob KI im Bereich M&A eine Rolle spielt. Es geht darum, ob Unternehmen sie nutzen werden, um bestehende Integrationsmodelle zu stärken, oder ob sie das Unternehmen bewusst um sie herum neu gestalten.
Trotz intensiver Experimente mit KI beschränken sich die meisten Unternehmen nach wie vor auf Anwendungsfälle zur Effizienzsteigerung vor der Transaktion – Marktanalysen, Due-Diligence-Zusammenfassungen, Finanzmodellierung. Die Realisierung von Wertpotenzialen nach dem Deal bleibt die größere Herausforderung.
Eine kleine Gruppe von Akquisiteuren – 27 % der Unternehmen in unserer Studie – ist der Zeit voraus. Wir sehen diese Unternehmen als erkenntnisorientierte Vorreiter.
Diese Unternehmen haben:
Unsere weltweite Umfrage unter 650 Transaktionsexpertinnen und -experten aus 12 Branchen zeigt, dass Unternehmen davon ausgehen, dass die Reife agentischer KI bei der Integration nach dem Abschluss eines Deals und der Wertschöpfung um 72 % zunehmen wird.
eine 4,6-mal
höhere Wahrscheinlichkeit, agentische KI über den gesamten M&A-Lebenszyklus hinweg einzusetzen und zu skalieren.
eine 2,7-mal
höhere Wahrscheinlichkeit, agentische KI als Katalysator für Integrationswert zu nutzen.
Diese Vorreiter nutzen KI nicht, um dieselben Transaktionen schneller abzuwickeln. Sie gestalten die Art und Weise neu, wie Deals Mehrwert schaffen.
Die meisten Akquisiteure bewerten die Finanzdaten zwar gründlich, betrachten die Datenarchitektur und die KI-Bereitschaft jedoch als nachträgliche Überlegungen bei der Integration.
Führende Akquisiteure verfahren genau umgekehrt. Sie:
Auf diese Weise machen sie die digitale Grundlage zu einem wachsenden Vermögenswert und nicht zu einer Aufräumaktion nach Abschluss der Transaktion.
KI-Investitionen fallen oft nicht unter das Transaktionsmodell. Pilotprojekte starten erst nach Abschluss des Deals. Die Wertschöpfung erfolgt nur sporadisch.
Führende Unternehmen kehren diese Reihenfolge um. Sie:
Agentische Fähigkeiten werden Teil der Wertthese und sind nicht mehr nur ein experimenteller Zusatz.
Die Skalierung agentischer KI erfordert mehr als nur Tools. Sie erfordert klare Governance und die Bereitschaft der Mitarbeitenden.
Erkenntnisgeleitete Führungskräfte stellen den Menschen klar in den Mittelpunkt:
Diese Governance-Disziplin schafft Vertrauen und ermöglicht Skalierung.
67 %
der Führungskräfte geben an, dass ihre Teams Weiterbildungen benötigen, um effektiv mit KI-Agenten zusammenarbeiten zu können.
Die meisten Integrationen werden als einmalige Ereignisse betrachtet. Sobald Synergieeffekte erzielt sind, kehren Unternehmen zurück zu Business-as-usual.
Führende Aquisiteure institutionalisieren das, was sie aufbauen:
Jede Transaktion stärkt die nächste. Der Umsetzungsaufwand sinkt. Der Nutzen vervielfacht sich.
Eine Gesundheitsplattform mit Hauptsitz in den USA, die eine aggressive Buy-and-Build-Strategie verfolgt, hat agentische KI frühzeitig in ihre Unternehmensarchitektur integriert.
Nach jeder Übernahme hat das Unternehmen:
Dieses industrialisierte Rollout-Modell verhindert Fragmentierung und beschleunigt die groß angelegte Bereitstellung von KI. Das Ergebnis: eine nachhaltige Outperformance bei Deals und ein digitaler Kern, der mit jeder Transaktion gestärkt wird.
Agentische KI ist nicht nur eine weitere Funktion im M&A-Bereich. Sie ist ein struktureller Hebel, um Wertpotenziale zu erschließen, die mit traditionellen Modellen unerreichbar sind.
Wer im M&A-Zeitalter der Zukunft gewinnen will, nutzt Transaktionen gezielt zum Aufbau KI-gestützter Unternehmen – stärker, schneller und wertvoller als je zuvor.
Der Auftrag an Führungskräfte ist klar: Optimieren Sie nicht nur den Deal. Gestalten Sie das Unternehmen, das Sie werden wollen.