STUDIE
Wegweiser zum Erfolg
Wie Top-Performer ihre Ziele bei Infrastruktur- und Investitionsprojekten konsequent erreichen.
5 Minuten Lesezeit
27 Februar 2025
STUDIE
Wie Top-Performer ihre Ziele bei Infrastruktur- und Investitionsprojekten konsequent erreichen.
5 Minuten Lesezeit
27 Februar 2025
Erstaunlicherweise erreichen 92 Prozent der Investitionsprojekte ihre prognostizierten Ergebnisse weder pünktlich noch innerhalb des Budgets. Nur sechs Prozent der Organisationen können diesen Trend regelmäßig umgehen und sparen im Durchschnitt 14 Prozent der Projektkosten ein, während andere durchschnittlich Kostenüberschreitungen von fast 30 Prozent haben. Es steht viel auf dem Spiel: Verzögerungen stören die Lieferketten, gefährden die Net-Zero-CO2-Ziele und schaden dem Ansehen der Organisation.
Was unterscheidet die Besten von den Übrigen? Eine Umfrage von Accenture mit 700 globalen Führungskräften im Bereich Infrastruktur- und Investitionsprojekte zeigt, dass Top-Performer die Komplexität und Herausforderungen meistern, die bei jedem großen Bauvorhaben auftreten. Diese entstehen oft aus erhöhter Prüfung durch verschiedene Interessenvertretende, reduzierter Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Ausrüstung sowie einem ständig sich verändernden regulatorischen Rahmen. Diese Probleme treten fast bei jeder Organisation auf und werden oft noch verstärkt durch die Schwierigkeiten, offene Stellen für hochqualifizierte Positionen in ihren Teams zu besetzen. Da die globalen Ausgaben für Investitionsprojekte (Wohngebäude ausgenommen) 2025 erwartungsgemäß die neun Billionen US-Dollar überschreiten werden, ist es entscheidend, diese Herausforderungen jetzt anzugehen.
Wir haben drei Gruppen definiert, basierend darauf, wie gut Organisationen bei der Umsetzung von Infrastruktur- und Investitionsprojekten in Bezug auf die prognostizierten Ergebnisse, die Pünktlichkeit und das Budget abschneiden.
Die Tatsache, dass nur sechs Prozent der Organisationen ihre Ziele konsequent einhalten oder sogar übertreffen, unterstreicht die Notwendigkeit einer Neuerfindung. Besonders bedenklich ist, dass die Gruppe, die diese Ziele am häufigsten verfehlt, mehr als zehnmal so groß ist.
Wir klassifizieren Organisationen, die ihre Ziele konstant (beinahe) erreichen oder übertreffen, als Top-Performer. Diese Organisationen zeichnen sich durch folgende herausragende Kompetenzen aus:
Um Unsicherheiten zu meistern, konzentrieren sich Top-Performer frühzeitig auf die wichtigsten oder risikoreichsten Faktoren, berücksichtigen Lieferketten in ihren Entscheidungsprozessen und planen Flexibilität ein. Dazu nutzen sie datenbasierte Analysen und Technologien wie digitale Zwillinge und KI, um Entwicklungen zu erkennen und Pläne zu optimieren. Fortgeschrittene Methoden wie die integrierte Projektgestaltung (IPD) und Echtzeit-Zusammenarbeitsprogramme ermöglichen Präzision und Anpassungsfähigkeit, was die Erfolgsraten um bis zu 42 Prozent erhöht.
Angesichts der unterschiedlichen Interessengruppen, von Behörden bis hin zu den örtlichen Gemeinden, ist eine sorgfältige Abstimmung entscheidend. Leistungsstarke Unternehmen gewährleisten Transparenz durch regelmäßige Kommunikation und Programme für die Zusammenarbeit, die Echtzeitdaten zum Projektfortschritt liefern. Innovationen wie VR und Stimmungsanalyse helfen, Stakeholder einzubinden und Bedenken proaktiv anzusprechen, was das Vertrauen und die Kooperation stärkt.
Nachhaltigkeit ist eine grundlegende Anforderung. Führende Organisationen gestalten ihre Projekte mit kohlenstoffneutralen Materialien, nutzen intelligente Sensoren zur Echtzeit-Überwachung der Umwelt und setzen Programme wie Lebenszyklusanalyse-Software ein. Drohnen und künstliche Intelligenz zur Analyse von Rohstoffen optimieren die Prozesse und Berichterstattung, wodurch ESG-Ziele erfüllt und die Widerstandsfähigkeit verbessert werden.
Durch die fachkundige Umsetzung dieser Strategien können Top-Performer Projekte abschließen, die pünktlich, im Budget und in Übereinstimmung mit umfassenden sozialen und umweltbezogenen Anforderungen sind.
Ein Mangel an Fachkräften kann Investitionsprojekte negativ beeinflussen, da qualifizierte Fachkräfte schneller in den Ruhestand gehen, als Nachfolgende ausgebildet werden können. Top-Unternehmen begegnen diesem Problem, indem sie Qualifikationsdefizite identifizieren, globale Talente anwerben und Ausbildungs- und inklusive Einstellungsprogramme fördern. Sie legen den Fokus auf die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitende, um die Bindung an das Unternehmen zu verbessern. Fortschrittliche Technologien wie KI und VR vereinfachen die Einstellung von Personal und ihre Ausbildung, während Weiterbildungsprogramme Spezialisten in entscheidenden Bereichen wie Planung und Nachhaltigkeit hervorbringen.
Da zwei Drittel der Unternehmen ihre Ziele für Investitionsprojekte nicht erreichen, ist eine Neuerfindung der Branche dringend notwendig. Der Erfolg beginnt damit, die Strategien der Top-Performer zu übernehmen.
Es ist an der Zeit, dass die Mehrheit handelt und die Kompetenzen der Top-Performer annehmen.