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Agentic Commerce revolutioniert Zahlungsmöglichkeiten

Bieten Sie eine Zahlungsoption an, die Agenten sehen – und der Kunden vertrauen

5 MINUTEN LESEZEIT

27 Mai 2026

Unseren Schätzungen zufolge könnten im Jahr 2030 mehr als 30 % des Online-Handels über KI-Agenten ausgeführt werden – das entspricht Transaktionen im Wert von fast 3,1 Billionen USD.1 Diese Prognosen sollten den Fokus aller Führungskräfte im Zahlungsverkehr sofort auf die Strategie lenken. Warum? Weil sich die gesamte Logik des Wettbewerbs im Zahlungsverkehr grundlegend ändern wird.

Über Jahrzehnte hinweg waren Zahlungsplattformen so wichtig, weil sie die Absichten menschlicher Nutzerinnen und Nutzer in abgeschlossene Transaktionen umwandelten. Diese Systeme hatten jedoch keinen Einfluss darauf, was die Kundinnen und Kunden kauften. Doch heute tun sie das. Wenn Menschen KI-Agenten Käufe abwickeln überlassen, können diese den gesamten Prozess – von der Produktsuche bis zur Bezahlung – in einer einzigen, optimierten und automatisierten Entscheidungsebene zusammenfassen, inklusive der Auswahl der Zahlungsmethode.

Je nach den Präferenzen der Käuferinnen und Käufer und/oder des Händlers wird von Agenten erwartet, dass sie Zahlungen an die kostengünstigste oder vorteilhafteste Option weiterleiten und so eigenständig die optimale Zahlungsmethode auswählen. Die Auswirkungen für die Zahlungsdienstleister sind erheblich. Wenn die Hälfte der derzeit über kostspieligere Zahlungsmethoden wie Kreditkarten abgewickelten Transaktionen an kostengünstigere Alternativen weitergeleitet würde, könnte der Umsatz um 7,2 Milliarden Dollar fallen.2

Infolgedessen sind die Wettbewerbsbedingungen für alle Zahlungsmethoden gerechter und gleichzeitig wettbewerbsfähiger – von Konto-zu-Konto-Zahlungen (Account-to-Account – A2A) über Pay by Bank und klassische Überweisungen bis hin zu neuen Zahlungsformen wie Stablecoins und digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs). Für Führungskräfte im Zahlungsverkehr stellt sich nicht mehr nur die Frage: „Wie stellen wir uns um?“ Sondern: „Wie werden wir zur Zahlungsoption, die Agenten angezeigt wird, der sie vertrauen, die sie wertschätzen und für die sie sich entscheiden?“

Das sich wandelnde Umfeld agentenbasierter Zahlungen

Bei agentenbasierten Zahlungen definieren Menschen die Parameter, die bestimmen, wie Geld ausgegeben werden kann. Dazu gehören Grenzen, Berechtigungen und Präferenzen. Agenten interpretieren diese Parameter, prüfen die Optionen und führen Transaktionen aus, wenn die Voraussetzungen gegeben sind.

Aktuell nimmt die Zahl der Zahlungsagenten für Verbraucherinnen und Verbraucher stetig zu – von Googles KI-gestützten Einkaufserlebnissen bis hin zu PayPal, das durch die Integration der Wallet in sichere Agent-Token-Systeme KI-Assistenten bereitstellt. Gleichzeitig schreiten kommerzielle Anwendungsfälle in stärker kontrollierten Umgebungen rasch voran. Plattformen wie Coupa, Oracle und SAP unterstützen hier bereits die automatisierte Beschaffung und Zahlung im Rahmen vordefinierter Unternehmensrichtlinien. Diese Beispiele zeichnen eine klare Entwicklungskurve nach: von der Assistenz über die Delegation bis hin zu autonomen Agenten, die Zahlungen innerhalb festgelegter Rahmenbedingungen ausführen.

Mit fortschreitender Reife agentenbasierter Zahlungen zeichnen sich mehrere wesentliche Veränderungen ab:

  1. Die Produktsuche wird vorverlagert. Agenten prüfen die Zahlungsmöglichkeiten parallel zu den Produktmerkmalen, schlagen neue Zahlungsoptionen vor und wählen frühzeitig im Workflow eine optimierte Zahlungsmethode aus.

  2. Die Wahl der Zahlungsmethode erfolgt damit algorithmisch. Unter Berücksichtigung von Prämien, Gebühren, Einschränkungen und Verbraucherpräferenzen wird die Auswahl optimiert. Agenten wählen oder empfehlen je nach Kontext dynamisch neue Zahlungsprodukte.

  3. Die Daten durchlaufen zunächst die Agentenebene. KI-Agenten zwischen Verbraucherinnen und Verbrauchern, Händlern und Finanzinstituten können Transaktionsdaten prüfen, interpretieren oder darauf reagieren, bevor sie an Händler oder Finanzinstitute übermittelt werden.

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Zahlungsanbieter können sich also nicht mehr darauf verlassen, dass ihre Zahlungsmethoden wie Karten und Wallets an der Kasse angezeigt werden. Der Erfolg hängt nun weniger davon ab, menschliches Verhalten an der Kasse direkt zu beeinflussen. Vielmehr ist entscheidend, wie gut Agenten Kaufentscheidungen bewerten und diese umsetzen. Abbildung 1 zeigt, wie die Rolle von Kundinnen und Kunden abnimmt, wenn Agenten den Kaufprozess straffen.

Abbildung 1. Agentic Commerce gestaltet den Zahlungsfluss neu

A diagram comparing traditional digital commerce with agentic commerce. The traditional flow is a linear funnel where the customer handles all steps from awareness to checkout. In the agentic flow, the customer only handles intent and delegation, while an AI agent simultaneously executes search, discovery, pricing, and purchase.
A diagram comparing traditional digital commerce with agentic commerce. The traditional flow is a linear funnel where the customer handles all steps from awareness to checkout. In the agentic flow, the customer only handles intent and delegation, while an AI agent simultaneously executes search, discovery, pricing, and purchase.

Bereits heute entwickeln Zahlungsdienstleister agentenbasierte Zahlungsabläufe. Diese reichen von einfacheren Einzeltransaktionen bis hin zu komplexeren Szenarien wie gebündelten Käufen, parameterbasierten Käufen und Agent-zu-Agent-Transaktionen. Bald schon werden zusätzliche Finanzdienstleistungen wie Kreditvergabe sowie alternative Zahlungsmethoden wie A2A und Stablecoins hinzukommen (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: KI-Agenten erschließen neue Anwendungsfälle

A flowchart showing AI's evolution in commerce. It moves from AI for search and recommendation to the current state: AI agents for simple purchases. This then branches into future developments, including interconnected purchases, agent-to-agent transactions, and new payment methods.
A flowchart showing AI's evolution in commerce. It moves from AI for search and recommendation to the current state: AI agents for simple purchases. This then branches into future developments, including interconnected purchases, agent-to-agent transactions, and new payment methods.

Die Herausforderung der Protokolle

Bei agentenbasierten Zahlungsprotokollen fehlt es nach wie vor an standardisierten und ausgereiften Regeln – eine Herausforderung für Governance und Nachvollziehbarkeit. Unternehmen setzen heute Lösungen aus Einzelkomponenten zusammen, anstatt durchgängig überprüfbare Frameworks aufzubauen. Sie stützen sich auf API-basierte Autorisierung, gespeicherte Anmeldedaten, vorab genehmigte Regeln und menschliche Kontrolle. Die Autorität bleibt hierbei statisch und nicht dynamisch überprüfbar.

In der Praxis bedarf es einer „Absichtskette“, die rechtliche Genehmigungen in kryptografische Vorgaben übersetzt, die wiederum von Menschen in Echtzeit überprüft und umgesetzt werden können. Nach Einrichtung dieser Absichtskette können Menschen ihre Zahlungsbefugnisse an Agenten delegieren. So ist die rechtliche Genehmigung „immer aktiviert“, und Agenten können Transaktionen einleiten und abschließen, ohne dass eine menschliche Genehmigung erforderlich ist. Menschen behalten die Kontrolle, überprüfen die Ergebnisse und kümmern sich um Ausnahmen, während die Agenten die Routineaufgaben übernehmen.

Die Herausforderung veralteter Infrastruktur

Um unübersehbar und verfügbar zu bleiben, müssen Zahlungsanbieter außerdem sicherstellen, dass sich ihre Funktionen in die Umgebungen und Abläufe integrieren lassen, in denen die Agenten ihre Entscheidungen treffen. Die wichtigste Einschränkung dabei ist veraltete Infrastruktur. Die meisten Zahlungs-Stacks wurden nicht für kontinuierliche, API-gesteuerte Echtzeitflüsse entwickelt. 7 von 10 Banken sind derzeit noch nicht völlig darauf vorbereitet, Zahlungen über Agenten abzuwickeln. Veraltete Systeme verfügen nicht über die erforderliche Flexibilität zur Integration in Agenten-Ökosysteme.3 Durch agentenbasierte Beschaffungs- und Lieferantenprozesse entstehen zudem neue Dynamiken:

  • Die Transaktionshäufigkeit nimmt zu. Zahlungen sind keine diskreten Ereignisse mehr, sondern kontinuierliche Zahlungsströme.

  • Die Ausführung wird automatisiert. Anstatt manueller Eingaben lösen Regeln und Daten Entscheidungen aus.

  • Die Geschwindigkeit erhöht sich. Entscheidungszyklen verkürzen sich von Minuten auf Millisekunden.

Erfreulicherweise reagiert der Markt darauf: Die Hälfte der Zahlungsinstitute ist bereits im Begriff, ihre Infrastruktur zu modernisieren, um die erwartete Zunahme der von Agenten initiierten Transaktionen bewältigen zu können.3 Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Unternehmen in Echtzeitverarbeitung, API-First-Architekturen und skalierbare Transaktionsfunktionen investieren, um die Anforderungen agentenbasierter Zahlungen zu erfüllen.

Vertrauen als Schlüsselfaktor

Das Delegieren der Kaufentscheidung ist die Komponente im Kaufprozess, die kurzfristig am wenigsten Aussicht auf vollständige Autonomie bietet. Laut unserer Untersuchung sind heute nur 12 % der Verbraucher:innen bereit, die Entscheidung über die Zahlungsmethode Agenten zu überlassen.4

Diese Zahlen werden sich jedoch schnell ändern, wenn Zahlungsdienstleister das Vertrauen der Kund:innen in Agenten durch Transparenz, Kontrolle und Nachprüfbarkeit proaktiv stärken.

Viele Menschen akzeptieren bereits eine eingeschränkte Form der Delegierung, z. B. durch Mechanismen wie automatische Rechnungszahlung, bei der Zahlungen mit ausdrücklicher Einwilligung, vordefinierten Regeln und der Möglichkeit zum Eingreifen ausgeführt werden. Mit zunehmendem Vertrauen werden Menschen agentenbasierte Zahlungen nutzen und dieses vertraute Modell von festen Zeitplänen auf eine dynamischere Entscheidungsfindung ausweiten.

Ein wichtiger Hinweis für Führungskräfte im Zahlungsverkehr: Zahlungstransaktionen über Agenten bergen neue Risiken, die das Vertrauen von Kund:innen schwächen können, darunter Identitätsdiebstahl durch Agenten, Prompt-Manipulation, synthetische Identitäten und automatisierte Betrugsversuche in maschineller Geschwindigkeit. Betrugsversuche können sich von der Imitation von Karteninhabern hin zur Imitation von Agenten und Workflows verlagern. Eine große Mehrheit der Führungskräfte im Zahlungsverkehr (78 %) ist der Ansicht, dass der Betrug mit dem Anstieg agentischer Zahlungen erheblich zunehmen wird. Noch mehr (87 %) glauben, dass Vertrauen das Haupthindernis für die Einführung agentenbasierter Zahlungen sein wird. Dennoch verlassen sich 60 % weiterhin auf standardisierte Workflows, um agentenbasierten Betrug zu untersuchen.3

Unternehmen, die Identitätsüberprüfung, Berechtigungen und Einschränkungen, Nachprüfbarkeit und Erkennung von Anomalien in Echtzeit ermöglichen, ziehen eher Agenten an. Anbieter, die diese Fähigkeiten nicht bieten, riskieren, abgehängt zu werden.

Ein damit zusammenhängendes Thema ist die Haftung. Wenn ein autonomer Agent eine strittige Transaktion ausführt, verteilt sich die Verantwortung möglicherweise auf Anbieter von Agenten, Händler, Finanzinstitute und Zahlungsnetzwerke. Es entstehen Standards und Protokolle, die Interoperabilität ermöglichen und die Interaktionen zwischen Agenten und Händlern bzw. Zahlungsanbietern regeln sollen. Derzeit gehen die Meinungen in der Branche jedoch auseinander. Einige Stakeholder sehen Finanzinstitute als primären Kontrollpunkt, während andere die Verantwortung den Händlern oder Plattformen zuschreiben, die Agenten einsetzen.

Diese unterschiedlichen Ansichten in Einklang zu bringen, wird einen entscheidenden Meilenstein darstellen. Agentenbasierte Zahlungen erfordern Regeln für Identität, Einwilligung, Autorisierung und Streitbeilegung, die im gesamten Ökosystem gelten. Es reicht nicht aus, isolierte Kontrollen innerhalb eines einzigen Unternehmens durchzuführen.

Strategische Schritte im wandelnden Umfeld agentenbasierter Zahlungen

Mit Blick auf die Zukunft lassen sich drei unterschiedliche strategische Rollen für Zahlungsdienstleister ausmachen. Inwieweit jede Rolle den Stärken und Zielen eines Unternehmens entspricht, entscheidet über dessen Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg.

01

Agenten entwickeln oder zur bevorzugten Zahlungsmethode werden

Einige Anbieter entwickeln ihren eigenen Agenten mit Kundenkontakt. Diese Strategie ist erfolgreich, wenn ein Unternehmen über fundierte Branchenexpertise und wertvolle First-Party-Daten verfügt, den End-to-End-Handel zuverlässig steuern kann und seinen gewerblichen Kunden differenzierte Dienstleistungen wie integrierte Finanzberatung oder Treasury-Services bietet. Ein gutes Beispiel hierfür ist Alibaba. Das Unternehmen nutzt sein eng vernetztes Ökosystem aus Taobao, Alipay und seinem KI-Assistenten Qwen für einen agentengesteuerten End-to-End-Handel. Nutzer:innen können dabei nahtlos auf einer einzigen Plattform suchen, Entscheidungen treffen und Transaktionen abschließen.

Bei den meisten Zahlungsdienstleistern hängt der Erfolg von der Integration von Zahlungsfunktionen in Agenten-Workflows und der Vorbereitung auf die Generative Engine Optimization (GEO) ab. Wenn Anbieter zur bevorzugten Zahlungsmethode werden wollen, sollten sie sich in den Bereichen behaupten, die für Agenten besonders relevant sind: Geschwindigkeit, Kosten, Prämien, Zuverlässigkeit und Integration. Adyen und Stripe verdeutlichen diese Strategie, indem sie sich als Anbieter von Zahlungsinfrastruktur für Agentic Commerce positionieren – mithilfe von KI-Integrationen, agentenfähigen APIs und Orchestrierungsfunktionen mit Fokus auf Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und nahtlose Abwicklung.

02

Eine vertrauenswürdige Infrastruktur für agentenbasierte Zahlungen bereitstellen

Anbieter von Zahlungsinfrastruktur müssen unterschiedliche Protokolle für alle Zahlungstypen unterstützen, um so die Sicherheit und Interoperabilität zwischen bestehenden und zukünftigen Protokollen und Netzwerken zu gewährleisten. Dazu gehören die Auswahl verschiedener Währungen und Netzwerke sowie neue Funktionen wie Transaktionsinitiierung, Multi-Rail-Zugang, umfassende Akzeptanz, entwicklerorientierte APIs, Tokenisierung und die Verwaltung von Zugangsdaten.

Visa, Mastercard und American Express sind hierfür eindrucksvolle Beispiele: Sie setzen ihre globalen Netzwerke, APIs und Tokenisierungsfunktionen ein und positionieren sich so als vertrauenswürdige Infrastruktur-Ebenen für den agentengesteuerten Handel. Dazu gehört auch die Ermöglichung sicherer, KI-initiierter Transaktionen in großem Maßstab. Einige Banken werden sich an diesem Bereich beteiligen – ohne API-First-Konnektivität und Echtzeit-Rails werden sie sich jedoch nur schwer behaupten können.

03

Die Kontrollebene übernehmen

Diese Ebene definiert durch Regeln, Berechtigungen und delegierten Befugnissen, wie Geld ausgegeben wird. Gestützt wird dies durch Zustimmungsmanagement, Identitätsprüfung (Nutzerin oder Nutzer und Agent), Betrugskontrolle, Compliance und Haftungsregelungen. Die Kontrolle hängt außerdem von einem nahtlosen Datenaustausch zwischen den Teilnehmenden des Ökosystems ab, um Betrugsfälle zu bekämpfen und den Kundennutzen zu maximieren.

Banken sind hierbei gut aufgestellt und vermitteln Vertrauen, indem sie durch Identität, Kontobesitz, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Risikomanagement das Vertrauen festigen. Kreditkartennetzwerke können durch Tokenisierung, Authentifizierung und Betrugsüberwachung standardisieren, wie Zugangsdaten bei Händlern und in Ökosystemen genutzt werden. Angesichts der Weiterentwicklung von Wallets können auch diese eine Rolle in der Kontrollebene übernehmen: Durch die Anwendernähe ermöglichen sie die Durchsetzung detaillierter Berechtigungen, Authentifizierungs- und Ausgabekontrollen, wenn Agenten auf Zahlungsdaten zugreifen.

Was kommt als Nächstes

In all diesen Rollen bleibt der Kernfunktionsbereich unverändert. Unternehmen, die die Grundlagen schaffen, sind bestens aufgestellt, um sich in agentengesteuerten Ökosystemen zu integrieren, zu skalieren und konkurrenzfähig zu sein.

Diese Liste ist nicht vollständig.

Verbinden und aktivieren

- API-Konnektivität in Echtzeit, moderne Zahlungsschienen

- Agentenidentität, Authentifizierungs-Frameworks, sichere Tokenisierung

- Beteiligung an Konsortien

Kontrolle und Skalierbarkeit schaffen

- Berechtigungs-Frameworks

- Ereignisgesteuerte Architektur, Integration von Protokollen

- Lückenlose Mandatsprotokollierung, Nachprüfbarkeit, Frameworks für Streitfälle

- Kanalstrategie, Multi-Agent-Orchestrierung

Konkurrieren und gewinnen

- Einfluss auf die Zahlungsentscheidung durch Agenten

- Vorgelagerte Workflow-Integration

- Monetarisierung einer neuen Wertebene

Betrachten Sie diese Maßnahmen als strategische Faktoren. Unternehmen, die Zahlungen programmierbar und vertrauenswürdig machen, werden nicht nur heute einen Mehrwert erzielen. Sie werden sich auch besser positionieren, um neue Wertpotenziale zu identifizieren und zu verfolgen, während Agenten einen Wandel in der Ökonomie von Zahlungen schaffen.

Diese Unternehmen werden zuerst die Chancen in den verschiedenen Ebenen des Agentic Commerce erkennen und nutzen. Ein bereits erwähntes Beispiel hierfür ist die Einbindung von Finanzierungsmöglichkeiten dort, wo Agenten Bedarf feststellen. Auf Kontrollebene können sie Gebühren für die Identitäts-, Autorisierungs-, Einwilligungs- und Haftungsverwaltung erheben. Oder sie bieten Händlern und Agenten Routen- und Optimierungsdienste als bezahlte APIs an.

Darüber hinaus werden sie neue Wertpotenziale in der Infrastruktur (Multi-Rail-Zugang) und in Daten- und Performancesignalen besser identifizieren können, die Agenten bei der Auswahl von Anbietern nutzen. Im Bereich des Vertriebs über Ökosysteme erfolgt dies durch Partnerschaften, die eine bevorzugte Platzierung auf den Plattformen der Vertriebspartner gewährleisten. Ebenso im Bereich von Mehrwertservices wie Konfliktbewältigung und Streitbeilegung.

Agentenbasierte Zahlungen sind kein Zukunftsszenario. Sie finden bereits heute statt und verlagern den Zahlungsvorgang vom letzten Schritt des Kaufprozesses in seinen Mittelpunkt. Nun liegt es an den Führungskräften im Zahlungsverkehr, ihre Grundlagen zu festigen und mit entschlossenen Schritten auf eine erweiterte Rolle und eine profitable Zukunft hinzuarbeiten. 

Weitere Beiträge von Hannes Fourie, Accenture Research, Payments Lead

Quellenangaben

1 Schätzung von Accenture auf der Grundlage globaler Daten

2 Schätzung von Accenture auf der Grundlage globaler Daten unter Verwendung von 30 % des Transaktionswerts für E-Commerce multipliziert mit den durchschnittlichen Austauschgebühren für Kartentransaktionen weltweit

3 Accenture, Future of Money Survey, Oktober 2025

4 Accenture Consumer Pulse Research 2026

VON

Sulabh Agarwal

Managing Director – Global Payments Lead