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KUNDENERFOLGE


UNHCR: Innovatives Identitätsmanagement-System verbessert Flüchtlingshilfe mit Biometrie

Die robuste Lösung kann auch in technisch schlecht ausgestatteten Krisenregionen eingesetzt werden

Überblick

Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ist dabei, ein neues biometrisches Identitätsmanagement-System (BIMS) einzuführen. Mit diesem System können Flüchtlinge schneller registriert, ihre Identität überprüft und Doppelerfassungen bereinigt werden. Damit hilft es sicherzustellen, dass Flüchtlinge genau die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, und zwar zur richtigen Zeit und am richtigen Ort.

Herausforderung

Das UNHCR steht vor einer entscheidenden operativen Herausforderung: Es gilt, die Identität von Personen zuverlässig und eindeutig festzustellen (weltweit, bei hoher Fluktuation in den Flüchtlings-Camps, die oft genug in Kriegsgebieten liegen und nur über eine begrenzte Infrastruktur verfügen), um Hilfe gezielt und gerecht zukommen zu lassen.

Dazu brauchte es ein System, das rund 7.600 Mitarbeiter in den UNHCR-Büros und im Feld mit einfachen Mitteln dabei unterstützt, jede Person eindeutig zu registrieren – und so die derzeit etwa 33,9 Millionen Flüchtlinge in 125 Ländern auch über geographische Grenzen hinweg besser zu betreuen.

Lösung

In enger Zusammenarbeit mit dem UNHCR entwickelte Accenture in nur sechs Wochen einen Piloten für das biometrische Identitätsmanagement. Die Lösung basiert auf der UISP-Software, die auf die Anforderungen der Organisation zugeschnitten wurde. Sie erfasst und speichert Fingerabdrücke, Iris-Daten und Gesichtsfotos von Personen und bietet Flüchtlingen die Möglichkeit, Identitätsdokumente auch außerhalb ihres Heimatlandes zu erwerben.

Um den Anforderungen des UNHCR zu entsprechen, wurde das biometrische System robust (sichere Funktionsfähigkeit auch unter Feldbedingungen mit extremer Hitze, Staub und Feuchtigkeit), allzeit verfügbar (auch bei Strom- und Verbindungsausfall) und besonders benutzerfreundlich gestaltet.

Die Lösung erfasst mit jeder Registrierung zehn Fingerabdrücke, zwei Iris-Bilder und ein Gesichtsfoto. Sie unterstützt die Verteilung von Lebensmittelkarten an registrierte und verifizierte Familien. Die zentrale, weltweite Datenbank speichert Fingerabdrücke, Iris-Daten und Gesichtsfotos für die manuelle Identifikation und die Gesichtserkennung. Ein Notfall-Modus ermöglicht eine beschleunigte Vorab-Registrierung (was für Flüchtlinge ohne Ausweispapiere wichtig ist) sowie die Zwischenspeicherung der biometrischen Daten in einer lokalen Datenbank, die sich nachfolgend mit dem zentralen System synchronisiert.

Ergebnisse

Nach dem weltweiten Roll-out wird die Technologie den UNHCR-Büros rund um den Globus ermöglichen, Flüchtlinge mit Iris-Daten, Gesichtserkennung und Fingerabdrücken schneller als je zuvor mit Identitätsdokumenten auszustatten und weltweit eindeutig zu identifizieren. Im Tschad beispielsweise wurden in nur sechs Wochen mehr als 100.000 Flüchtlinge erfasst (mit etwa 2.500 Registrierungen pro Tag).

Das System ist auch für den Einsatz vor Ort, selbst in entlegenen und Krisengebieten geeignet und erhält IT-Support aus dem weltweiten Netzwerk von Accenture.