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CLIENT CASE STUDY


Stadt Lille: Moderne Analytik für effektivere Lösungen bei der Polizei

Mit der Accenture Video Analytics Service Platform verbessert die Polizei der französischen Stadt Informationsqualität und Effektivität.

Überblick

Als Teil des französischen Innenministeriums ist der Service des technologies et des systèmes d'information de la sécurité intérieure (ST(SI)2) für die öffentliche Sicherheit bei Großveranstaltungen verantwortlich. Einer dieser Events ist die Grande Braderie de Lille, ein Volksfest, bei dem sich die 230.000 Menschen zählende Bevölkerung der Stadt über ein Wochenende im September mehr als verzehnfacht.

Überzeugt von den Vorteilen moderner Analytik – also der Erfassung und Auswertung von Daten für polizeiliche Maßnahmen – wandten sich die Verantwortlichen an Accenture. Sie wollten die Serviceplattform für Videoanalyse von Accenture während der Veranstaltung nutzen, um die Genauigkeit der Informationen, die Entscheidungsfindung und die Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte zu verbessern.

Durch die Ergänzung der standardmäßigen Videoüberwachung um die Analytik-Lösung konnte die Polizei, deutlich mehr Vorfälle erfassen und untersuchen – somit ihren Service für Bürger verbessern und das Sicherheitsniveau im Rahmen der Veranstaltung erhöhen. Die Lösung ermöglicht die Vernetzung mit bestehenden, externen Sicherheitssystemen und verschafft Zugriff zu weitaus umfassenderen Daten und Informationen.

Lesen Sie hier die ganze Fallstudie und erfahren Sie so, wie das faktenbasierte Handeln die Effektivität und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte wesentlich verbesserte – durch:

  • Bessere Hilfestellung für die Besucher

  • Aufrechterhaltung fließender Besucherströme

  • Konzeption und Nutzung neuer Beobachtungsmuster

Chance

2010 ins Leben gerufen, ist der Service des technologies et des systèmes d'information de la sécurité intérieure (ST(SI)2) sowohl für die Belange der Gendarmerie als auch der Nationalpolizei zuständig. Zu seinen Aufgaben gehört ein großes Spektrum an IT-Supportservices, mit denen der ST(SI)2 vielfältige Sicherheitsprobleme angeht, die im Rahmen von Großveranstaltungen wie der Grande Braderie de Lille auftreten. Dazu gehören:

  • Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses (Fahrzeug- und Fußgängerströme) innerhalb und rund um Lille
  • Umgang mit Menschen, die sich „schwierig“ verhalten (Falschparken, Trunkenheit, Gewalttätigkeit)
  • Hilfestellung für Menschen in unerwarteten Notsituationen (medizinische Notfälle, Orientierung in der Stadt)
  • Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung (Schutz von Eigentum, Schlichtung von Streitigkeiten in Geschäften oder Restaurants)

Lösung

In der Pilotphase konzentrierte sich das Team auf die Überwachung und Datenanalyse in drei Zonen: Bereiche, in denen Marktbetriebe mit Lizenz stehen dürfen, Bereiche, in denen keine Marktlizenzen erforderlich sind, und Bereiche, in denen der Einzelhandel verboten ist (sogenannte „rote Zonen“).

Die Accenture Video Analytics Service Platform wurde in zwei Schritten eingesetzt: Am ersten Tag wurde das Instrument eingerichtet – Basislinien gemessen, Parameter justiert, die Besucherzählfunktion aktiviert und Grundeinstellungen für Alarmfunktionen vorgenommen. Dies, damit das System Gästezahlen ermittelt, Fahrzeuge, Objekte oder Menschen, die in „roten Zonen“ auftauchen, zuverlässig erkennt und die Einsatzkräfte bei Bedrohungen alarmiert. Am zweiten Tag wurde die Beobachtung auf zusätzliche Phänomene – wie verlassene Gepäckstücke und Objekte – erweitert und entsprechende Funktionen in Betrieb genommen.

Ergebnisse

Die Video Analytics Plattform erzeugte während des Festivals eine ganze Reihe von Warnungen – und trug so zu effektiven und koordinierten Reaktionen der Sicherheitskräfte bei:

  • Hilfe für Besucher: 502 Menschen (vs. 450 in 2013) wurden von einer der vielen „Nothilfe“-Stationen auf dem Gelände versorgt, 154 davon wurden zur weiteren Behandlung an Krankenhäuser überstellt (vs. 120 in 2013). Drei Erwachsene und 13 Kinder, die sich verirrt oder verloren hatten, wurden wieder zusammengeführt.
  • Aufrechterhaltung fließender Besucherströme: Bedrohliche Situationen ließen sich leichter identifizieren und reibungsloser klären; insbesondere konnten Händler, die im Begriff waren, ihre Stände in Sperrzonen aufzustellen oder dort schon aufgestellt hatten, ihrer Plätze verwiesen werden, noch bevor gefährliche Staus entstanden.
  • Neue Algorithmen etabliert: Im Rahmen des Piloteinsatzes wurden weitere Tests durchgeführt, um zukünftige Überwachungen noch effektiver zu machen.