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CLIENT CASE STUDY


Australisches verteidigungsministerium

Hochleistungsfähige Systeme steigern die Schlagkraft der australischen Streitkräfte

Überblick

Das australische Verteidigungsministerium schützt rund 23 Millionen Bürger und die Interessen der Nation. Zu seinen Organen gehören die Armee, die Marine (Royal Australian Navy) und die Luftwaffe (Royal Australien Air Force) sowie die Reservisten- und Verwaltungseinheiten. Mit einem jährlichen Budget von 26 Milliarden Australischen Dollar (ca. 17,6 Milliarden Euro) und 101.000 Aktiven sowie Reservisten unterstützt die Organisation Einsätze in Australien und weltweit.

Das Ministerium ist derzeit dabei, Streitkräfte und Systeme mit dem Programm Force 2030 zukunftsfähig aufzustellen. Dazu implementiert es ein strategisches Reformprogramm, um Kosteneinsparpotenziale zu identifizieren und die Reallokation der freigesetzten Mittel zu steuern. Ein zentrales Ziel des Programms ist die Senkung der IT-Kosten um 1,9 Milliarden Australische Dollar (ca 1,3 Milliarden Euro) innerhalb der kommenden Dekade.

Chance

Um diese ehrgeizigen Einsparziele zu erreichen und Force 2030 erfolgreich umzusetzen, musste das Ministerium Kosten und Effizienz der IT-Strukturen maßgeblich verbessern. Ein fundamentaler Schritt dazu war die Trennung vom bisherigen Rechenzentrum in Canberra. Die veraltete Einrichtung litt unter massiven Energieeffizienz- und Platzproblemen – sie konnte die Anforderungen aus Force 2030 nicht erfüllen. Vorausgegangene inkrementelle Upgrades hatten für den Erhalt der Einrichtung nicht ausgereicht – und eine Fortsetzung dieses Vorgehens hätte zu fortlaufenden Leistungseinbußen der IT-Kapazitäten geführt.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, entschied das Verteidigungsministerium, das Rechenzentrum in Canberra aufzugeben und ein neues Tier 3-Premium-Rechenzentrum in Sydney einzurichten. Ziel des Projektes war es, die Skalierbarkeit, Flexibilität und Belastbarkeit der gebäudetechnischen Einrichtung (Energie, Kühlsysteme, physische Sicherheit) auf ein zukunftsfähiges Niveau zu heben.

Das Ministerium wollte zudem große Anwendungen in das neue Sydneyer Rechenzentrum migrieren – darunter Applikationen wie das Military Integrated Logistic Information and System (MILIS) und das zentrale ERP (mit Gehaltsabrechnung, HR-, Finanz- und Logistik-Modulen).

Die Migration sollte in zwei Phasen erfolgen: Zu Phase 1 gehörte die Definition von Strategie und Leistungsumfang des Rechenzentrums. Phase 2 umfasste seine Realisierung, inklusive Planung, Migration, Testing und Übergabe des Betriebs.

Um die komplexe und kritische Phase 2 erfolgreich zu managen, brauchte das Ministerium einen starken Partner, der mit einer bewährten, risikoarmen Methodik vorgehen und ein Team mitbringen würde, das in der Lage wäre, alle Meilensteine innerhalb des engen, 18-monatigen Zeitplans zuverlässig zu erreichen. Die Wahl fiel auf Accenture als führenden Systemintegrator.

Lösung

Um eine reibungslose Migration von Daten und Anwendungen in das neue Rechenzentrum in Sydney zu gewährleisten, arbeitete das Ministerium mit einem 100-köpfigen Experten-Team von Accenture zusammen. Das Team bündelte führende Fach-, Projektmanagement- und technische Kompetenz sowie bewährte Accenture Methodologie und umfassende Erfahrung aus vergleichbaren Großprojekten und Change-Management-Programmen für Organisationen der öffentlichen Verwaltung sowie der Privatwirtschaft.

So entstand ein Ansatz, der sich auf vier Eckpfeiler stützte:

  1. Klare Migrationsstrategie
    Das Ministerium und Accenture erarbeiteten eine übergreifende Migrationsstrategie für das Gesamtprojekt. Diese wurde in Aufgaben und Meilensteine für neun Migrationsgruppen unterteilt. Der Ansatz stellte sicher, dass das primäre Rechenzentrum durch die geeignetsten Design-and-Build-Prozesse unterstützt würde.

  2. Kommunikation und Berichtswesen auf hohem Niveau
    Um die zentralen Meilensteine ausnahmslos zu erreichen, etablierten das Ministerium und Accenture klare Kommunikations- und Berichtslinien, die sämtliche Stakeholder und das gesamte Accenture Team einbanden. So sicherte sich das Verteidigungsministerium die Unterstützung der zentralen Einheiten (Lizenzierung, Rechenzentrumsbetrieb und Anwendungssupport) und der operativen Einheiten sowie den nötigen Testing-Support und die Freigaben für die Migration entscheidender Funktionen.

  1. Infrastruktur- und Anwendungstests
    Vor der eigentlichen Migration unterzog Accenture die Systeme umfassenden Performance-Tests, um deren Ausgangsleistung und -verhalten zu erfassen. Nach der Migration wurden diese Tests in der Einrichtung in Sydney wiederholt, um die Leistungsfähigkeit von Alt- und Neusystemen zu vergleichen und mögliche Probleme zu identifizieren. Für die größte und komplexeste Migrationsgruppe, zu der auch der Mainframe gehörte, wurden vor der eigentlichen Migration insgesamt vier erfolgreiche Probeläufe gefahren.

  2. Risikomanagement
    Während jeder Migration unterstützte Accenture den Kunden dabei, die Wiederherstellungskapazitäten angemessen zu dimensionieren und gegebenenfalls zu erweitern. Für die Praxis bedeutete dies, den Zugriff auf kritische Funktionen auch während der Migration zu erhalten, ohne das Tagesgeschäft oder laufende Missionen zu stören.

    Das Team nutzte zudem bestehende Change- und Incident-Management-Prozesse des Ministeriums, um alle auftauchenden Probleme umgehend zu beheben. Accenture übergab die Betriebsdokumentation und bot Trainings zum neuen Rechenzentrum, um dem Kunden die Kontrolle über seine neue Einrichtung unmittelbar zu übergeben.

Ergebnisse

Accenture kombinierte in diesem Projekt umfassende Erfahrung in der Migration von Informations- und Kommunikationstechnologie mit führenden Lösungen für das Verteidigungswesen und einem Fokus auf effektiver Zusammenarbeit. Damit konnten die Rechenzentrumsapplikationen zuverlässig migriert werden.

Innerhalb von 18 Projektmonaten wurde 1 Petabyte (= 1 Million Gigabytes) Daten umgezogen. Dies umfasste die Migration von 153 Anwendungen aus 412 Umgebungen auf 3.263 Servern und 9 Technologie-Plattformen.

Daniel McCabe, Leiter Infrastruktur-Architektur und Application Hosting des Ministeriums, sagte, Accenture sei mit großer Sorgfalt vorgegangen und habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Migration reibungslos verlief und das Programm „sich bereits jetzt für das Verteidigungsministerium auszahlt“. .

Das Projekt verschaffte dem Department eine ganze Reihe interessanter Vorteile:

  • bessere Desaster-Recovery-Zeiten: Bisher hätte es das Ministerium drei Tage gekostet, die Systeme nach einem Komplettausfall von Strom und Netzwerk wieder hochzufahren. In der neuen Umgebung dauert das nur noch 24 Stunden.

  • niedrigere Kosten für Gebäude und Unterhalt

  • bandspeicherfreie Backup-Lösung und Best-Practice-Management-Netzwerk für die Nutzung durch den Rechenzentrumsbetrieb

  • erweiterte Informations- und Kommunikationsservices

  • Kapazität für zukünftiges Erweiterungen der Anwendungen in einem Tier-3-Rechenzentrum

  • geringerer Energieverbrauch

Die erfolgreiche Migration bekam viel Anerkennung, auch von der IT-Industrie. Der heute pensionierte Chief Information Officer des Verteidigungsministeriums, Greg Farr, wurde 2012 von ITNews zum Government CIO des Jahres gewählt, weil er die IT-Kostensenkungsziele des Ministeriums und die Migration des Rechenzentrums maßgeblich vorangetrieben hatte.

Farr erklärte, die Partnerschaft mit Accenture habe dazu beigetragen, das Fundament für diesen Migrationserfolg zu legen.

„[Das Datenmigrationsprojekt] hat nur 18 Monate gedauert. Es war gut gemanagt und äußerst komplex, von dort, wo wir waren, dahin zu kommen, wo wir heute sind“, so Farr.

Matt Yannopoulos, Chief Technology Officer des Ministeriums, war von der Migration des Rechenzentrums begeistert und bemerkte, dass damit ein großer Meilenstein des strategischen Reformprogramms erreicht worden sei.

„Dass dieser entscheidende und komplexe Schritt erfolgreich bewältigt wurde, ist auch der weltweiten Erfahrung mit Rechenzentren und dem großen Engagement von Accenture für die Ziele der CIO-Gruppe und das gesamte Ministerium zu verdanken“, so Yannopoulos.

Durch die Zusammenarbeit mit Accenture in der Aktualisierung dieses erfolgskritischen Systems konnte das Ministerium zentrale Ziele seines Reformprogramms erreichen und die zukunftsfähige Aufstellung der Streitkräfte entscheidend vorantreiben.