Agilität in schwierigen Zeiten

Schon vor Beginn der COVID-19-Krise hatten zahlreiche Branchen in vielerlei Hinsicht mit Marktverwerfungen zu kämpfen – traditionell ausgerichtete Unternehmen und Betriebsmodelle sahen sich gehörig unter Druck gesetzt. Diese Entwicklungen wurden durch die Corona-Pandemie beschleunigt.

Viele Unternehmen mussten innerhalb kürzester Zeit erhebliche Veränderungen einleiten: Virtuelles Arbeiten, erweiterter Kundenservice, neue Geschäftsmodelle, innovative Technologien, multidisziplinäre Teams oder Partnerschaften abseits des gewohnten Terrains standen plötzlich auf der Tagesordnung.

Unternehmen, die bereits vor COVID-19 über intelligente Betriebsmodelle (mit Fokus auf Agilität, Unternehmenszweck und das Zusammenspiel von neuen Arbeitsweisen mit innovativen Technologien) verfügten, konnten besser mit dieser Krisensituation umgehen. Zahlreiche andere Akteure haben derart an Geschwindigkeit und Flexibilität zugelegt, wie sie es früher selbst nicht für möglich gehalten hätten. Diese Eigenschaften werden sie nun nicht mehr missen wollen ...

Tempo und Agilität beibehalten

Manager hegen Zweifel an den Fähigkeiten ihrer Betriebsmodelle. Sie befürchten, dass diese nicht in der Lage sind, den Markt- und Wettbewerbsveränderungen gerecht zu werden.

Anstatt sich auf die Performance zu konzentrieren, bremsen sie neue Strategien zur Beschleunigung von Wachstum und Innovation aus.

94%

94% der C-Level-Manager glauben, dass ihr aktuelles Betriebsmodell das Wachstum und die Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens gefährdet.

85%

85% sind skeptisch, ob ihr Betriebsmodell mit den sich wandelnden strategischen Prioritäten Schritt halten kann.

Immer mehr Unternehmen setzen auf intelligente Betriebsmodelle. Und das zahlt sich aus: Bei durch und durch agilen Organisationen beträgt das langfristige EBITDA-Wachstum 16% (verglichen mit durchschnittlich 6% bei nicht-agilen Organisationen).

Unternehmen, die über die Einführung intelligenter Betriebsmodelle nachdenken, sollten sich mit den Mythen der Agilität auseinandersetzen.

Mythos 1: Tempo + Agilität = Wachstum (nicht Effizienz)

Agiles Arbeiten hat häufig Kostensteigerungen zur Folge. Dies liegt beispielsweise daran, dass Unternehmen sich auf neue agile Projekte konzentrieren, was zu einer höheren Komplexität führt. Oder Aufgaben werden umorganisiert, ohne ihren tatsächlichen Wert zu hinterfragen. Mit der richtigen Planung und Umsetzung können agile Methoden sowohl die Effizienz steigern als auch Wachstum generieren.

Mythos 2: Teams führen zum Erfolg

Tempo und Agilität lassen sich nicht allein durch die Einführung „agiler Methoden“ oder die Einteilung der Beschäftigten in "agile Teams" erreichen. Vielmehr müssen sich Unternehmen kontinuierlich neu aufstellen. Außerdem sind neue Bausteine für Betriebsmodelle erforderlich – mit den passenden Strukturen, Prozessen und Technologien.

Mythos 3: Hauptsache testen und skalieren

Testen und skalieren haben große Relevanz. Doch ohne Änderungen an Prozessen oder Systemen wird sich Erfolg nur schwer einstellen. Zu viele Unternehmen stellen einfach Projektteams unter agilen Methoden zusammen und erwarten dann, dass sich Prozesse und Systeme von selbst fügen.

Mythos 4: Ohne gemeinsamen Arbeitsplatz geht es nicht

Ein gemeinsamer Arbeitsplatz galt lange Zeit als Grundvoraussetzung für hochgradig kollaborative Teams. Doch COVID-19 hat zu einer massiven Verschiebung in Richtung dezentraler und virtueller Zusammenarbeit geführt. Wer dieser Situation nicht gewachsen war, ist in Schwierigkeiten.

Mythos 5: Alles auf Anfang

Komplexität und veraltete Systeme erschweren Agilität, verhindern sie aber nicht. Bevor Unternehmen mit ihrer Neuausrichtung beginnen, müssen sie die Werte in den Fokus rücken, die sie stärken möchten. Sie müssen festlegen, welche Auswirkungen für ihre Organisation akzeptabel sind.

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Mythos oder Wirklichkeit?

Um Tempo und Agilität nachhaltig zu steigern, müssen Unternehmen die Mythen rund um intelligente Betriebsmodelle hinterfragen. Sie müssen den Kern ihrer Geschäftstätigkeit grundlegend überdenken. Agilität wird in Zukunft von entscheidender Bedeutung sein. Daher sollten Unternehmen Agilität in ihre gesamte Organisation integrieren und die erforderlichen Ressourcen aufbauen, um Abläufe kontinuierlich anzupassen und zu optimieren.

Für viele Unternehmen ist jetzt die Zeit gekommen, um ihr Betriebsmodell grundsätzlich zu hinterfragen und sich einer neuen Wettbewerbssituation zu stellen. Nur so können sie der Konkurrenz voraus sein.



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