STUDIE

In Kürze

In Kürze

  • Innovationslabore befeuern den digitalen Wandel, den die öffentliche Verwaltung angesichts neuer Technologien, Gesetze und Kundenerwartungen leisten muss.
  • Als hauseigene oder auch externe Denkfabriken setzen Innovationslabore auf agile Methodik, digitale Fähigkeiten und neuartige Technologien.
  • Mit Innovationslaboren konnten Ministerien und internationale Organisationen digitale Lösungen in kurzer Zeit umsetzen.


Der Innovationsdruck auf die öffentliche Verwaltung nimmt spürbar zu und lässt sich nicht länger ignorieren. Der entscheidende Taktgeber ist der technologische Fortschritt, der sich in immer schnelleren Zyklen bewegt. Die Gesetzgebung soll und will diese rasante Entwicklung regulieren, während gleichzeitig die Erwartungen der Bürger entsprechend steigen – gegenüber Anbietern jeglicher Art. Das betrifft auch die Behörden, die mittlerweile sogar in ihrem Kerngeschäft auf diese Neuerungen reagieren müssen. Wie sonst sollten ihre Dienstleistungen den Bedürfnissen der Nutzer weiterhin gerecht werden? Wie sonst sollte die öffentliche Verwaltung zukunftsfähig bleiben – oder es in digitalen Zeiten überhaupt erst werden?

Unabhängig vom jeweiligen Bedarf und der konkreten Zielsetzung hat bei dieser Anpassung der Anspruch Priorität, möglichst schnell greifbare Ergebnisse zu liefern, die sich bei Bedarf großflächig anwenden lassen. Traditionell sind Behörden aber kaum darauf angelegt, Zukunftsprobleme zügig zu erkennen und flexibel darauf zu reagieren. Doch das Innovationsrad muss hier nicht neu erfunden werden, weil sich in der Privatwirtschaft längst ein Ansatz etabliert hat, der sich nun zunehmend auch in der öffentlichen Verwaltung bewährt: Innovationslabore, also eigene Einheiten, die im Haus oder auch extern mit Hilfe interdisziplinärer Teams neuartige Lösungen für konkrete Probleme erarbeiten.

Erweisen sich diese Pilotprojekte als erfolgreich, können sie auf die gesamte Organisation oder sogar auf mehrere Behörden übertragen werden, und im Ökosystem und in Kooperation mit allen Partnern erprobt werden. Als „Schnellboote“, die den „Tanker“ Öffentliche Verwaltung auf Kurs bringen, sind die Innovationslabore dabei außerordentlich anpassungsfähig und flexibel. Sie setzen auf agile Methodik, digitale Fähigkeiten sowie neuartige Technologien, um Ziele aller Art anzusteuern, von einem digitalen Produkt wie einer App zu der effizienten Umwandlung eines Kernprozesses in der betreffenden Behörde. Erfolgreiche Beispiele gibt es bereits. Sie zeigen, wie etwa Ministerien oder auch internationale Organisationen digitale Lösungen in sehr kurzer Zeit effizient umsetzen – dank ihrer Innovationslabore.

Henri Souchon

Experte für Customer Service und Digitale Transformation in der Öffentlichen Verwaltung​


Bernd Firuz Kramer

Strategy Manager

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