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Mit digitalen Technologien die Arbeitswelt humanisieren

Digital bedeutet eiserne Effizienz und lässt die „menschliche Note” verschwinden. Richtig? Falsch. Die Zukunft von Arbeit ist digital: demokratischer, vernetzt und menschlich.

Überblick

In den frühen Tagen der Digitalisierung stand technologischer Fortschritt vor allem für Effizienz. Es ging darum, menschliche Eingriffe durch Automation zu ersetzen und dadurch die Art wie Arbeit verrichtet wird, grundlegend zu verändern. Angesichts der Fortschritte in den Bereichen kooperative Zusammenarbeit und Social Media, sorgt Digitalisierung heute erneut für den Wandel von Arbeit. Grenzen werden durchbrochen. Arbeit wird in offenen Ökosystemen neu organisiert, um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu vergrößern. Intellekt und Muskelkraft werden radikal erweitert, um sowohl die kognitive und kooperative Seite von Arbeit, wie auch die physischen Fähigkeiten des Menschen auszubauen. Zugleich sollten alle Ebenen einer Organisation bis hin zur Spitze in die Demokratisierung der damit verbundenen Prozesse einbezogen werden.

Tatsächlich ist diese neuerliche „Technologiewelle“ weit davon entfernt, die Arbeitswelt zu „entmenschlichen“. Vielmehr geht es um die elementare Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Arbeit, die besser auf individuelle Stärken zugeschnitten, flexibler und ortsungebunden, kooperativer und für alle Beschäftigten einer Organisation gleichermaßen bedeutungsvoller ist.

DOWNLOAD WORKFORCE OF THE FUTURE: HUMANIZING WORK THROUGH DIGITAL  [PDF]

Ergebnisse

Die Humanisierung von Arbeit durch Digitalisierung wird ganz besonders in drei Bereichen deutlich:

  • Digitalisierung rüttelt an den Kernelementen des Workforce Managements, indem Funktionen und Arbeitsplatzbeschreibungen mit gemeinsamen Zielen verbunden werden und dadurch die Entstehung vonkooperativen Teams ermöglicht. Eine neue Accenture Studie zeigt, dass 79 Prozent der Führungskräfte die Belegschaft der Zukunft künftig mehr nach Projekten als nach Tätigkeitsfeldern strukturiert sehen

  • Aktuelle Fortschritte der Digitalisierung wie virtuelle Sensoren, Analytics, moderne Robotik-Vorrichtungen, die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz, automatisierte virtuelle Assistenten, 3-D Drucker, Wearable Devices, kooperative Software und Gaming-Ressourcen versprechen, Arbeitsabläufe in nie zuvor erreichtem Umfang neu zu gestalten

  • Digitalisierung verschafft der horizontalen Führung höhere Bedeutung. Damit kann auch ohne formale Zuständigkeit Einfluss ausgeübt werden. Untersuchungen von Accenture belegen weitreichende Veränderungen: 58 Prozent der stark wachsenden Unternehmen geben an, dass ihre Führungsmannschaft bereits daran gearbeitet hat, die Bandbreiten von Perspektiven und Fähigkeiten zu integrieren


79% der Führungskräfte sehen die Belegschaft der Zukunft künftig mehr nach Projekten als nach Tätigkeitsfeldern strukturiert

Empfehlungen

Unternehmen, die den menschlichen Aspekt des Begriffes Humankapital wieder stärker in den Mittelpunkt rücken wollen, stehen dafür drei unterschiedliche Wege offen:

  • Aufbrechen der Hierarchien: Statt hierarchisch Befehls- und Kontrolleinheiten zu betreiben, sollten Unternehmen eher untereinander verbundenen Netzwerken gleichen. Betriebe, Drittanbieter und Vermittler bilden Ökosysteme, die über spezialisierte Fähigkeiten und selbstbestimmte Arbeitskräfte verfügen

  • Den digitalen Wettlauf mitmachen: Robotik, Automation, Technologie-Erweiterungen und Tools zur kollaborativen Arbeit stehen einsatzbereit zur Verfügung. Die bereits vorhandenen Mittel sollten jedoch proaktiv angenommen werden, anstatt eine Aufholjagd zu Wettbewerbern zu starten, die sich über den Einsatz solcher Möglichkeiten bereits Vorteile verschafft haben

  • Vielseitig qualifizierte Arbeitskräfte schaffen: Beschäftigte coachen und in die Lage versetzen, kontinuierlich von der Organisation benötigte, neue Kompetenzen zu entwickeln, und neue Chancen zu ergreifen, um dadurch unternehmerischen Mehrwert zu generieren; dabei den Schwerpunkt auf menschliche Kompetenzen legen, die das Zeitalter der Maschine bestimmen: Bildung, Kommunikation, Analyse, Experimentieren sowie die Fähigkeit, Daten einen Sinn zu geben


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