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Wer hat die Macht?

Neue Marktteilnehmer stellen die Wettbewerbsfähigkeit traditioneller Energieunternehmen auf die Probe

ÜBERBLICK

Mit sinkenden Kosten und Regulierungsdruck nimmt die dezentrale Energieerzeugung (Distributed Energy Resources = DER) weiter Fahrt auf. Der Wandel vollzieht sich so schnell, dass traditionelle Versorger nicht nur unzureichend vorbereitet sind. Ihnen droht sogar die Bedeutungslosigkeit.

In der Ruhe liegt die Kraft? Im sich radikal wandelnden Energie-Zeitalter trifft das längst nicht mehr zu. Versorgungsunternehmen müssen ihre DER-Chance aktiv nutzen, um sich gegen Bedrohungen zu wappnen und ihren Kunden sauberere und günstigere Energie anzubieten, bevor es kein Zurück mehr gibt.

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KERNERGEBNISSE

Mit den bestehenden Methoden rund um die Kundenbetreuung manövrieren sich Versorger ins Abseits. Die Anbieter verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit an Newcomer im Markt, die mithilfe digitaler Technologien Erfahrungen bieten, die Kunden aus anderen Branchen längst gewöhnt sind. Neue Marktteilnehmer sind besser auf Kundenbedürfnisse ausgerichtet, weil sie ein „Plattformdenken“ praktizieren. Die Platzhirsche verharren dagegen in veralteten Denkmustern und werden zusätzlich von überholten Betriebsmodellen gelähmt.

Die gegenwärtigen Servicekosten-Modelle führen zu Ertragsverlust und Quersubventionierung. Während der Markt weiterhin zügig die dezentrale Energieerzeugung (DER) vorantreibt, haben sich Servicekosten-Modelle nicht parallel dazu weiterentwickelt. Dadurch wurde nicht nur der DER-Wert künstlich aufgebläht. Die Kosten für die Aufrechterhaltung der nötigen Infrastruktur werden ebenfalls nicht gedeckt.

Die gegenwärtige Infrastruktur und die Ressourcen sind zu schwach, um eine DER-Integration zu bewerkstelligen. 48 Prozent der Verbraucher erwarten, dass sich ihr Energieversorger mit anderen Unternehmen zusammentut, um DER-bezogene Pakete anzubieten, die ihnen die Erzeugung und Speicherung von Energie ermöglichen. Versorgungsunternehmen haben nicht die nötigen Systeme und die nötige Infrastruktur, um mit der Einführung Schritt zu halten – das führt zu einer Beschränkung der dezentralen Energieerzeugung.

EMPFEHLUNGEN

Um ihren Wettbewerbsvorsprung zurückzugewinnen und mit neuen Marktteilnehmern mitzuhalten, müssen Versorger:

Die Kundenbeziehung verbessern.
Dazu gehört auch die Entwicklung einer guten Kundenerfahrung sowie der Aufbau von Vertrauen. Versorger befinden sich in einer einzigartigen Position, in der sie eine solide Verbindung zu ihren Kunden haben – das sollten sie als Unterscheidungsmerkmal nutzen.

Bereitstellen, was Kunden wirklich wollen.
Versorger sollten die grundlegenden Kundenbedürfnisse ermitteln und festlegen, wie viel wo investiert werden muss, um entsprechende Dienstleistungen bieten zu können. Analytics ist ein wichtiges Tool, um sich Klarheit über Kundensegmente und erwünschte Fähigkeiten zu verschaffen.

AUTOREN

Ressourcen entwickeln, ausleihen und kaufen.
Versorger müssen über die aktuelle Wertschöpfungskette hinausblicken. Dazu gehört auch die Identifikation potenzieller Partner, um gemeinsam digital basierte Dienstleistungen und Erfahrungen zu bieten. Bündeln Sie Ihre Kräfte mit dem erweiterten Ecosystem, bevor Sie ins Abseits geraten.

Regulatorische Schranken in Frage stellen.
Entwickeln Sie Regulierungs- und Geschäftsmodelle, mit denen die gewünschte Dienstleistung erbracht werden kann. Damit können Versorger nicht nur die Wertschöpfung maximieren, sondern sich auch proaktiv auf die Regulierungsbehörden einstellen.

AUTOREN

Eduardo Balbis

Eduardo Balbis

Managing Director – Accenture Strategy, Utilities





Gregory N. Bolino

Gregory N. Bolino

Managing Director – Accenture Strategy, Utilities


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Danilo Troncarelli

Danilo Troncarelli

Managing Director – Accenture Strategy, Utilities





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