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Zahlungen in Echtzeit: Eine Roadmap für Banken

Echtzeit-Zahlungen sind bald Standard – für Banken aber immer noch eine große Herausforderung.

Überblick

Verbraucher wollen zunehmend unmittelbar über ihr Geld verfügen können. Auch der Staat erhöht den Druck auf die Banken, Echtzeit-Zahlungssysteme zu schaffen, die überall und jederzeit verfügbar sind. In schätzungsweise 35 Ländern wurden solche Systeme bereits eingeführt, bis zu 140 weitere könnten bald folgen.

Banken, die diese Erwartungen der Verbraucher und des Gesetzgebers erfüllen wollen, müssen einige operative und technologische Hürden meistern. Sie müssen ihre internen Prozesse neu gestalten und von den immer noch vorherrschenden Batch-Verfahren abkehren. Auch gilt es, die zugrundeliegenden Zahlungstechnologien und zentralen Infrastrukturen zu modernisieren.

Zwar muss jede Bank ihren eigenen Weg zum Aufbau von Echtzeit-Zahlungsmöglichkeiten finden. Doch es gibt einige wichtige Erfolgsfaktoren und Schritte, die für jedes Finanzinstitut gelten.

ZUM DOWNLOAD: “REAL-TIME PAYMENTS: A ROADMAP FOR BANKS” [PDF]

„Der jahrelange Aufbau einer neuen Plattform zur Abwicklung von Echtzeit-Zahlungen könnte in den USA bis zu 5 Milliarden Dollar kosten – mindestens zehnmal so viel wie in Großbritannien.“

Quelle: US Federal Reserve and Clearinghouse

365 Tage, rund um die Uhr Neue Zahlungsmodelle für Banken

Kernergebnisse

Erfahrungen in Großbritannien, Australien und anderen Ländern zeigen, dass Echtzeit-Zahlungen problemlos möglich sind. Dabei gelten jedoch vier zentrale Erfolgsfaktoren:

  • Eine Vision und die dazu passende Strategie: Banken müssen Zahlungsmodelle entwickeln, die täglich rund um die Uhr verfügbar sind. Dazu sollten sie einen kritischen Blick auf das Gesamtbild werfen und die richtigen Schlüsse für die aktuelle und künftige Situation ziehen.

  • Ein klares Bekenntnis und einen langen Atem: Immerhin müssen Banken Milliarden von Euro und viele Jahre Führungsarbeit investieren, um einerseits ihre Kosten zu senken und andererseits ihre Position im Wettbewerb mithilfe neuer Geschäfts- und Ertragschancen auszubauen.

  • Eine klare und umsetzbare Roadmap: Banken brauchen eine Agenda, die den Weg zum Ziel weist und dabei auf Erkenntnisse aus anderen Branchen zurückgreift. Für viele Institute liegen sieben Schritte zwischen Strategie und Umsetzung.

  • Kompetenzen: Banken müssen durch die Zusammenarbeit mit anderen Instituten sowie durch Allianzen und Partnerschaften im Zahlungsverkehr neue Fähigkeiten entwickeln.

Empfehlungen

Vor allem folgende vier Erwägungen beeinflussen den Weg der Bank in die Welt der Echtzeit-Zahlungen:

Die Ausgangslage    

Die Ausgangslage. Banken mit zentralen Systemen zur Zahlungsabwicklung erfüllen bereits eine wichtige Voraussetzung für Echtzeit-Zahlungen. Für andere wird es schwieriger.

Der Zeithorizont    

Der Zeithorizont. Bei Banken ohne zentrales Zahlungsabwicklungssystem kann der Entwicklungsprozess zwei oder drei Jahre dauern. Schnelle Planung ist daher zwingend notwendig.

Die Kosten    

Die Kosten. Bis zum ersten Einsatz müssen Banken bis zu 225 Millionen Euro investieren. Wenn sie diese Investitionen schon heute einplanen, müssen sie nicht Hals über Kopf handeln, wenn Echtzeit-Zahlungen Pflicht werden.

Die Akzeptanz durch die Kunden    

Die Akzeptanz durch die Kunden. In Großbritannien vergingen bis zur Durchsetzung mobilen Bezahlens fünf Jahre, in Dänemark ging es wesentlich schneller. Die Akzeptanzkurve beschleunigt sich und zwingt Banken, jetzt zu handeln.

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Autorin

Diana Bersohn

Diana Bersohn
Managing Director—Accenture Strategy
IT Strategy

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