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Der scharfe Richtungswechsel der Pharmaindustrie in F+E

Führende Pharmaunternehmen bewerten neue IT-Plattformen zur Senkung der F+E-Kosten, Verkürzung der Zeitachsen und Beibehaltung von Qualität.

Übersicht

Die Kosten und Komplexitäten in Bezug auf die Verwaltung und Aktualisierung von geschützten IT-Systemen hat einige führende Pharmaunternehmen dazu bewogen, Alternativmodelle in Erwägung zu ziehen. Am Ende dieses Jahrzehnts werden die F+E-Abläufe vieler Pharmaunternehmen nicht mehr länger eine eigene Abteilung darstellen oder es werden keine Investitionen in deren Technologielösungen mehr getätigt.

Die Unternehmen werden Branchendienstleistungen, ähnlich wie „Basisdienstprogramme“, nutzen, die Transaktionsverarbeitungsprozesse sowie das Teilen von nicht-wettbewerbsrelevanten Daten über unterschiedliche gemeinsame Sponsoren anbieten. Dieser scharfe Richtungswechsel ist wichtig für die Pharmaunternehmen, wenn sie sinkenden Wachstumsraten entgegenwirken und gewinnbringend agieren möchten.

Dieser Ansatzpunkt bietet Einblicke, wie Automation dabei helfen kann, das klinische Datenmanagement zu straffen, wenn Pharmaunternehmen vorwettbewerblich zusammenarbeiten.

Hintergrund

Für viele Unternehmen sind die F+E-Abteilungen ein geschützter Bereich und die Quelle von Wettbewerbsvorteilen. Sie verfügen über ein erhebliches internes F+E-Potential für klinische, regulative und Arzneimittelüberwachungs-Funktionen. Auch jene Unternehmen, die Teilfunktionen an Vertragsforschungsinstitute ausgelagert haben, finden, dass die Handhabung dieser Ressourcen extrem komplex ist.

Die Problemstellung wird noch verstärkt durch die großen internen IT-Plattformen, die zahlreiche Pharmaunternehmen installiert haben, um ihre F+E-Abteilungen zu unterstützen. Diese geschützten Systeme, optimiert für die einzelnen Unternehmen, verhindern eine Standardisierung und Zusammenarbeit auf Branchenebene.

Schlüsselergebnisse

Führende Pharmaunternehmen beginnen zu realisieren, dass viele allgemeine oder operative Transaktionen und die Unterstützung der IT-Umgebung als Wettbewerbshebel nicht so effektiv sind wie sie sein sollten. Mit dem Aufbau neuer Lösungsansätze wie dem Cloud Computing sehen viele dieser Unternehmen zusehends die Vorteile, die ein neues, flexibles Betriebsmodell bieten würde - vorwettbewerbliche Zusammenarbeit.

Unter diesem Modell müssen die einzelnen Unternehmen die Bürde der gesamten Arzneimittelentwicklung nicht mehr alleine tragen. Sie können mit Forschungspartnern zusammenarbeiten, um das Entwicklungsrisiko zu streuen, Kosten zu senken und die Ergebnisse zu beschleunigen.

Das cloud-basierte Umlage-Modell bietet Pharmaunternehmen folgende Möglichkeiten:

  • Beschleunigter Einsatz von Potentialen bei geringeren Kosten durch Nutzung eines extern gehosteten Modells mit vorinstallierten Ressourcen wie Host-Daten-Management, Patientendatenfluss und -analyse sowie Protokolltechnologien.

  • Konzentration bei klinischen Versuchen auf das wissenschaftliche Arbeiten und nicht auf die Abläufe.

  • Vereinfachung des Datenaustausches zwischen externen Partnern bei gleichzeitiger Erstellung eines Manuskripts für zukünftige Akquisitionen oder Kollaborationen.

  • Zusammenarbeit mit einem einzigen IT-Serviceanbieter und Auslagerung einzelner Prozesse, um so bessere Unternehmensergebnisse und angemessene Strukturkosten umsetzen zu können.

  • Bestandteil sein einer vorwettbewerblichen Kollaboration mit den Branchenführern.

  • Basis für zukünftiges Wachstum und Effizienz.

  • Nutzung interner IT-Ressourcen für Innovationen und Erhöhung des Unternehmenswertes.

Auswertung

Zahlreiche Pharmaunternehmen müssen ihre Arzneimittelentwicklung modernisieren. Durch das Festhalten an obsoleten Entwicklungsmodellen - insbesondere betriebsinternen Technologielösungen - sehen sie sich mit überholten Entwicklungskostenstrukturen, verkümmerten Innovationsmechanismen und unbeweglichen Abläufen konfrontiert. Das Reagieren auf die neuen Herausforderungen ist mit diesen Mechanismen nicht möglich.

Weitsichtige Pharmaunternehmen erkennen die Notwendigkeit der Modernisierung der Arzneimittelentwicklung, indem verfügbare externe Ressourcen genutzt werden, um die F+E-Kosten und Genehmigungszyklen zu senken. So können Produkte schneller vermarktet werden, der Patentschutzzeitraum für das Produkt verlängert sich erheblich.