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Sind Sie bereit, Ihre M&A-Komfortzone zu verlassen?

ÜBERSICHT

Um in einer digitalen Welt wettbewerbsfähiger zu werden, müssen Unternehmen die M&A-Strategie neu ausrichten.

Traditionell nutzen Unternehmen Fusionen und Übernahmen als Möglichkeit, Wachstum durch schiere Größenzunahme anzukurbeln: Sie expandieren und erhöhen ihren Marktanteil, indem sie sich mit anderen Organisationen zusammentun, die ähnliche oder ergänzende Produkte und Dienstleistungen anbieten. Für einige Branchen und unter bestimmten Umständen mag dieser Ansatz nach wie vor wichtig sein. Gleichzeitig verlagert sich der Schwerpunkt von M&A aber zusehends: Digitale Disruption und Industriekonvergenz zwingen Unternehmen dazu, sich an ein neues Ökosystem anzupassen. Eine neue M&A-Strategie muss in diesem Szenario auch strategische, kleinere Akquisitionen ermöglichen. Diese können als Sprungbrett zu neuen Geschäftsmodellen dienen, die Wachstum und Innovation verstärken.

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ERGEBNISSE

Üblicherweise wird Marktführerschaft über einen Zuwachs an Kunden, breitere geografische Präsenz und eine optimierte Kostenbasis definiert. Angesichts des rasanten Tempos der digitalen Revolution ist eine führende Marktposition – einschließlich des daraus folgenden Shareholder Value – jedoch zunehmend abhängig von agilen und anpassungsfähigen neuen Geschäftsmodellen, die über neue Produkt- und Dienstleistungsformen Wachstum und Innovation freisetzen. Da Unternehmen den M&A-Fokus von Größe und Synergien auf Wegbereiter und neue Kompetenzen verlagern, benötigen sie auch für die Pre- und die Post-Deal-Aktivitäten neue Herangehensweisen. Sie müssen:

  • Andere Übernahmeziele suchen. Im Fokus stehen eher kleine, aufstrebende Unternehmen aus neuen Branchen statt großer Wettbewerber aus der gleichen oder einer benachbarten Industrie mit ergänzenden Angeboten.

  • Den Wert der Übernahmeziele anders bewerten. Statt lediglich klassischer Bewertungsmethoden stehen neue Kriterien, wie die F&E-Ausgaben, das disruptive Potenzial des Zielunternehmens oder die Stärke der strategischen Wirkung im Vordergrund.

  • Innovation und Transformation im Integrationsprozess fokussieren, statt sich ausschließlich auf die Beseitigung von Redundanzen und die Maximierung von Synergien zu konzentrieren.

EMPFEHLUNGEN

Um kleinere, strategische Ziele effektiver identifizieren, bewerten und integrieren zu können, müssen Unternehmen:

  • Eine M&A-Vision entwickeln, die gemäß der Dynamik ihrer Branche Disruption und Industriekonvergenz in eine Linie bringt.

  • Die Kriterien und den Entscheidungsrahmen zur Bewertung ihres Portfolios und möglicher Übernahmeziele anpassen. Nur so lassen sich die Auswirkungen einer Transaktion auf das eigene Portfolio und die Chancen für die Neuausrichtung des bisherigen Geschäftsmodells nachvollziehen.

  • Die gesamte M&A-Entscheidungsfindung an die Geschwindigkeit des Marktes anpassen, um Chancen auf den Erwerb entscheidender Fähigkeiten und Ressourcen nicht zu verpassen.


Autor
Bruce Delteil
Geschäftsführer, Accenture Strategy - M&A

Bruce Nicolas Delteil verantwortet als Managing Director bei Accenture Strategy die M&A-Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum. Während der vergangenen 15 Jahre befasste er sich intensiv mit Unternehmens- und Wachstumsstrategie-Programmen. Aktuell konzentriert er sich branchenübergreifend auf M&A-Strategien und Bereiche entlang der M&A-Wertschöpfungskette, wobei er auch eine starke Expertise im Energiesektor aufweist. Sein Büro befindet sich in Singapur.