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Wettbewerbsfähigkeit in der Halbleiterindustrie

Warum Unternehmen mit ineffizienter Auftragsfertigung Millionen von Dollar verlieren.

ÜBERBLICK

Die Halbleiterindustrie steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Ausufernde Kosten beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit vor allem der Unternehmen, die nicht selbst fertigen. Laut einer Analyse von Accenture Strategy müssen sie für die Bereitstellung ihrer Waren und Leistungen bis zu 80 Prozent ihres Umsatzes aufwenden. Und die Situation verschärft sich weiter: Im Jahr 2014 lagen die Kosten der führenden Unternehmen ohne eigene Fertigung bei insgesamt fast 33 Milliarden US-Dollar – das sind alarmierende 65 Prozent mehr als noch 2010. Die Investoren erhöhen angesichts dieser Kostenexplosion den Druck auf die Unternehmen.

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KERNERGEBNISSE

Der sprunghafte Anstieg der Kosten bei Unternehmen ohne eigene Fertigung in den vergangenen Jahren hat mehrere Ursachen:

  • Die meisten Unternehmen verfolgen nur eine einzige Beschaffungsstrategie für die Auftragsfertigung und trimmen diese auf maximale Effizienz. Doch das geht zu Lasten ihrer Flexibilität und hindert sie daran, in den Produktionsabläufen Veränderungen vorzunehmen, um die Kosten unter Kontrolle zu bringen.

  • Viele Unternehmen beschränken sich auf das KGD-Standardmodell („Known Good Die“) und nehmen die damit verbundenen Organisationskosten aus Bequemlichkeit in Kauf. Die Gesamtkosten werden dadurch jedoch um vermeidbare 2 bis 4 Prozent erhöht.

  • Viele Unternehmen ohne eigene Fertigung sind strategisch schlecht aufgestellt, weil sie ihre Beschaffungsstrategie an den falschen Kriterien ausrichten.

Kurz gesagt: Ineffiziente Auftragsfertigung kostet die Unternehmen der Halbleiterindustrie Jahr für Jahr Millionen. Auch die Margen geraten zunehmend unter Druck. Dies muss sich ändern, wenn die Unternehmen wieder wettbewerbsfähig werden und profitabel wachsen wollen.

EMPFEHLUNGEN

Unternehmen ohne eigene Fertigung sollten in der Auftragsfertigung auf ein hybrides, flexibles Modell setzen, das ihnen bei Bedarf den flexiblen Wechsel zwischen der „Known Good Die“- und der „Wafer Buy“-Strategie“ erlaubt. Erst dann können sie die Vorteile beider Strategien optimal ausschöpfen und ihre Profitabilität steigern. Um diesen Ansatz mit maximalem Erfolg umzusetzen, sollten Unternehmen drei Dinge beachten:

  • Sie sollten Geschäftsprozesse und Systemkompetenzen für beide Strategien implementieren.

  • Bei der Entscheidung für die richtige Strategie gilt es, die Technologie und den Lebenszyklus des betreffenden Produkts zu berücksichtigen.

  • Zugleich müssen Unternehmen die Leistungsfähigkeit beider Strategien laufend beobachten, um sicherzustellen, dass das Unternehmen die Zielvorgaben in Bezug auf Kosten und Liefertreue erreicht.


Autoren

Syed Alam

Syed Alam

Managing Director
Accenture Strategy
Communications, Media & Technology

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James Wildenburg

James Wildenburg

Managing Director
Accenture Strategy
Communications, Media & Technology

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