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BYOD (Bring Your Own Device) im Sinne des Unternehmens nutzen

Nutzen Sie den Überblick von Accenture zu Herausforderungen und Vorteilen des Einsatzes privater Geräte am Arbeitsplatz (BYOD).

Überblick

In den letzten 20 Jahren hat die IT-Bedienerführung gewaltige Fortschritte gemacht – von der Befehlszeilenschnittstelle über das Dropdown-Menü bis zur App, die unter einer einfachen Oberfläche äußerst komplexe Funktionen bietet.

Die Folge ist, dass heute mehr Menschen Technologie nutzen und daran größeren Gefallen finden als je zuvor. Für IT-Abteilungen in Unternehmen heißt dies, dass sie neuen Erwartungen der Mitarbeiter gerecht werden müssen. Diese wünschen sich Unternehmensanwendungen, die so einfach zu nutzen sind wie Facebook oder Flickr – ein Trend, der auch als Konsumerisierung bzw. Consumerization der IT bezeichnet wird. Unter anderem möchten die Mitarbeiter auf Unternehmensdaten zugreifen können, ohne dafür neben ihrem persönlichen Mobilgerät ein weiteres für die Arbeit nutzen zu müssen.

Der Einsatz privater Geräte am Arbeitsplatz (BYOD = Bring Your Own Device) hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Dies lässt sich auf zwei komplementäre Trends zurückführen: Zum einen sollen Mitarbeiter in einer global vernetzten Welt, die nach wie vor Zeitzonenunterschiede überbrücken muss, schnell auf Kunden und Kollegen reagieren können. Zum anderen sollen Kosten gespart werden, indem Mitarbeiter Geräte nutzen können, die sie bereits besitzen. In gewissem Sinn hat die Ausbreitung der Mobilkommunikation eine der schwierigsten Aufgaben gelöst, die es bei der Bereitstellung von Anwendungen gibt – nämlich, die Nutzer zu begeistern.

Unternehmen können das Fundament zu einer hochgradig proaktiven und reaktionsschnellen Mobilkommunikationsstrategie legen, indem sie drei wichtige Faktoren einbeziehen: Das starke Nutzerinteresse, die Fach- und Branchenkompetenz der IT-Abteilung und die Kenntnisse von Accenture hinsichtlich Tools und Technologien.

Hintergrund

Im Oktober 2011 meldete der US-Mobilfunk-Branchenverband CTIA, dass die Zahl der Mobilfunk-Teilnehmeranschlüsse in den USA erstmals die Einwohnerzahl überstieg: In einem Land mit 315,5 Mio. Einwohnern waren 322,9 Mio. Mobilfunkanschlüsse registriert. Bereits im Vorjahr war die Zahl der Tablets und Notebooks mit Funknetztechnologie um 17 % gewachsen – von 12,9 auf 15,2 Mio. Im selben Zeitraum stieg die Zahl aktiver datenübertragungsfähiger Geräte (d.h. Smartphones) von 264,5 auf 278,3 Mio. (und damit nur um 5 %).

Die Möglichkeit, Informationen jederzeit und überall abzurufen und weiterzugeben, ist im 21. Jahrhundert zum festen Bestandteil des Alltags geworden – sowohl privat als auch beruflich. Dies ist nicht über Nacht geschehen und verdankt sich dem Zusammenwirken mehrerer technologischer Trends – unter anderem der Bauteilminiaturisierung, der Entwicklung der Funknetztechnologien sowie dem Aufkommen sozialer Netzwerke und des Cloud Computings. Der vielleicht wichtigste Trend ist jedoch die Bedienerfreundlichkeit. Wer schon einmal ein Kleinkind mit einem iPad® spielen gesehen hat, weiß, dass Computer für die kommenden Generationen nichts Einschüchterndes an sich haben.

Analysen

So wie die Mobilkommunikation geografische Grenzen einebnet, kann BYOD zeitliche Grenzen überwinden. Das ist zum einen für die Unternehmen vorteilhaft, da Mitarbeiter auch nach der Arbeitszeit produktiv sein können. Zum anderen ist es für die Mitarbeiter selbst von Vorteil, da sie zeitlich flexibler sind. So können sie etwa nachmittags ein Fußballmatch ihrer Kinder besuchen und später am Abend arbeiten. Die Mobilkommunikation bringt einen erheblichen Produktivitätsvorteil mit sich. Wie in vielen Fällen ist dieser Vorteil jedoch auch mit nachteiligen Effekten verbunden.

Empfehlungen

Gerätehersteller, Softwareentwickler und Unternehmen wie Accenture arbeiten daran, die größten Nachteile von BYOD zu überwinden. Einige dieser Ansätze sind Zwischenlösungen, andere hingegen haben das Potenzial, sich langfristig zum Industriestandard zu entwickeln. Unternehmen, die den Wettbewerbsvorteil nutzen möchten, den die Mobilkommunikation verspricht, sollten diese Lösungen kennen und in ihre Strategie integrieren.

CIOs, die den BYOD-Trend in den Griff bekommen möchten, sollten am besten proaktiv vorgehen. Die Nutzer werden mobile Geräten mit ins Unternehmen bringen – so, wie sie dies möglicherweise bereits vor Jahren mit Notebooks getan haben. Und sie werden Netzanbindung und Support verlangen. Dabei geht es ihnen – trotz aller Skepsis der IT-Abteilung – vor allem darum, produktiver arbeiten zu können.

Deshalb muss die IT-Abteilung vorbereitet sein, wenn sich solche Anfragen zu häufen beginnen – falls es nicht schon soweit ist. Wenn IT die technologischen Anforderungen der Nutzer versteht und berücksichtigt, kann dies nachhaltig dazu beitragen, die Beziehungen zwischen den Geschäftsbereichen und IT zu verbessern – besonders zum jetzigen Zeitpunkt, wo auch die Nutzer die Vorteile der Mobilkommunikation erkennen.