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Erster Digitalisierungsindex für die öffentliche Verwaltung

Ergebnisse für Rentenversicherungen und Arbeitsmarktbehörden

Potenzial der Digitalisierung

Welches Potenzial birgt Digitalisierung für die öffentliche Verwaltung?

Digitalisierung heißt das Gebot der Stunde, auch in der öffentlichen Verwaltung. Keine andere Maßnahme ermöglicht wie diese, zugleich Effizienz und Qualität von Leistungen zu steigern sowie vollkommen neue, bürgerorientierte und zukunftsweisende Lösungen zu schaffen. Und keine andere hilft wie diese, Vorteile im Wettbewerb mit anderen Standorten oder privaten Arbeitgebern zu erzielen. Doch was heißt „Digitalisierung“ in der öffentlichen Verwaltung? Wie lässt sich der komplexe Möglichkeitenraum strukturieren, der durch digitale Technologien entsteht? Wie können wir deren Potenziale für Nutzen- und Wertstiftung (mehr Bürgerbeteiligung, effizientere Verwaltungspraxis, mehr Standort- und Arbeitgeberattraktivität) erkennen, bewerten und umsetzen?

Um den „digitalen Status quo“ einer Behörde oder Regierungsorganisation zu bestimmen, die besten Entwicklungsmöglichkeiten zu definieren und den nachfolgenden Digitalisierungsfortschritt zu messen und zu vergleichen, kurz: Um diese Fragen zu beantworten, entwickelte Accenture ein innovatives Instrument: den Digitalisierungsindex für die öffentliche Verwaltung.

Der Digitalisierungsindex

Der Digitalisierungsindex misst die Entwicklung in drei Aktionsfeldern: digitale Strategien, digitale Organisation und Prozesse sowie digitale Services

Erstmals steht mit diesem Analyse-Werkzeug ein belastbarer Indikator für den Digitalisierungs-Reifegrad von öffentlichen Organisationen zur Verfügung. Der Digitalisierungsindex für die öffentliche Verwaltung misst Fortschritte beim Einsatz digitaler Konzepte und Technologien in Behörden und Regierungsorganisationen. Gemessen wird die Entwicklung in den drei Aktionsfeldern digitale Strategien, digitale Organisation und Prozesse sowie digitale Services. Und das mit ebenso spannenden wie aufschlussreichen Ergebnissen, wie erste internationale Untersuchungen von Rentenversicherungen und Arbeitsmarktbehörden zeigen. So funktioniert der Index – hier am Beispiel der Rentenversicherungen. Die Ergebnisse für Arbeitsmarktbehörden finden Sie hier.

Erste Ergebnisse

Erste Ergebnisse für Rentenversicherungen und Arbeitsmarktbehörden

  1. Internationaler Vergleich

    International sind Arbeitsmarktbehörden digitalisierungsreifer als Rentenversicherungen. Deutlich wird, dass die Arbeitsmarktbehörden in Summe bisher größere Fortschritte in der Digitalisierung erreicht haben als die Rentenversicherungen. Dabei ist auffällig, dass der Vorsprung im Wesentlichen auf den unterschiedlichen Reifegrad der digitalen Strategie zurückgeführt werden kann.

  2. Deutsche Behörden

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erreicht international eine Top-Platzierung. Sie gehört hinsichtlich ihres Digitalisierungsreifegrads (3,8) mit dem britischen Department for Work and Pensions (DWP) (3,8) und der französischen Pôle Emploi (3,7) zu den internationalen Spitzenreitern. Die Deutsche Rentenversicherung Bund erzielt ebenfalls gute Werte im internationalen Vergleich: Sie liegt mit ihrem Digitalisierungsindexwert (2,8) international auf Rang 7 (von 12). Spitzenwerte erzielen hier die US-amerikanische Social Security Administration (SSA) (4,3) und das australische Department of Human Services (DHS) (3,8).

  3. So überzeugen die Champions

    Die Spitzenreiter gewinnen mit herausragender digitaler Strategie und digitaler Organisation. Zu ihnen gehören: das Britische Department of Work and Pensions (DWP), dass seine Ziele dadurch erreicht, dass es seine Organisation und Prozesse „mitnimmt“, sowie die US-amerikanische Social Security Administration (SSA), die mit einer digitalen Vision ihre Entwicklung ganzheitlich vorantreibt.

Erkenntnisse und Schlussfolgerungen

Dank bisheriger Digitalisierungsinitiativen der öffentlichen Verwaltung entwickelt sich ihre Digitalisierungsreife national wie international ähnlich wie die der Wirtschaft: Auch bei den Unternehmen gibt es unterschiedliche Leistungsgruppen. Hier wie dort erfolgt Digitalisierung vor allem da, wo der Effizienz-, Wettbewerbs- und Erwartungsdruck am größten ist: in Bereichen mit hoher Kundeninteraktion und weniger bei Prozessen und Strukturen. Dabei braucht es beides.

Die Herausforderung heute ist, Digitalisierung in „Front-“ und „Back-Office“ zugleich voranzutreiben:

  • um durchgehend zu automatisieren und Bürger wie Mitarbeiter weiter zu entlasten.
  • um Services mit Blick auf die jeweilige Lebenslage der Bürger zu individualisieren – statt lediglich bestehende Standard-Prozesse online zu stellen.

Drei Aspekte sind dabei handlungsleitend

  • Digitale Strategie: Erfolgreich machen klare Ziele jenseits des Bestehenden.
  • Digitale Organisation und Prozesse: Große Potenziale bestehen bei Datennutzung und Organisationsentwicklung.
  • Digitale Services: Wer den Kunden in den Mittelpunkt stellt, gewinnt.

Autoren und Ansprechpartner

Wollen Sie mehr über den Digitalisierungsindex, die Untersuchung und die Ergebnisse für Ihre Behörde erfahren?

Oder Ihren Digitalisierungs-Reifegrad mit dem Accenture Digitalisierungsindex für die öffentliche Verwaltung bestimmen?


Autoren
Jane Livesey

Catrin Hinkel

Geschäftsführerin, Leiterin Öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Accenture

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Jane Livesey

Peter Pfannes

Geschäftsführer im Bereich Strategie, Öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Accenture

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