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Digitale Ökosysteme als Motor für neues Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Mit dem Aufbau branchenübergreifender Ökosysteme lassen sich neue Potenziale in konvergierenden Märkten erschließen.

ÜBERSICHT

Ecosystem Kollaboration - Infografik
Neue Impulse für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Zeitalter

INFOGRAFIK ANSEHEN [PDF, 919 KB]

Vor nicht allzu langer Zeit waren Branchen klar voneinander getrennt. Unternehmen bewegten sich überwiegend innerhalb ihrer Industriegrenzen. Doch digitale Technologien haben all das fundamental verändert. Die Ein- sowie Austrittsbarrieren in umkämpfte digitale Märkte – wie Zahlungsabwicklung (denken wir an Apple Pay) oder Mobilität (siehe BMWs DriveNow) – sind massiv gesunken. Die steigende Komplexität und das wachsende Potenzial solcher Märkte zwingen Unternehmen dazu, ihre Strategien neu zu denken und umzusetzen. Willkommen in der Welt der Ökosysteme.

KERNERGEBNISSE

In einem zunehmend komplexen digitalen Umfeld sind Unternehmen mehr denn je gefordert, starke Ökosysteme zu entwickeln: sich mit Partnern zusammenzutun und Kooperationsnetzwerke entlang des Kundenlebens- und Kundenwertschöpfungszyklus zu knüpfen. Strategie- und Management-Experte Gary Hamel: „Zu den Gewinnern werden in Zukunft die Unternehmen gehören, die die Fähigkeiten und Talente interessierter Außenstehender am kreativsten für sich nutzbar machen."

Neue Kompetenzen sind gefragt. Sie umfassen natürlich „harte“ Technologie-Skills wie Analytics oder Social Media Monitoring – aber auch „weiche“ Qualitäten: Geschick in Beziehungsaufbau und -pflege oder kulturübergreifendes Einfühlungsvermögen. Um hier Expertise aufzubauen, setzen führende Unternehmen bereits auf dafür abgestellte Teams. Das kann dazu führen, dass ein Einzelhändler, der Zahlungsabwicklungsservices anbieten will, eine Gruppe zusammenstellt, die nur eine Aufgabe hat: Verbindungen zur Bankenwelt herzustellen und deren Perspektive und Geschäft zu verstehen. Wer jedoch mehr möchte und die Klaviatur dieser Ökosystem-Strategie zu beherrschen sucht, sollte einen deutlich fundamentaleren organisatorischen Wandel anstreben – denn einzelne Initiativen werden schlicht nicht ausreichen.

EMPFEHLUNGEN

Disruption ist die neue Globalisierung: Sie verdrängt bestehende Strukturen und setzt neues Wachstum frei. Auch wenn Unternehmen von der Strategie bis zu den Abläufen belastbare Kompetenzen aufgebaut haben, um Wachstumschancen in globalen Märkten zu nutzen, stehen sie nun vor der nächsten Herausforderung. Sie müssen sich für Kooperation in Ökosystemen neu aufstellen und Organisationen schaffen, die deutlich offener und flexibler sind als bisher und denen vernetztes, kooperatives Arbeiten innewohnt.

Der Weg dorthin erfordert Veränderungen in der gesamten Organisation – bei Menschen, Technologien und der Strategie. Doch die Mühe wird sich lohnen: Unternehmen, die diesen Weg erfolgreich beschreiten, werden genau die Agilität und Anpassungsfähigkeit erreichen, die für zukünftiges Wachstum unerlässlich sind.


Autoren

Matthew Robinson
Managing Director, Accenture Institute for High Performance

Matthew Robinson ist Managing Director für Politikforschung am Accenture Institute for High Performance und untersucht Innovationen an der Schnittstelle von Märkten, Branchen und Politik. In seinen aktuellen Publikationen beschreibt er die Entwicklungen in wettbewerbsintensiven digitalen Märkten, die Rolle der öffentlichen Verwaltung in der Förderung von Innovation und Unternehmertum, den Digitalisierungsgrad nationaler Wirtschaftsräume und dessen Zusammenhang mit Produktivität sowie regulatorische Reaktionen auf disruptive Start-ups. Matthew war zuvor für Accenture Strategy tätig und ist spezialisiert auf M&A-Aktivitäten für Kunden aus der Versorgungs- und Energiewirtschaft. Er arbeitet im Londoner Büro.

Peter Lacy
Senior Managing Director, Accenture Strategy – Sustainability

Peter Lacy ist Senior Managing Director im Bereich Sustainability Services bei Accenture. Er hat bereits viele der weltweit führenden Unternehmen und Topmanager, aber auch öffentliche Institutionen wie die Vereinten Nationen, die Europäische Union und verschiedene Regierungen zu den Herausforderungen nachhaltigen Wirtschaftens und erfolgreicher Strategien beraten. Peter ist Fellow der Oxford University und regelmäßiger Autor in Publikationen wie FT, Guardian oder Fast Company. Ferner ist er Co-Vorsitzender der Young Global Leaders Taskforce des World Economic Forum und Mit-Initiator des Global Circular Economy Awards. Peter arbeitet im Londoner Büro.