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Überblick

Der Markt für Plug-in-Elektrofahrzeuge ist frisch aufgeladen und startbereit. Die meisten größeren Märkte der Welt verzeichnen eine wachsende Verbreitung dieses Fahrzeugtyps.

Versorgungsunternehmen können dabei die Oberhand gewinnen, indem sie eine Lade-Infrastruktur entwickeln, die den digitalen Kunden in den Mittelpunkt stellt. Laut der Accenture-Untersuchung zum „New Energy Consumer” ziehen es 81 Prozent der Kunden vor, Ladeservices von ihrem Energieversorger zu beziehen.

Viele Versorgungsunternehmen fangen allerdings gerade erst an, dafür eine integrierte Strategie zu entwickeln. Sie müssen nun schnell handeln, um sich im Markt der Elektromobilität durchzusetzen und zu etablieren. Wenn sie es nicht tun, werden voraussichtlich andere Marktteilnehmer (wie Automobilhersteller, oder Technologie- und Einzelhandelsfirmen) eine Strategie zur digitalen Kundenerfahrung entwickeln und damit gewinnen.

 

Kernergebnisse

Obwohl Elektrofahrzeuge eine große Chance für Versorger darstellen, werden sie erhebliche Zusatzmengen an Strom aus dem Netz benötigen – womöglich zu Spitzenzeiten. Für die Unternehmen ist das nicht ungefährlich. 

Bei normalem Ladeverhalten wird das Netz zu Zeiten des Spitzenverbrauchs, wenn es ohnehin schon an seine Grenzen stößt, einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt. Im Gegensatz dazu verschiebt „intelligentes“ Aufladen die Spitzenbelastung in die frühen Morgenstunden, wenn das Netz nur wenig beansprucht wird.

Zu wenige Versorgungsunternehmen bieten eine smarte Infrastruktur und entsprechende Programme für Elektrofahrzeuge. 

Viele Stromversorger müssen im Markt der Elektromobilität erst noch aktiv werden. Bei denjenigen, die es schon sind, konzentriert sich die Mehrheit der Ladeprogramme auf herkömmliches oder unkontrolliertes Aufladen statt auf eine intelligente Infrastruktur.

Wenn die Versorger nicht kundenorientiert und mit digitalen Mitteln auf Elektrofahrzeuge reagieren, verpassen sie die Chance, die Kundennachfrage zu gestalten und Anreize zu schaffen. 

Für Elektrofahrzeuge ist eine digital basierte, kundenorientierte und branchenübergreifende Lösung erforderlich. Diese Lösung sollte die Bedürfnisse der Kunden (Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit, Anschlussmöglichkeit) ebenso berücksichtigen wie die Ansprüche der Stromversorger (Netzstabilität, Lastverhalten).

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Empfehlungen

Wie können Stromversorger auf die Elektromobilität reagieren?

Folgende wichtige Schritte sollten bedacht werden:

  • Investition in eine „intelligente“ Lade-Infrastruktur, die innovative Tarifoptionen und Möglichkeiten des Aufladens bietet. Ob es gelingt, das Ladeverhalten zu steuern, hängt von der Entwicklung einer Lade-Infrastruktur ab, die den Versorger mit Echtzeit-Märkten verbindet.

  • Partnerschaften mit Fahrzeugherstellern und Anbietern von Ladestationen eingehen, ohne die Verantwortung für den wichtigsten Teil der Wertschöpfungskette aufzugeben. Fahrzeughersteller nehmen bei den Chancen der Elektromobilität eine Sonderstellung ein und bauen bereits Ökosysteme von Partnerschaften auf.

  • Umdenken bei der Lade-Infrastruktur, einschließlich „Vehicle-to-grid“ (V2G)-Technologie und Komplettangebote. Mit der V2G-Technologie könnten sich Elektrofahrzeuge in vollwertige Zwei-Wege-Energiequellen zur dezentralen Stromversorgung verwandeln.

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Wer wir sind

Stuart Solomon hilft Energieversorgern weltweit bei der Strategieentwicklung, um ihren finanziellen und betrieblichen Erfolg zu optimieren und zugleich digitale Innovationen zu nutzen. Er blickt auf fast drei Jahrzehnte Erfahrung bei Accenture zurück und ist spezialisiert auf intelligente Stromnetze, Kundenbetreuung, Außendienst- und Backoffice-Tätigkeiten, Nachhaltigkeit, Cybersicherheit und Geschäftskontinuität. Er arbeitet in McLean, Virginia.

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Greg Bolino ist darauf spezialisiert, Kunden bei der Transformation ihrer Betriebsmodelle zu unterstützen, um dadurch Erträge zu verbessern und Wachstum zu ermöglichen. Er verfügt über knapp drei Jahrzehnte Erfahrung in der Beratung und arbeitet mit großen Versorgungsunternehmen in Nordamerika und Europa zusammen. Dabei unterstützt er sie bei der Entwickeln ihrer Strategien, Organisationsstrukturen, Governance-Prozesse und Einsatzmöglichkeiten. Außerdem arbeitete er intensiv mit Unternehmen der Kommunikations-, Medien, Hi-Tech- und Einzelhandelsbranche zusammen. Greg Bolino ist in Chicago tätig.

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James Mazurek besitzt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Versorgungs- und Energiebranche. Er arbeitet mit führenden nordamerikanischen Strom- und Gasversorgern an der Entwicklung von Wachstumsbereichen wie Energiespeicherung, Elektrofahrzeuge, dezentrale Energiequellen und fortschrittliche Analytik. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Übergang zu kundenorientierten Geschäftsmodellen, dezentralen Energiequellen und Netzmodernisierung. Er begann seine Laufbahn als Offizier bei der US Army, wo er eine technische Pioniertruppe anführte. James Mazurek ist in Chicago tätig.

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