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Im digitalen Zeitalter ist Leadership gläsern

Unternehmen werden durch digitale Technologien immer transparenter. Die Führungsstrategie muss dem gerecht werden.

Überblick

Nur wenige Führungskräfte würden bestreiten, dass die digitale Transformation die Quelle für Innovation und Wachstum darstellt. Sie ist der Schlüssel für neue Märkte, kreative Geschäftsmodelle, eine Belegschaft der Zukunft sowie bahnbrechende Produkte und Dienstleistungen. Aber mit der digitalen Transformation gehen auch eigene Herausforderungen einher – von cleveren Kunden mit globaler Stimme bis hin zur Komplexität von Datenrechten und Management.

Für Top-Manager könnte der Einsatz kaum höher sein, weil ihr individuelles und institutionelles Verhalten einem noch nie da gewesenen Grad an Transparenz ausgesetzt ist. Dies belegen auch unsere Erhebungen. Danach verstehen 83 Prozent der Führungskräfte Vertrauen als Eckpfeiler der digitalen Wirtschaft. Umso mehr wird von Führungskräften heute eine dynamische und ethische Herangehensweise gefordert – gegenüber ihren Mitarbeitern und Kunden ebenso wie der Gesellschaft im Ganzen.

Einen fortschrittlichen Ansatz mit Blick auf ethische Grundsätze und Vertrauen erreichen Führungskräfte, indem sie zunächst die ethische Kultur ihrer Organisation neu beleben. Dazu gehören die Neudefinitionen von Governance und Mitarbeitermotivation, ebenso wie die Reorganisation der Gesamtverantwortung. Nur so werden Unternehmen die digitalen Möglichkeiten in Wachstum verwandeln, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil erzielen und sich auf die neue Normalität der transparenten Welt vorbereiten.

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83 Prozent der Führungskräfte empfinden Vertrauen als Eckpfeiler der digitalen Wirtschaft. 

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Kernergebnisse

Ohne das notwendige Vertrauen verlieren Unternehmen ihre Lizenz, Innovationen mithilfe digitaler Technologien voranzutreiben. Eine Führungsstrategie muss daher drei grundlegende Herausforderungen bewältigen:

  • Führungskräfte sind auf absolute Transparenz schlecht vorbereitet: Viele Führungskräfte müssen noch die nötigen Eigenschaften entwickeln, um das Wir-Gefühl in ihrer Organisation zu fördern und ethische Normen zu festigen.

  • Führungskräfte müssen die Grenzen vorhandener Regeln überwinden: Angesichts des schnellen Wandels können sich Führungskräfte nicht länger darauf verlassen, dass Regulierungsbehörden ethische Richtlinien aufstellen.

  • Führungskräfte müssen eine überzeugende digitale Ethik einführen, um digitale Innovationen zu unterstützen: Digitale Technologien stellen ethische Grenzen auf die Probe – von der Art, wie Unternehmen mit Daten umgehen bis zum Einsatz von Algorithmen zur ethischen Entscheidungsfindung.

Die digitale Entwicklung verändert die Anforderungen an Führungskräfte mit Blick auf Vertrauen und Ethik drastisch. Sie erzwingt damit ein ganz neues Niveau ethischen Verhaltens. Technologiesysteme können hier sicherlich Unterstützung leisten. Entscheidend für den Umgang mit absoluter Transparenz und für ein nachhaltiges Geschäft werden hier jedoch die Fähigkeiten und die Herangehensweise der Führungskräfte sein.

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Empfehlungen

Um die heute erforderliche Transparenz in einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln, empfehlen sich drei Schritte:


Digitale Möglichkeiten nutzen, um Barrieren einzureißen: Führungskräfte müssen auf allen Ebenen für die notwendigen digitalen Fähigkeiten und Tools eintreten, um Informationen schnell zu teilen, die Vernetzung zu erleichtern und so organisatorische Silos im Unternehmen einzureißen.

Transparenz von innen nach außen schaffen: Ansätze wie ethische Hackathons, micro-action Crowdsourcing und 30-Tage-Challenges können helfen dynamische Verhaltensnormen von innen heraus zu schaffen. Erprobte Ansätze können mit Regulierungsbehörden und Gesetzgeber geteilt und nach außen transparent gemacht werden, um das Vertrauen bei Verbrauchern und Stakeholdern zu stärken.

Ethische Kompetenzen aufbauen: Führungskräfte setzen auf eine ganze Reihe von Talenten, um den neuen Herausforderungen in einem digitalen Ökosystem gerecht zu werden. Ethische Verhaltensweisen lassen sich beispielsweise durch die Anwendung von Collaboration-Tools und anderen digitalen Technologien festigen. Führungskräfte können zudem ethisches Urteilsvermögen stärken, indem sie Online-Coaching, game-basierte Simulationen oder Peer-Netzwerke außerhalb des Unternehmens zu Rate ziehen.

Im Digitalen Zeitalter Ist Leadership Gläsern




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