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Globaler Digitalisierungsindex: Leitlinien zur Schaffung digitaler Wachstums-Hotspots

Wie Unternehmen und Regierungen der größten Volkswirtschaften durch konsequente Digitalisierung einen Wachstumsschub auslösen können.

Überblick

Erst eine grundlegende digitale Transformation verspricht Unternehmen und Regierungen auch künftig nachhaltiges Wachstum und Wohlstand. Die Gestalter der Volkswirtschaften tun sich jedoch oftmals schwer, diese zentrale Zukunftsfrage in konkrete Antworten zu übersetzen. Genau hier setzt der Digitalisierungsindex an. Er versteht sich als Instrument, konkrete Herausforderungen auf dem Weg zum digitalen Hotspot zu identifizieren sowie digitale Strategien zu entwickeln, umzusetzen und deren Erfolg zu messen.

Die Accenture-Studie untersucht empirisch die Verbreitung sowie den Einsatz digitaler Technologien und verbindet dies mit konkreten Ansatzpunkten zur Steigerung von Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und des volkswirtschaftlichen Wachstums.

Der Accenture-Index erfasst, in welchem Umfang digitale Technologien sowohl einzelne Unternehmen als auch die gesamte Wirtschaft eines Landes durchdringen. Der Grad wird anhand von 50 Einzelindikatoren bemessen und gibt Aufschluss darüber, welche Position eine Volkswirtschaft im Vergleich mit den international stärksten Konkurrenten im Kampf um die Vorherrschaft bei der Digitalisierung einnimmt. Dabei macht der Index auch deutlich, in welche Bereiche und Technologien innerhalb der Volkswirtschaften in welchem Umfang investiert werden sollte, um zusätzliches Wachstum zu erzeugen.

Ergebnisse

Die gemeinsame Analyse von Accenture und Oxford Economics zeigt deutlich, welchen volkswirtschaftlichen Wachstumsschub digitale Technologien auslösen können. Allein für die zehn weltgrößten Volkswirtschaften gehen wir von einem zusätzlichen Potenzial von 1,36 Billionen US-Dollar im Jahr 2020 aus, dies entspricht 2,3 Prozent mehr als bislang prognostiziert.

Der Digitalisierungsgrad kann anhand von 50 konkreten Indikatoren bzw. Stellschrauben für Unternehmen und Volkswirtschaften über vier Kernbereiche hinweg aktiv beeinflusst werden:

  • durch die verstärkte Digitalisierung bestehender Märkte und Schaffung neuer digitaler Business-Plattformen

  • durch fortschreitende Nutzung digitaler Technologien und Strukturen durch die Unternehmen

  • durch Aufladung bestehender Produktionsfaktoren mit digitalen Technologien – vom Investitionskapital bis hin zu Sachanlagen und Arbeitskräften

  • durch aktive, digitalisierungsfreundliche Gestaltung der institutionellen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen

Empfehlungen

Der Accenture-Index zum Digitalisierungsgrad zeigt nicht nur dezidiert Herausforderungsfelder für Unternehmen und Regierungen auf, er bietet zugleich auch konkrete Ansatzpunkte, um das enorme Wachstumspotenzial zu erschließen.

  • Regierungen sollten dringend ihre Vorbehalte gegenüber neuen disruptiven Geschäftsmodellen überdenken. Für nachhaltiges digitales Wachstum müssen bestehende Industriegrenzen überwunden werden. Zugleich sollten auch Unternehmen über eine neue Art der Auseinandersetzung mit der politischen Ebene nachdenken. Gefordert ist eine aktive Zusammenarbeit.

  • Zur Optimierung von Geschäftsprozessen sowie Steigerung der Effizienz und Produktivität muss weit stärker auf digitale Technologien gesetzt werden.

  • Volkswirtschaften und ihre Unternehmen können sich mit dem Internet der Dinge und digitalen Technologien einen deutlich besseren Zugang zu essenziellen Produktionsfaktoren verschaffen und weit mehr aus diesen herausholen.

  • Unternehmen und Regierungen müssen gemeinsam an optimalen digitalen Rahmenbedingungen, auch jenseits der technologischen Infrastrukturen arbeiten.

  • Die digitale Durchdringung einer Volkswirtschaft wird zunehmend zum Standortfaktor. Unternehmen sollten bei ihren Investitionsentscheidungen künftig gezielt nach Hotspots suchen, die ihnen ein optimales Wachstum für digitalisierte Geschäftsmodelle ermöglichen.