Skip to main content Skip to Footer

LATEST THINKING


Digital gegen Klimawandel: weniger CO2, mehr Wachstum

Wie Geschäftsmodelle, die mit digitalen Lösungen auf Energieeffizienz zielen, die Wettbewerbsfähigkeit verbessern

Überlick

Wie wäre es, wenn Unternehmen mit der Verbesserung ihrer CO2-Bilanz zugleich Innovationen vorantreiben und ihre Gewinne steigern könnten? Das ist keine Zukunftsmusik. Der Einsatz digitaler Technologien birgt für eine ganze Reihe von Branchen ein enormes Potenzial: die Aussicht auf einen Anteil an den ca. 11,4 Billionen US-Dollar, die bis zum Jahr 2030 durch die Umstellung auf CO2-arme Technologien generiert werden. Diese Summe entspricht dem voraussichtlichen Bruttoinlandsprodukt von China im Jahr 2015. Digitale Technologien sind damit nicht nur der Schlüssel zur Senkung der CO2-Emissionen, sondern auch zu neuem Wachstum.

Zu dieser spannenden Frage hat Accenture gemeinsam mit der Global e-Sustainability Initiative (GeSI), einem Verbund globaler Unternehmen aus der Informations-, Kommunikations- und Technologiebranche, eine Studie durchgeführt. Demnach könnten die in den kommenden 15 Jahren neu anfallenden CO2-Emissionen durch digitale Technologien vollständig kompensiert werden.

ZUM DOWNLOAD: "MIT DIGITALER TECHNOLOGIE CO2-BILANZ UND WACHSTUM VERBESSERN" [PDF]

"Der digitale Wandel erschließt beispiellose Geschäftschancen, auch im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Sie ermöglicht ein Wirtschaften unter CO2-Reduzierung, das noch vor fünf bis zehn Jahren undenkbar gewesen wären"

Managing Director – Accenture Strategy,
Sustainability

Kernergebnisse

Doch wie sollen Unternehmen hier vorgehen? Organisationen, die den Schwung des digitalen Umbruchs nutzen möchten, um ihre CO2-Bilanz zu verbessern und Wachstumspotenzial zu heben, sollten ihre Geschäftsabläufe von Grund auf neu ausrichten. Zunächst müssen sie einbeziehen, dass mit der Digitalisierung die Branchen zunehmend verschmelzen. Die einschneidendsten Veränderungen finden an den Schnittstellen statt: dort, wo beispielsweise Telekommunikationsunternehmen mit Energieversorgern zusammenarbeiten – oder dort, wo die Logistikbranche sich an mobile Bezahlsysteme anschließt.

An den neuen, durchlässigen Grenzen werden faszinierende digital gestützte Lösungen möglich. Ein Beispiel dafür sind die Ansätze der Deutschen Telekom für vernetztes Fahren. Ihre „Connected Car Solutions“ verbessern Effizienz und Mobilität auf der Straße und den Individualverkehr. Das Fahrerlebnis wird deutlich attraktiver. Zugleich sinken damit die Emissionen – um bis zu 15,9 Prozent pro Auto und Jahr.

Unternehmen sollten erkennen, dass digitale Technologien nicht nur die Basis für zukunftsfähige Geschäfte liefern, sondern auch die Gewinnung neuer Kunden erleichtern. Dies erleichtert es auch Start-ups, neue Ideen zur CO2-Reduzierung auf den Markt zu bringen und zu skalieren.

Empfehlungen

Accenture hat drei Arten von Unternehmen ausgemacht, die sich auf unterschiedliche Weise für Energieeffizienz und CO2-Reduktion einsetzen:

Optimierer steigern die Effizienz vorhandener Abläufe oder senken die Kosten. Von den potenziell etwa 11,4 Billionen US-Dollar Umsatz, die bis zum Jahr 2030 durch die Umstellung auf CO2-arme Technologien erwirtschaftet werden, kommen 4,9 Billionen US-Dollar Einsparungen aus solchen Optimierungsprogrammen.

Wegbereiter entwickeln die Infrastruktur für innovative Ansätze. Nach Erkenntnissen von Accenture und GeSI liegt das Potenzial für CO2-sparende Neuentwicklungen allein für die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche bei 2 Billionen US-Dollar.

Umgestalter schaffen völlig neue Angebote und Märkte und beenden die Ressourcenabhängigkeit. Sie stellen etablierte Unternehmen auf CO2-arme Geschäftsmodelle um, indem sie Angebot und Vertriebskanäle digitalisieren. Das Marktvolumen für Umgestalter beträgt nach unseren Schätzungen beträchtliche 4,5 Billionen US-Dollar.


 

Autoren

WEITERE PUBLIKATIONEN