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Curing complexity

Komplexität radikal reduzieren - Wettbewerbsfähigkeit steigern. Warum Pharmaunternehmen agiler werden müssen.

ÜBERBLICK

Operating Modelle in der pharmazeutischen Industrie waren und sind—nicht nur in Deutschland, sondern weltweit—hochkomplex. Der Grad der Komplexität hat sich mittlerweile jedoch so drastisch erhöht, dass er eine unmittelbare Bedrohung für Leistungsfähigkeit, Innovationskraft, Profitabilität und letztlich Wettbewerbsfähigkeit darstellt. Nahezu die Hälfte aller großen globalen Pharmaunternehmen haben Komplexitätsniveaus erreicht, die in keinem gesunden Verhältnis mehr zur aktuellen Profitabilitätssituation stehen.

In der heutigen Welt, in der einzelne Segmente der Gesundheitsbranche konvergieren und moderne Technologien Geschäftsmodelle fundamental neu definieren, besitzen schlanke, agile Pharmaunternehmen einen substantiellen Wettbewerbsvorteil. Gerade die Reduktion von Komplexität befähigt Branchenvertreter neue Geschäftsfelder zu adressieren—wie etwa Fokussierung auf Patientenservices, Diagnostika und Kooperationen mit neuen digitalen Marktteilnehmern.

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KERNERGEBNISSE

Komplexität residiert meist unter der Oberfläche. Dabei wirkt sie sich vor allem auf vier Kernbereiche des Business aus:
  1. Policies, Richtlinien und Prozessdokumentationen. Überdokumentierte, inkonsistente und widersprüchliche Richtlinien sowie unklare Anweisungen schaffen eine Dokumenten-Landschaft, die nicht im Einklang mit dem Prozessmodell steht. Einige Pharmaunternehmen weisen fast so viele Richtlinien wie Mitarbeiter auf.

  2. Prozesse. Viele Pharmaunternehmen verfügen über eine dezentralisierte Prozesslandschaft, welche zahlreiche unnötige Aktivitäten ohne Wertbeitrag umfasst. Bei einem führenden Pharmaunternehmen basieren mehr als 30 Prozent der Aktivitäten in Kernprozessen auf Governance oder Risk-Management.

  3. Systeme. Dies erfordert ineffizienten, manuellen Aufwand beim Schnittstellenmanagement und erhöht die Zahl der Transaktionen und Dateninkonsistenzen enorm. Bei einem der führenden Pharmaunternehmen beispielsweise haben 25 Prozent der Systeme weniger als 50 Nutzer.

  4. Mitarbeiter. Rollen und Funktionsbereiche sind oft inkonsistent, redundant und überschneiden sich. Bei einem der größten Pharmaunternehmen besitzt ein Mitarbeiter im Durchschnitt fast fünf verschiedene formalisierte Rollen.

Complexity
Indem Pharmaunternehmen nach Wegen suchen, diese Komplexität radikal zu reduzieren, gehen Sie das Kernproblem an—und nicht nur die Symptome.

EMPFEHLUNGEN

Folgende Maßnahmen können Pharmaunternehmen in Deutschland zur Reduzierung der Komplexität ergreifen:
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Keine falsche Scheu. Um die über Jahre gewachsene Komplexität abzubauen, müssen teils drastische Veränderungen vorgenommen werden. Ein Greenfield/ Zero-Based-Ansatz ist hierbei sehr empfehlenswert.

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Nutzen Sie moderne Technologien. Technologie hat zu mehr Komplexität in Form riesiger Datenmengen geführt. Sie kann aber gleichzeitig auch dabei helfen, die entstandene Komplexität drastisch zu reduzieren—beispielsweise, indem arbeitsintensive Aufgaben durch Automatisierung, Robotics und künstliche Intelligenz ausgeführt werden.

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Zeigen Sie Unternehmergeist. Manager brauchen heute eine Start-Up-Mentalität. Sie sollten nach innovativen Möglichkeiten suchen, um Qualität, Compliance und ihre Kostenbasis zu verbessern. Die Vorstandsetage sollte hierbei auch einzelne Funktionen und Zuständigkeiten klären.


AUTOREN

Dr. Nicholas Davies

Dr. Nicholas Davies

Managing Director – Accenture Strategy,
Life Sciences

Marc P. Philipp

Marc P. Philipp

Senior Manager – Accenture Strategy,
Life Sciences




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