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Die Cloud: Kostensenkung bei Versicherungsträgern

Versicherer brauchen die Cloud, um Kosten zu sparen und digitale Kundenbedürfnisse zu erfüllen.

ÜBERBLICK

In einer Branche, die auf Sicherheit für die Kunden abzielt, hat Solidität Vorrang gegenüber der schnellen Einführung von Versicherungsinnovationen. Zumindest bisher.

Bei Einzelhändlern, Banken und Online-Entertainment sind Kunden heute einen praktisch verzögerungsfreien 24-Stunden-Zugang gewohnt. Von ihren Versicherern erwarten sie dasselbe. Versicherungsunternehmen, die zudem über selbstfahrende Autos, Wearables, FinTech und die Fortschritte bei Analytics nachdenken, können sich völlig neu erfinden.

Um ihr Geschäft erfolgreich zu verändern, benötigen alle Versicherer ein gemeinsames Element: die Cloud. Sie ermöglicht alle digitalen Veränderungen, die Versicherer vorantreiben müssen, um den zukünftigen Kundenbedürfnissen und Unternehmenszielen gerecht zu werden.

Ohne die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft der Cloud gibt es keine Digitalisierung. Und auch keine 80 Prozent Kostenersparnis.

KERNERGEBNISSE

Versicherer sind noch etwas zögerlich beim Einsatz der Cloud – aus drei Gründen, die alle auf Trugschlüssen beruhen. Erstens bezweifeln sie, dass der Transfer von Anwendungen in die Cloud („Lift and shift”) funktioniert. Zweitens halten sie die Kosten für unwiderruflich verloren („Sunk costs”). Und drittens glauben sie, digitaler Wandel sei auch ohne die Cloud möglich.

  1. „Lift and shift” kann unter bestimmten Umständen durchaus funktionieren. Für ein großes multinationales Versicherungsunternehmen hat Accenture kürzlich einen Weg gefunden, die Kosten der Umgebung einer Applikationssuite um 80 Prozent zu senken.

  2. Auch „Sunk costs” sind keine gegebene Tatsache. Indem Versicherer ihre vorhandene Infrastruktur durch Migration in der Cloud erneuern, können sie unnötigen Investitionsaufwand verhindern, außerplanmäßige Abschreibungen minimieren und planmäßige Abschreibungen völlig vermeiden.

  3. Neue, cloudbasierte Wettbewerber profitieren extrem stark von dieser unterstützenden Technologie. 82 Prozent der Entscheider bei Versicherern bestätigen, dass die neuen Wettbewerber das Geschäft gehörig aufmischen. Die Cloud ermöglicht Analytics eine Schlagkraft, die herkömmliche One-size-fits-all-Versicherungsmodelle bereits in den Schatten stellt.

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EMPFEHLUNGEN

Um die möglichen Vorteile der Cloud zu nutzen, sollten Versicherer drei Schritte gehen:

  • Zunächst einmal sollte die Migration in die Cloud priorisiert und optimiert werden. Dabei sind wichtige Entscheidungsfaktoren wie die Cloud-Fähigkeit der Anwendungen und die Anforderungen digitaler Versicherungsdaten zu berücksichtigen.

  • Sie sollten den erzielten Nutzen im Zeitverlauf nachverfolgen – vor allem so wichtige Kenngrößen wie die Reaktionszeit auf Versicherungsansprüche oder eingesparte Personalstunden. Diese Analyse macht nicht nur die erreichten Ergebnisse sichtbar, sondern ermöglicht im Zeitverlauf auch die erfolgreiche weitere Verlagerung von Prozessen in die Cloud.

  • Über die Kosteneinsparungen hinaus müssen sie den Zugewinn an Agilität beziffern, einschließlich zusätzlicher Erträge durch die schnellere Einführung cloudbasierter Lösungen – etwa digitale, nutzungsbasierte Policen-Merkmale.

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