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PRESSE


Online-Handel: Auch ein Boom hat Grenzen

Pressemitteilung

Kontakt

Jens R. Derksen

Accenture

Dienstleistungen GmbH

(06173) 94 61393

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Accenture-Umfrage:

  • Handelsunternehmen wollen ihren Online-Handel auf andere europäische Länder ausweiten

  • Probleme dabei bereiten unterschiedliches Widerrufs-Recht, Rücksendungen und Aufbau von Markenbekanntheit

Kronberg i. Ts., 17.01.2012 – Beim E-Commerce verzeichnen Händler seit Jahren enormes Wachstum. Wollen sie jedoch in andere Länder expandieren, stoßen sie an ganz reale Grenzen. Das zeigt eine Umfrage des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture unter 146 Handelsunternehmen in Europa für die Händlervereinigung European Retail Round Table (ERRT).

Um bis zu 25 Prozent könne ihr Online-Geschäft durch Expansion ins europäische Ausland wachsen, schätzt jedes vierte befragte Unternehmen (25%). Für 76 Prozent der Händler hat mittlere bis hohe Priorität, den E-Commerce auf andere europäische Länder auszuweiten.

Kein Wunder, denn E-Commerce ist ein starker Faktor für Wachstum in der Branche. Laut Europäischer Kommission kaufen 40 Prozent der EU-Bürger auch online ein. Wer sowohl im Netz als auch im Geschäft shoppt (sogenannte Multichannel-Käufer), lässt insgesamt mehr Geld beim Händler. Das bestätigen drei von vier der befragten Unternehmen.

„Die meisten Handelsunternehmen haben sich bislang darauf konzentriert, Anteile am Online- und Multichannel-Geschäft im Heimatmarkt aufzubauen und zu verteidigen. Jetzt bringt sich die Branche langsam in Stellung, auch online Schlagbäume zu überspringen“, sagt Janet Hoffman, Leiterin des Bereichs Handel bei Accenture weltweit.

Zwar umspannt das Internet fast den gesamten Planeten. Barrieren für den europäischen Online-Handel gibt es dennoch. Herausforderungen bei der Expansion sind laut der befragten Händler

  • unterschiedliches Rückgaberecht von Land zu Land (47%);

  • eine effiziente Abwicklung der Logistik bei Rückgaben (44%);

  • Aufbau von Bekanntheit für Angebot und Marke im Ausland (42%);

  • verschiedene Anforderungen an Verpackung und Kennzeichnung (38%);

  • unterschiedliche Mehrwertsteuersätze (34%).

„Händler, die den Erfolg im grenzübergreifenden Online- und Multichannel-Handel suchen, müssen sich in Sachen Flexibilität und Beweglichkeit ein Stück weit an den reinen Online-Händlern orientierten“, sagt Janet Hoffman.

„Smartphones und soziale Netzwerke digitalisieren die Welt der Verbraucher. Wir beobachten, dass Händler in Technologie investieren, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten und sich auf weitere Entwicklungen vorzubereiten. Gerade im grenzübergreifenden Online-Geschäft hilft richtige Technologie, operative und regulatorische Probleme zu bewältigen“, sagt Juan Manuel Rebollo, Leiter des Bereichs Handel bei Accenture in Europa, Lateinamerika und Afrika.

Über die Untersuchung

Befragt wurden 146 Handelsunternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz in den EU-Ländern Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien. In die Untersuchung „European Cross-border E-commerce: The Challenge of Achieving Profitable Growth” sind außerdem die Ergebnisse von Interviews mit Vertretern der ERRT-Mitglieder eingeflossen.

Über ERRT

In der Vereinigung European Retail Round Table (ERRT) repräsentieren die Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer der 14 größten Handelsunternehmen in der EU (Asda-Walmart, C&A, Carrefour, Delhaize, El Corte Ingles, H&M, IKEA, Inditex, Marks & Spencer, Mercadona, Metro Group, Royal Ahold, Tesco) ihre Unternehmen und Branchen. Die Unternehmen kommen zusammen auf mehr als 420 Milliarden Euro Jahresumsatz, 2,4 Millionen Beschäftigte und 44.000 Ladengeschäfte. www.errt.org.