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PRESSE


Karriere nach Plan: Hochschulabsolventen entscheiden mit dem Kopf und nicht dem Bauch

Umfrage von Accenture Strategy: 82 Prozent der Hochschulabsolventen in Deutschland wählen ihre Studienfächer vor allem nach den Jobperspektiven aus

Kronberg, 17. Oktober 2016 – Hochschulabsolventen in Deutschland wählen ihre Studienfächer vor allem nach den Jobperspektiven aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Beratungsunternehmens Accenture Strategy. Die überwiegende Mehrheit des aktuellen Jahrgangs (82 Prozent) hat sich demnach vor allem daran orientiert. Weniger als die Hälfte (49 Prozent) haben ihren Studiengang aus Leidenschaft für das Fach gewählt. Beim Eintritt in das Berufsleben zahlt sich diese Strategie aus. So erklärten 93 Prozent der befragten Absolventen aus den Jahren 2014 und 2015, dass sie eine Anstellung in ihrem Fachgebiet gefunden haben.

Für die 2016 German University Graduate Employment Study hat Accenture Strategy 1.000 Studenten befragt, die in diesem Jahr ihren Abschluss machen, sowie 1.000 Absolventen, die 2015 beziehungsweise 2014 ihr Studium abgeschlossen haben und mittlerweile im Berufsleben angekommen sind. Die Fächerwahl zeigt, wie pragmatisch das Studium angegangen wird. Die sogenannten MINT-Fächer liegen in der Gunst der Studenten mittlerweile vor Betriebswirtschaft, Jura und Medizin. Für einen mathematischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Studiengang haben sich 27 Prozent der Absolventen des Jahrgangs 2016 entschieden. Von diesen wurden 76 Prozent vor Studienbeginn unter anderem mit Verweis auf gute Karrierechancen und höhere Gehälter ermutigt, ein MINT-Fach zu wählen.

Erwatungen vs Realität

Für das Berufsleben fühlen sich die Hochschüler gut gerüstet. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) aller Befragten gaben an, dass ihr Studium sie gut oder sehr gut auf das vorbereitet, was sie nach der Universität erwartet. Zudem erleichtern Praktika oder eine Ausbildung die Jobsuche. Aus den Jahrgängen 2014 und 2015 erklärten 78 Prozent, dass ihnen die gesammelte praktische Erfahrung geholfen hat, ein Jobangebot zu bekommen. Vier von zehn (39 Prozent) berichten allerdings auch von Schwierigkeiten, nach dem Studium einen Job zu finden und fast jeder Fünfte (17 Prozent) arbeitet zunächst freiberuflich oder hat weitere Praktika angeschlossen. Dabei zeigen die meisten große Flexibilität. Für ein attraktives Angebot sind mehr als die Hälfte (56 Prozent) in einen anderen Ort gezogen und 40 Prozent haben ein niedrigeres Gehalt oder Kompromisse bei den Sozialleistungen akzeptiert.

„Auf den ersten Blick sind das für Arbeitgeber gute Nachrichten“, sagt Tim Good, Geschäftsführer des Bereichs Talent & Organization bei Accenture Strategy. „Es kommen junge, gut ausgebildete Menschen auf den Arbeitsmarkt, die bereit sind, sich auch länger an einen Arbeitgeber zu binden. Der Trick ist, diese nicht nur für das eigene Unternehmen zu gewinnen, sondern sie auch tatsächlich zu halten. Das gelingt nur, wenn junge Talente gemäß ihren Fähigkeiten eingesetzt und ihnen Freiheiten gelassen werden. Sonst sind sie schnell wieder weg.“

Ihre ersten Arbeitgeber erhalten von den Absolventen, die den Einstieg ins Berufsleben geschafft haben, durchschnittliche Noten. Die Erwartungen sowohl an das Gehalt als auch an Trainingsmaßnahmen werden erfüllt. Aber 59 Prozent fühlen sich unterfordert, da sie Aufgaben erledigen müssen, für die nach ihrem Empfinden kein Studium nötig gewesen wäre. Aus dem aktuellen Abschlussjahrgang würden sogar zwei Drittel (65 Prozent) mehr Spaß bei der Arbeit und eine positive Arbeitsatmosphäre einem höheren Gehalt vorziehen.

„Entscheidend ist, dass die Unternehmen mehr bieten als nur einen Job“, sagt Rouven Fuchs, Geschäftsführer im Bereich Talent & Organization bei Accenture Strategy. „Junge Absolventen sind engagierter und bleiben länger, wenn sie ihre erworbenen Kenntnisse und individuellen Fähigkeiten einbringen können und das in einem kollegialen Umfeld auch geschätzt wird. Außerdem wollen sie das Gefühl haben, einen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten. Und schließlich möchten sie persönliche Bedürfnisse und Interessen verfolgen können. Das können spezielle Trainings zur Weiterqualifizierung sein oder der Freiraum, sich sozial zu engagieren. Nur so gelingt es Unternehmen, junge Talente auch emotional zu binden.“

Tim Good

Über Accenture
Accenture ist ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen, das ein breites Portfolio von Services und Lösungen in den Bereichen Strategie, Consulting, Digital, Technologie und Operations anbietet. Mit umfassender Erfahrung und spezialisierten Fähigkeiten über mehr als 40 Branchen und alle Unternehmensfunktionen hinweg – gestützt auf das weltweit größte Delivery-Netzwerk – arbeitet Accenture an der Schnittstelle von Business und Technologie, um Kunden dabei zu unterstützen, ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern und nachhaltigen Wert für ihre Stakeholder zu schaffen. Mit rund 384.000 Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind, treibt Accenture Innovationen voran, um die Art und Weise, wie die Welt lebt und arbeitet, zu verbessern. Besuchen Sie uns unter www.accenture.de.

Über Accenture Strategy
Accenture Strategy agiert an der Schnittstelle von Business und Technologie. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, industriespezifische Strategielösungen zur Umsetzung unternehmensweiter Transformationsprozesse zu entwickeln und realisieren. Dabei bringen wir ausgeprägte Fähigkeiten aus den Bereichen Business-, Technologie-, operative Geschäfts- und Funktionsstrategie zusammen. Durch unseren Fokus auf den digitalen Wandel, Wettbewerbsfähigkeit, globale Betriebsmodelle, Personalentwicklung und Unternehmensführung helfen wir dabei, sowohl Effizienz als auch Wachstum zu adressieren. Folgen Sie uns für weitere Informationen @AccentureStrat oder besuchen Sie uns unter www.accenture.com/strategy.

Kontakt:
Dr. Thomas Wittek
Accenture
Tel.: +49 6173 9463105
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17. Oktober 2016