Herausforderung

Seit 40 Jahren unterstützt der WEISSE RING in Österreich Opfer von Straftaten. Doch gesellschaftlicher und technologischer Wandel werfen viele Fragen auf: Wie sieht die Kriminalität der Zukunft aus, wie müsste die Öffentlichkeit darüber informiert, mit welchen Angeboten den Betroffenen geholfen werden? Und welche Wege muss die gemeinnützige Organisation beschreiten, um Geld für ihre unverzichtbare Arbeit zu sammeln, wenn schon heute die Spendenbereitschaft sinkt? Die Beantwortung dieser Fragen erfordert einen Blick weit in die Zukunft unter Berücksichtigung technischer wie gesellschaftlicher Entwicklungen. Daher organisierte Accenture im Rahmen seiner Corporate-Citizenship-Aktivitäten für den WEISSEN RING den Workshop „Spenden 2060“. In dem Pro-Bono-Projekt ging es darum, Herausforderungen zu erkennen sowie Lösungen zu erarbeiten, die sich um das Spendensammeln drehen. Dabei tauchten die Teilnehmer tiefer in moderne Kreativ-Methoden wie etwa Design Thinking oder Gamification ein.

„Viele Leistungen, die der WEISSE RING anbietet, wären ohne Spenden, Verlassenschaften, Sponsoring und Mitgliedsbeiträge nicht finanzierbar. Deshalb ist es uns ein zentrales Anliegen, hier neue, gangbare Wege zu finden und zu beschreiten.“

— Udo Jesionek, Präsident WEISSER RING

Strategie & Lösungsweg

Neue Ideen durch Design Thinking und Gamification

Zum 40-jährigen Bestehen des WEISSEN RINGS organisierte Accenture Österreich für die Opferhilfe-Organisation das Pro-Bono-Projekt „Spenden 2060“. In dem Workshop wurden Gründe für die geringere Spendenbereitschaft der Menschen gesucht – und neben langfristigen auch schnell wirksame Lösungen, um diesem Trend entgegenzuwirken. Die Ergebnisse sollen dem WEISSEN RING helfen, erfolgreicher um Spenden zu werben.

Pro-Bono-Projekt stärkt den WEISSEN RING

Corporate Citizenship gehört zur Unternehmens-DNA von Accenture. Unterstützt werden insbesondere Bildungsprojekte. Und der WEISSE RING bekam Hilfe bei der Frage, wie er künftig Spenden sammeln sollte.

Mit neuen Methoden in die Zukunft blicken

Wer Probleme erkennen und Lösungen finden will, muss fantasievoll und zugleich zielgerichtet nach vorne denken. Die Workshop-Teilnehmer lernten dazu Methoden wie Design Thinking und Gamification kennen.

Spendenbereitschaft richtig stimulieren

Innovative Spendenwege wurden konsequent mit Blick auf die Vorlieben der jungen Generation durchgespielt. Künftig könnte der WEISSE RING auch auf Onlinespenden via App oder in Form von Bitcoins setzen.

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Pro-Bono-Projekt stärkt WEISSEN RING

Accenture begleitet in Österreich viele soziale Projekte. Corporate Citizenship ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Vor allem beim Thema Bildung werden Initiativen unterstützt: Im „Lernhaus“ erhalten Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen Nachhilfe. Die Non-Profit-Organisation „Ashoka“ folgt dem Social Business-Ansatz zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. „Teach For Austria“ eröffnet mehr Schülern den Zugang zu Bildung. Das „DaVinciLab“ vermittelt den Jüngsten auf spielerische Weise digitale Skills. Und „Junior Achievement“ ist ein Young-Enterprise-Programm, in dem Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren aus unterschiedlichen Schultypen reale Unternehmen gründen und führen.

Engagement über den Bildungsbereich hinaus. In Pro-Bono-Projekten steht Accenture auch gemeinnützigen Organisationen zur Seite. Ein Beispiel ist der WEISSE RING: Zum 40-jährigen Bestehen des österreichischen Vereins, der Opfern von Straftaten hilft, wurde ein Workshop zum Thema „Spenden 2060“ ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand nicht nur die Frage, wie Angriffe in 40 Jahren aussehen könnten und wie der WEISSE RING darüber oder über eigene Hilfsangebote die Öffentlichkeit aufklären sollte, sondern auch die Überlegung, wie dann um Spenden zu werben wäre. Ohne finanzielle Unterstützung durch Sponsoren sind viele Hilfsangebote nämlich nicht machbar.

„Corporate Citizenship ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Wir leisten unseren Beitrag zur Verbesserung von Lebensbedingungen, indem wir mitgestalten und unterstützen.“

— Michael Zettel, Country Managing Director – Accenture Österreich

Umsetzung

Lernen und Spielen im Workshop

Beim Bearbeiten des Themas „Spenden 2060“ nutzen die Workshop-Teilnehmer unter anderem Methoden wie Design Thinking und Gamification, um ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Die Experten von Accenture achteten darauf, dass in lockerer Atmosphäre „Out of the box“ diskutiert wurde, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Mit neuen Methoden in die Zukunft blicken

Einen Blick über den Tellerrand wagen. Mögliche Herausforderungen und passende Lösungen erkennt am besten, wer ebenso fantasievoll wie zielgerichtet nach vorne denkt. Dabei helfen Methoden wie Design Thinking und Gamification, die die Workshop-Teilnehmer kennenlernen konnten. Gut 20 Mitglieder und Förderer des WEISSEN RINGS teilten sich in kleine Gruppen auf, um neue Inhalte zu entdecken, neue Erfahrungen zu machen und sich kreativ über ihre Vorstellungen der Zukunft auszutauschen.

Moderner Weg zur Lösungssuche. Wer ein Szenario entwerfen will, braucht Fantasie. Wer auf dieser Basis ein konkretes Angebot entwickeln will, muss berücksichtigen, wie die Zielgruppe tickt. Dabei hilft es, seinem Spieltrieb freien Lauf zu lassen und mögliche Reaktionen zu simulieren. In Arbeitsgruppen wurden vermutete Argumente für das Nichtspenden der Menschen sowie neue Wege zur Steigerung der Spendenbereitschaft diskutiert, die zukunftsorientiert sind, aber schon jetzt realisierbar. Dann spielten die Teilnehmer unter Anleitung des Accenture-Teams denkbare Reaktionen der skeptischen Zielgruppe auf neue Spendenaufrufe durch. So fanden sich viele Ideen, um den Gründen für das Nichtspenden den Boden zu entziehen – sei es durch eine andere Art der Ansprache oder die Nutzung neuer technischer Möglichkeiten.

„Die Teilnehmer haben im Workshop auch moderne Methoden wie Design Thinking und Gamification kennengelernt. So können sie Probleme künftig noch kreativer und mit einem Blick über den Tellerrand lösen.“

— Sargon Korkis, Accenture Österreich Interactive Lead

Der Fantasie freien Lauf lassen

Die Workshop-Teilnehmer setzten sich mit der Frage auseinander, wie der WEISSE RING unterstützt werden könnte – nicht nur in finanzieller Form, sondern auch durch ehrenamtliche Tätigkeit oder Aktivitäten in einer Community. Außerdem diskutierten sie, mit welchen Angeboten der WEISSE RING künftig Opfern von Straftaten helfen sollte.

Spendenbereitschaft richtig stimulieren

Einen Blick weit nach vorne wagen. „Prognosen sind äußerst schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“ – dieses Sprichwort war auch den Teilnehmern des Workshops geläufig. Trotzdem spekulierten sie auf Basis aktueller Studien und Trends, welchen Arten von Übergriffen die Menschen künftig ausgesetzt sein könnten. Als Ergebnis ergaben sich stark zunehmende Bedrohungen in diversen Bereichen: 30 Prozent mehr körperliche Gewalt; 80 Prozent mehr Cyber Crime wie etwa Mobbing, Diebstahl und Stalking; 100 Prozent mehr Crime 4.0, beispielsweise in Form von Verbrechen durch Künstliche Intelligenz und Cyborgs. Zu diesen Themen muss der WEISSE RING künftig mehr informieren und konkrete Hilfsangebote machen.

Neue Formen des Spendensammelns. Junge Leute scheinen generell weniger spendenbereit zu sein als die ältere Generation und nutzen statt klassischer Medien vor allem das Internet für Informationssuche und Engagement. Indem innovative Spendenwege konsequent mit Blick auf die Vorlieben der jungen Generation durchgespielt wurden, lieferte der Workshop wertvolle Ansätze, wie der WEISSE RING künftig erfolgreich um finanzielle Unterstützung werben kann. Als bestes Konzept prämierte eine eigens für den Workshop berufene Jury ein Konzept, das mehr Sicherheit auf Basis von mehr Miteinander in einer Welt der Gegensätze ins Zentrum der Überlegungen stellte. Auch ein Ausflug mittels „Game App“ in eine virtuelle Welt fand viel Beifall. Diskutiert wurden auch die Idee, das Spenden in Form von Bitcoins zu ermöglichen sowie die Option einer Onlinespende über eine an Paypal angelehnte App.

„Wir haben beim Workshop gemeinsam in die Zukunft geblickt und eine Geschichte entwickelt, welche Bedrohungen es künftig geben könnte, wie darauf zu reagieren ist und auf welche Weise dafür Spenden gesammelt werden sollten.“

— Jasmin Karatas, Digital Business Integration Manager – Accenture

Neue Arten des Verbrechens

Die Workshop-Teilnehmer entwarfen ein Szenario, wie sich die Kriminalität bis zum Jahr 2060 verändern könnte. Crime 4.0, beispielsweise in Form von Verbrechen durch Künstliche Intelligenz und Cyborgs, auch mehr Cyber Crime wie etwa Mobbing, Diebstahl und Stalking via Internet erfordert völlig neue Informations- und Hilfsangebote.

WEISSER RING ist für Zukunft gerüstet

Gute Ideen für Kampagnen und Community.
Dem WEISSEN RING lieferte der von Accenture organisierte Workshop viele Anregungen für die inhaltliche, technische und organisatorische Optimierung seiner Arbeit am Themenbereich Spenden und Fundraising. Social-Media-Kampagnen mit einer positiven Botschaft etwa könnten die Spendenbereitschaft steigern, indem statt „Angst und Opfer“ künftig „Prävention und Sicherheit“ thematisiert wird. Mit der Game-App „Held des Tages“ könnten Unterstützer spielerisch kleine Hilfsaktionen starten, Punkte sammeln sowie Geld spenden – und zugleich Mitglied einer wachsenden WEISSER-RING-Community werden. Außerdem sollte eine Brücke zwischen digitaler und analoger Welt geschlagen werden, etwa durch neue Wege in der Freiwilligenarbeit sowie Events oder Infoveranstaltungen.

„Alle Ideen, die im von Accenture gestalteten Design Thinking-Workshop erarbeitet wurden, sind wertvolle Denkanstöße für die Weiterentwicklung der Mittelaufbringung des WEISSEN RINGS.“

— Natascha Smertnig, Geschäftsführerin WEISSER RING

„Spenden 2060“ in Zahlen

Der von Accenture organisierte Workshop hat dem WEISSEN RING den Blick in die Zukunft ermöglicht. Die gemeinsam entwickelten Lösungen können dabei helfen, mehr Spender zu gewinnen und eine neue Zielgruppe anzusprechen. So hätte die gemeinnützige Organisation auch künftig ausreichend Mittel, um Opfer von Straftaten zu unterstützen.

„Wir danken Accenture, die dem WEISSEN RING mit diesem Workshop ein großartiges Geburtstagsgeschenk gemacht haben.“

— Heinz Gehl, Mitglied des Vorstands des WEISSEN RINGS

80

Prozent mehr Cyber Crime wie etwa Mobbing, Diebstahl oder Stalking sind für 2060 zu erwarten

20

Teilnehmer haben im Workshop „Spenden 2060“ an der Zukunft des WEISSEN RINGS gearbeitet

1

Projekt wurde von der Jury ausgezeichnet, mehrere wären mit ein wenig Feinschliff realisierbar

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