Vom Individual Contributor zum People Leader

Maxim Lewinz, Senior Manager im Strategy Life Sciences Team, berichtet von seinem akademischen Exkurs nach Havard. Wie sein Weg dorthin und seine Erfahrungen vor Ort aussahen, erfährst du in diesem Interview.

Stelle dich doch gerne einmal kurz vor. Aus welchen Bereich kommst du?

Ich habe im Bachelor Wirtschaftsinformatik in der Nähe von Wiesbaden studiert. Mein erster damaliger Arbeitgeber war eine auf Pharma spezialisierte Fachberatung. Von damaligen Kund:innen bin ich für ein japanisches Pharma Unternehmen rekrutiert worden und habe dort Commercial Operations auf EMEA-level mitgestaltet. Auch wenn ich aus der Zeit in der Industrie viele Erfahrungen und Kontakte mitnehmen konnte, wurde mir schnell bewusst, dass die Dynamik, der Impact und das Vordenkertum aus der Beratung für mich unersetzlich sind.

Zu Accenture kam ich durch Jan Ising, der mich für das Strategy Life Sciences Team einstellte. Ursprünglich bin ich als Consultant eingestiegen und wurde nach etwas über einem Jahr zum Manager befördert. In meiner bisherigen Zeit habe ich im Pharma- und MedTech-Bereich gearbeitet und Themen wie Digitalstrategie, Restrukturierungen und Innovationsmanagement mit meinen Kund:innen vorangetrieben. Nach meinem MBA bin ich als Senior Manager in das Life Sciences Team zurückgekehrt.

Weshalb hast du dich für den akademischen Exkurs entschieden und wie kam es dazu?

Auf dem Weg vom Individual Contributor zum People Leader—sowohl intern als auch in der Arbeit—hatte ich hohe Ansprüche an mich selbst. Dazu braucht es Empathie, Executive Presence und eine gute Handhabe der Top Strategie Management Lehre. Auch wenn ich davon viel im Job mitnehmen konnte, bietet das Harvard Curriculum hier neue Perspektiven und Einsichten, die in den durchgetakteten Arbeitsalltag nicht immer hereingepasst hätten.

Erzähle gerne etwas von deiner Zeit in Harvard.

Meine bereits hohen Erwartungen wurden nochmal übertroffen. Besonders geprägt haben mich drei Dinge: die Lehre, das Netzwerk und die Stadt Boston.

Akademisch ist der MBA nicht mit meinen bisherigen Erfahrungen zu vergleichen. In jeder Vorlesung wurde eine Case Study besprochen, wobei am Ende meist Entscheider des entsprechenden Unternehmens zu Besuch waren, um ihre Perspektive auf die Case Study zu geben. So habe ich Strategie vom Vodafone CEO, Investments vom Blackstone CEO und Kreativität vom Disney Kreativdirektor gelernt.

Mindestens genauso viel habe ich von meinen Kommilitonen gelernt. Neben vielen traditionellen Hintergründen, hatten wir auch Influencer:innen, soziale Entrepreneur:innen aus Südamerika, Tech-Gründer:innen aus Israel und Rising Stars der Wall Street im Klassenraum. Aus der Klasse ist—und das ist von Harvard auch genau so gewollt—eine verschworene Gemeinschaft geworden, in der jeder auf jeden zählen kann.

Auch außerhalb des Klassenraumes habe ich spannende Kontakte knüpfen können. Boston als Life Science Knotenpunkt der USA bot auch außerhalb des Klassenraums viele Möglichkeiten, Kontakte und Erfahrungen zu sammeln. So habe ich einem Biotech Unternehmer bei der Strategieausarbeitung unterstützt und für ein Bostoner Krankenhaus eine Patientenapp ausgerollt.

Wie sah die Unterstützung/Kooperation Accenture-seitig aus, deinen MBA in Harvard zu absolvieren?

Wie Accenture mich hier unterstützt hat, war einfach sensationell. Zum einen finanziell in Form eines Teilstipendiums über das Global Scholars Programm, zum anderen bekam ich aber auch im Bewerbungsprozess unglaublich viel Unterstützung. Ich bin nun sehr glücklich, wieder bei Accenture zurück zu sein.

Wem würdest du eine solch akademische Weiterbildung empfehlen?

Prinzipiell kann ich es jeder/m empfehlen, der/die schnell viel über Top Level Management lernen möchte, sein/ihr Netzwerk erweitern will und bereit ist, dafür eine gewisse Zeit aus dem Arbeitsalltag herauszugehen. Für mich war es ein riesiger „Eyeopener“ und eine Lebenserfahrung, die mich sehr geprägt hat.

Nichtsdestotrotz steht dahinter auch ein Investment—gerade als Kind von Einwanderern, die praktisch mittellos nach Deutschland gekommen sind, bin ich mir dessen bewusst, dass es ein absolutes Privileg ist, 2 Jahre auf Arbeitslohn verzichten zu können und sich dazu US Studien- und Lebenskosten zu leisten. Neben den finanziellen Kosten konnte ich meine Familie, Freundin und Freunde in der Zeit in Boston kaum sehen, gerade nach Ausbruch der Pandemie.

Letztenendes ist es auch eine Typfrage: Man muss bereit sein, sich auf den Prozess einzulassen, festgefahrene Meinungen loszulassen und voll in die Blase des Uni-Lebens einzutauchen. Wenn man das tut, wird man am Ende, so wie ich, überrascht sein, wie sehr man sich in 2 Jahren entwickeln kann.

Bleibe in Kontakt

Join our team

Werde Teil unseres Teams

Suche nach offenen Positionen, die deinen Fähigkeiten und Interessen entsprechen. Wir suchen leidenschaftliche, neugierige, kreative und lösungsorientierte Teamplayer.

Stay connected

In Verbindung bleiben

Erhalte regelmäßig passende Stellenangebote, die aktuellsten News & Tipps und erfahre, welche spannenden Aufgaben und vielfältigen Karrieremöglichkeiten wir dir bieten können.

Alle anzeigen