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June 25, 2018
Die Spinne im Netz - Neue Muster der Systemintegration
von: Oliver Minor

Die Ansprüche der Fachbereiche an die Flexibilität und die Geschwindigkeit der Implementierung und vor allem Integration „digitaler“ Anwendungen steigen ständig.

Die oft über lange Zeit gewachsenen heutigen IT-Landschaften sind zu einem hohen Maße tief vernetzt und haben damit große Abhängigkeiten untereinander. Prozessoptimierte Systeme wie SAP sind auf die steigenden Anforderungen, Daten flexibel bereitzustellen, meist nur ungenügend vorbereitet. Jede Änderung in den Datenstrukturen erfordert einen hohen Kommunikationsaufwand und Anpassungen in vielen der beteiligten Systeme.

Ein Ausweg: Um den Ansprüchen gerecht zu werden, wird – auf den ersten Blick paradoxerweise - in modernen IT Architekturen häufig von Entkopplung der Systemlandschaften gesprochen. Entkoppelte Systeme bieten den Vorteil, Abhängigkeiten untereinander besser und einfacher beherrschen zu können.

Denn, der durch Online-Angebote und Mobile Apps geforderte Echtzeit-Zugriff gestaltet sich heute oft komplex und zu langsam. Dazu kommen immer neue Daten-Lieferanten und Daten-Konsumenten mit unterschiedlichsten Strukturen und Anforderungen. Das Konzept der Punkt-zu-Punkt Vernetzung bricht dadurch zusammen. Ein anderer Ansatz, Daten aus verschieden Quellen vorab zu synchronisieren, scheitert meist am komplexen Problem der Synchronisierung. Auch wenn Datensätze nur wenige Minuten nicht synchron sind, kann das zu erheblichen Problemen bei heutigen Zugriffsraten auf z.B. Online-Shopping Angebote führen.

Zwar gab es auch schon in der Vergangenheit Ansätze, diese immer größeren werdenden Probleme zu lösen. Diese Ansätze waren jedoch oft selbst komplex und schwer zu managen. Eine Übersicht der Integrationsansätze über die Jahrzehnte hinweg zeigt Abbildung 1.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken

Abbildung 1: Evolution der Integrationsmuster (Quelle: Accenture Research)

Abbildung 1: Evolution der Integrationsmuster (Quelle: Accenture Research)

Abhilfe bieten hier sogenannte API (Application Programming Interface) Gateways. Diese erfüllen neben einem konsolidierten Datenzugriff ebenfalls Funktionen wie Sicherheit und Skalierung.

Beim Einsatz von API Gateways erfolgt der Zugriff nicht mehr direkt auf das Endsystem (Backend), sondern über eine Zwischenschicht. Man kann diese als eine Art Broker / Mittelsmann mit umfangreichen Aufgaben betrachten. Sie entkoppeln den Anwender von den datenführenden Systemen. Durch „einfache“ Datenprotokolle können mit wenig Aufwand Daten zusammengeführt und verfügbar gemacht werden.

An einem Beispiel: In einem Kundenportal soll dem Kunden der Status einer kürzlich gestellten Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Das heißt, es werden die Statusdaten aus einem CRM -System und beispielsweise einem SAP System benötigt.

Diese erfolgt nun über bereitgestellte Services (!) der zugrundeliegenden Systeme, die die Daten externalisieren und es so ermöglichen, dass sie durch andere Anwendungen konsumiert werden können. Die Services werden quasi "veröffentlicht". Diese veröffentlichten APIs werden in API Gateways verwaltet.

In unserem Beispiel können die beiden Services "Status einer Anfrage" mit den "Vertragsdaten" kombiniert werden und durch ein Web-Frontend, eine Mobile App oder andere Systeme aufbereitet werden und dem User die Informationen auf einen Blick zur Verfügung stellen. Das heißt auch, man hat nur eine „Schnittstelle“, die durch viele verschiedene Anwendungen wiederverwendet wird.

Moderne API Gateways werden heute als Cloud SaaS Lösungen bereitgestellt und bieten starke Werkzeuge wie das graphische Mapping von Datenstrukturen oder das kontinuierliche Validieren der Schnittstellen zu den angeschlossenen Systemen.

Abbildung 2: Schematische Darstellung mit API Integration (Quelle: Accenture Research)

Abbildung 2: Schematische Darstellung mit API
Integration (Quelle: Accenture Research)

Diese erfolgt nun über bereitgestellte Services (!) der zugrundeliegenden Systeme, die die Daten externalisieren und es so ermöglichen, dass sie durch andere Anwendungen konsumiert werden können. Die Services werden quasi "veröffentlicht". Diese veröffentlichten APIs werden in API Gateways verwaltet.

Abbildung 2: Schematische Darstellung mit API Integration (Quelle: Accenture Research)

Abbildung 2: Schematische Darstellung mit API
Integration (Quelle: Accenture Research)

In unserem Beispiel können die beiden Services "Status einer Anfrage" mit den "Vertragsdaten" kombiniert werden und durch ein Web-Frontend, eine Mobile App oder andere Systeme aufbereitet werden und dem User die Informationen auf einen Blick zur Verfügung stellen. Das heißt auch, man hat nur eine „Schnittstelle“, die durch viele verschiedene Anwendungen wiederverwendet wird.

Moderne API Gateways werden heute als Cloud SaaS Lösungen bereitgestellt und bieten starke Werkzeuge wie das graphische Mapping von Datenstrukturen oder das kontinuierliche Validieren der Schnittstellen zu den angeschlossenen Systemen.

Aber, hierbei geht es um mehr als Technologie – die Weiterentwicklung und Zusammenarbeit in der Organisation, in Projekten und Linie ist hiervon betroffen, um die neuen Fähigkeiten auch tatsächlich effektiv zu nutzen. Nur mit entsprechendem Management können sich die Vorteile rund um Wiederverwendung und leichterer Datenverfügbarkeit entfalten.

Befreien Sie Ihre Daten und machen Sie diese nutzbar für Ihre Kunden. Flexibilisieren Sie Ihre IT Landschaft mit der Hilfe von APIs.

Wir stehen Ihnen für Diskussionen gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an.

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