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PRESSE


Frauen fühlen sich den Anforderungen der digitalen Arbeitswelt gewachsen

Pressemitteilung

Zürich, 9. März 2015 – Die Digitalisierung nimmt zunehmend Einfluss auf die Arbeitswelt, erforderliche Fähigkeiten wandeln sich. So ist Multitasking aus dem vernetzten Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken: 96 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz bringen einen Teil ihres Arbeitstages mit dem gleichzeitigen Erledigen mehrerer Aufgaben zu. Obwohl sich mit 97 Prozent fast alle Befragten als gute Zuhörer bezeichnen, gaben fast Zweidrittel (62 Prozent) an, dass Zuhören immer schwieriger wird. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture, für die weltweit 3600 Frauen und Männer in 30 Ländern befragt wurden, darunter die Schweiz. Frauen stehen diesen veränderten Anforderungen selbstsicher gegenüber und sind in puncto Karriere im digitalen Zeitalter weiter auf dem Vormarsch. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) sagt, dass die Unternehmen mehr tun, um Frauen auf Führungsrollen vorzubereiten.

Unter dem Motto #ListenLearnLead hat Accenture Berufstätige zu den Anforderungen des digitalen Zeitalters befragt. Die hypervernetzte Arbeitswelt stellt neben zahlreichen Chancen auch Herausforderungen dar. Rund zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten in Deutschland, Österreich und der Schweiz empfinden es zwar als positiv, durch Multitasking mehr Aufgaben erledigen zu können, wobei Frauen mehr zu Multitasking neigen als Männer, insbesondere die der Generation Y (68 Prozent), also die um die Jahrtausendwende Geborenen. Für fast die Hälfte aller Befragten (45 Prozent) geht das parallele Bearbeiten mehrerer Aufgaben allerdings zu Lasten der Arbeitsqualität. Rund jede zweite Frau (57 Prozent) sieht ihre Arbeit durch unerwartete Ablenkungen negativ beeinflusst, bei den männlichen Befragten hingegen glaubt lediglich ein Drittel (34 Prozent), dass beispielsweise ausserplanmässige Meetings die eigene Leistung beeinträchtigen. Zunehmendes Multitasking hingegen wirke sich negativ auf das Zuhören aus – fast zwei Drittel (62 Prozent) empfinden das in der digitalen Arbeitswelt als zunehmend schwieriger.

„Die Digitalisierung verändert alles, und viele Arbeitnehmer sehen in der Vernetzung grosse Vorteile hinsichtlich Flexibilität und Erreichbarkeit. Gleichzeitig hindert die über verschiedene Kanäle hereinbrechende Informationsflut und ständige Unterbrechungen durch Telefonate, Email, Chats, usw. Führungskräfte daran, sich zu fokussieren und mitunter auch effektiv zu führen, weil die Zeit für die direkte Mitarbeiterkommunikation zu fehlen scheint“, sagt Susanne Hager, Senior Managerin und Leiterin der Women Initiative bei Accenture in der Schweiz. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind mehr als die Hälfte der Frauen (58 Prozent) und Männer (57 Prozent) der Meinung, dass neue Technologien und die mit ihnen einhergehende ständige Erreichbarkeit von Führungskräften die Führungsarbeit behindert.

„Frauen stehen den veränderten Anforderungen in der hypervernetzten Welt grundsätzlich positiv gegenüber. Sehr selbstbewusst sind auch die Frauen in der Schweiz: Fast alle halten sich für gute Zuhörerinnen und glauben damit, eines der wichtigsten Skills für die Karriere im digitalen Zeitalter mitzubringen“, erklärt Susanne Hager. Auch arbeitgeberseitig sei eine Entwicklung zu beobachten: Im befragten Sprachraum sind 56 Prozent der Meinung, dass die Unternehmen mehr dafür tun, Frauen auf Führungsrollen vorzubereiten. Als besonders wichtig werden Trainings angesehen, Mentoring verliert zunehmend an Bedeutung. Während den Frauen im Allgemeinen Soft Skills Trainings wichtiger sind (66 Prozent), setzten Männer vorwiegend auf Trainingsangebote im Bereich Technologie (64 Prozent), um in der digitalen Arbeitswelt erfolgreich sein zu können.

Insgesamt setzt sich der Positivtrend für Frauen fort: Weltweit glauben 71 Prozent aller Befragten, dass bis 2030 mehr Frauen in die in der digitalen Welt immer wichtiger werdende Position des Chief Technology Officer (CTO) kommen werden. Nur rund jeder Siebte (15 Prozent) rechnet hingegen mit einem Anstieg von über 20 Prozent. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Skepsis deutlich grösser: Nur 5 Prozent der Frauen und 12 Prozent der Männer halten diese Entwicklung für realistisch.

„Diese Zahl ist für uns als Arbeitgeber und Technologiekonzern alarmierend. Den Anforderungen der Digitalisierung gewachsen zu sein, ist schon jetzt ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und wird dramatisch an Bedeutung zunehmen“, sagt Susanne Hager. „Nur wer das Potenzial aller Mitarbeiter voll einzusetzen weiss, wird langfristig erfolgreich sein können. Wir sehen uns daher ganz klar in der Pflicht, insbesondere für Frauen die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, in der digitalen Berufswelt ihren Karriereweg zu gehen und noch bessere Führungskräfte zu werden.“ Für Accenture gehören spezielle Führungskräftetrainings, gezielte Networking-Angebote für Frauen und persönliches Mentoring/Coachings durch erfahrene Kolleginnen deshalb schon lange zur Unternehmensphilosophie, ebenso wie die klare Zielvereinbarung und Messung der Ergebnisse der Frauenförderung, beispielweise bei den Beurteilungs- und Beförderungsrunden.

Für Accenture als global agierendes Unternehmen ist auch die Vernetzung und das länderübergreifende Lernen wichtig. Zum Weltfrauentag hat das Unternehmen eine interaktive globale Plattform ins Leben gerufen, auf der nicht nur einige der mehr als 200 geplanten Accenture Veranstaltungen aus aller Welt live übertragen werden, sondern registrierte Nutzer auch die Möglichkeit haben, auf das Networking Center sowie auf wertvolle Hintergrundinformationen und Tipps zur Karriereförderung bei Accenture zuzugreifen.

Weiterhin hat die Studie Frauen und Männer zu einigen grundlegenden Aspekten der Arbeit, Arbeitsumgebung und Karriere befragt:

  • Lernen am Arbeitsplatz: Für 83 Prozent der Befragten sind unternehmensinterne Trainings eine sinnvolle Art der Weiterentwicklung. Für knapp zwei Drittel trägt die Teilnahme an Trainings zur Beförderung bei.

  • Zufriedenheit im Job: Sowohl bei Frauen als auch Männern steigt die Unzufriedenheit im Job – rund die Hälfte geht inzwischen weniger motiviert zur Arbeit als im Vorjahr. Hauptgrund sind fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Zudem wünscht sich vor allem die Generation Y eine bessere Work-Life-Balance.

  • Gehalt und Beförderung: Insbesondere Frauen trauen sich zunehmend häufiger, nach einer Beförderung und Gehaltserhöhung zu fragen. 65 Prozent von ihnen hat bereits aktiv nach einer Beförderung gefragt – im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese Zahl verdoppelt! Bei den Männern waren es 60 Prozent.

  • Hausfrau/Hausmann: Wenn die finanzielle Situation es zuliesse, würden fast zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten ihren Job aufgeben und sich dem Familienleben widmen – ein Anstieg zum Vorjahr von mehr als 30 Prozent! Und vielleicht auch eine Antwort auf die als gestiegen empfundenen Anforderungen der digitalen Arbeitswelt.

Über die Untersuchung

Für die Umfrage #ListenLearnLead hat Accenture weltweit in 30 Ländern 3600 berufstätige Frauen und Männer vom Einsteigerlevel bis zu Managementpositionen aus kleinen, mittelgrossen und grossen Unternehmen befragt, darunter insgesamt 200 aus Deutschland und jeweils 100 aus Österreich und der Schweiz. Accenture führt die Umfrage jährlich durch und veröffentlicht die Ergebnisse zum Weltfrauentag.

Über Accenture
Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit rund 319.000 Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind. Als Partner für grosse Business-Transformationen bringt das Unternehmen umfassende Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus qualifizierten Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein. Accenture erwirtschaftete im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2014) einen Nettoumsatz von 30 Mrd. US-Dollar. Die Internetadresse lautet www.accenture.ch.

Kontakt

Renata I. Cavegn
Accenture AG
Fraumünsterstrasse 16
CH-8001 Zürich
Telefon +41 44 219 50 97
Telefax +41 44 219 88 89
www.accenture.ch.

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Carlotta Nietzke
Burson-Marsteller AG
Grubenstrasse 40
CH-8045 Zürich
Telefon +41 44 455 84 00
Telefax +41 44 455 84 01
www.burson-marsteller.ch

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