Wie Österreich seine Zukunft mit künstlicher Intelligenz gestaltet

Der technologische Fortschritt beschleunigt sich in den Industriegesellschaften derzeit exponentiell. In den kommenden Jahren wird vor allem Künstliche Intelligenz (KI) für radikale Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft sorgen. Für Österreich kann aber gerade darin eine große Chance liegen – nicht zuletzt, weil der digitale Bildungsstand hierzulande im internationalen Vergleich hoch ist. Zwei Drittel (67 Prozent) der Einwohner Österreichs weisen zumindest digitale Grundkompetenzen entlang der vier Dimensionen Information, Kommunikation, Erstellung von Inhalten sowie Problemlösung auf. Das bedeutet im Digital Economy and Society Index (DESI) den achten Platz unter 28 europäischen Staaten.i

In einem Szenario bis 2035 hat Accenture errechnet, dass die Wachstumsrate der österreichischen Wirtschaft durch den Einsatz von KI auf drei Prozent ansteigen kann. Bliebe es hingegen beim bisherigen technologischen Niveau, würde die Bruttowertschöpfung des Standortes nur um 1,4 Prozent pro Jahr wachsen. Nicht zuletzt wird die höhere wirtschaftliche Dynamik durch eine stark steigende Arbeitsproduktivität möglich. Das Szenario geht von einer 30 Prozent höheren Produktivität der Beschäftigten in Österreich aus. Die zusätzliche Bruttowertschöpfung daraus beläuft sich auf 122 Milliarden Euro im Jahr 2035.ii

​Österreich braucht eine KI-Strategie

Sollen diese Chancen genutzt werden, muss der Wandel aktiv gestaltet werden. Zu den drei klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital tritt künftig die Künstliche Intelligenz als ein vierter hinzu – mit der Folge, dass zahlreiche neue Geschäftsmodelle in den bestehenden Industrien massive Umbrüche verursachen werden.

In der Studie „Mission mit Vision: Wie Österreich seine Zukunft mit Künstlicher Intelligenz gestaltet“ beleuchtet Accenture sieben Zukunftsfelder, die entscheidend für den Erfolg von KI sein werden. Diese Zukunftsfelder wurden vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) in der im November 2018 veröffentlichten Broschüre „Artificial Intelligence Mission Austria 2030“ zur Erstellung des Masterplans für künstliche Intelligenz identifiziert.

Es sind:

  1. Forschung und Innovation
  2. Gesellschaft, Ethik und Arbeitsmarkt
  3. Qualifizierung und Ausbildung
  4. KI-Governance, Sicherheit und Recht
  5. KI im öffentlichen Sektor
  6. Infrastruktur für industrielle Führungspositionen
  7. KI in der Wirtschaft

Im Rahmen der Analysen dieser Zukunftsfelder hat Accenture zentrale Herausforderungen identifiziert und daraus wesentliche Handlungsbedarfe abgeleitet.

i Europäische Kommission (2018): Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI)- Länderbericht Österreich.

ii Why Artificial Intelligence is the Future of Growth, Accenture, 2016.

Über die Autoren

Michael Zettel

Country Managing Director – Accenture Österreich


Albert Moik

Applied Intelligence Lead – Accenture Österreich


Dr. Lotte Frach

Senior Principal Accenture Research – Accenture DACH


Josef El-Rayes

Research Lead – Accenture Österreich


Peter Auer

Marketing & Communications Lead – Accenture Österreich

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