Kronberg, 19. Januar 2006 – Deutschland am Ende der 50er Jahre: Die Wirtschaft brummt, Arbeitskräfte sind rar, der Wohlstand steigt. Es ist Wirtschaftswunderzeit. Ein halbes Jahrhundert später sind Vollbeschäftigung und Wachstumsraten von acht Prozent längst Geschichte. Dass sie keine Utopie bleiben müssen, beweist das neue Buch von Stephan Scholtissek. Der Deutschland-Chef des Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture entwickelt in seinem ersten Roman „Stromland“ eine Vision für Deutschland im Jahr 2020. Wenn die Weichen richtig gestellt werden, so die Botschaft, ist ein zweites Wirtschaftswunder machbar.
Die Hauptrolle in Stephan Scholtisseks Roman spielt der Informationsmanager Sven Laufer. Fünfzehn Jahre zuvor aus Stromland ausgewandert, kehrt er im Jahr 2020 für ein Projekt in seine alte Heimat zurück. Bereits während der Reise muss Laufer seine Vorurteile gegenüber Stromland revidieren. Aus einer erstarrten, reformunwilligen Gesellschaft ist ein dynamisches Gemeinwesen geworden, das sich auf seine alten Stärken besonnen hat. Stromland setzt konsequent auf innovative Hochtechnologien wie Telematik, Magnetschwebetechnik und hocheffiziente Elektroantriebe im Verkehr oder Ferndiagnostik und Gentechnik in der Medizin. Das Bildungssystem bietet allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft optimale Bildungsmöglichkeiten. Modernste Schulen und Universitäten konkurrieren um die besten Schüler und Studenten. Wissenschaft und Forschung sorgen für einen stetigen Fluss innovativer Produkte und Dienstleistungen. Vor allem aber: Die Menschen in Stromland sind optimistisch, zukunftsorientiert und risikobereit. Sie nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und verlassen sich nicht mehr auf den Staat.
Mit „Stromland“ will Stephan Scholtissek bewusst einen Kontrapunkt zu dem weit verbreiteten medialen Abgesang auf den Wirtschaftsstandort Deutschland setzen. Er glaubt an das Land, an den Standort und an seine Zukunft. Der Schlüssel dazu liegt für Stephan Scholtissek jedoch nicht in einzelnen Reformenmaßnahmen, sondern in einem grundlegenden Mentalitätswandel. Wenn die Deutschen ihre Haltung zu den Themen Innovation, Technologie, Arbeit und Bildung überdenken, kann das Land seine einstmals führende Rolle in der Weltwirtschaft zurückgewinnen. An Ideen mangelt es in Deutschland nicht, leider aber an ihrer Umsetzung in marktfähige Produkte und Dienstleistungen. Die Magnetschwebebahn stammt aus Deutschland, aber sie fährt in China. Das Mautsystem wurde belächelt, ist aber ein High-Tech-Produkt mit dem Potenzial zum Exportschlager. An der Seite von Sven Laufer erlebt der Leser, welche Chancen dieses Land hat und welches Potenzial in ihm schlummert.
„Stromland“ von Stephan Scholtissek erscheint im Verlag Hoffmann und Campe und ist seit dieser Woche im Buchhandel erhältlich.
Zum Buch
Stephan Scholtissek, Stromland, Roman, 200 Seiten.
Verlag Hoffmann und Campe
ISBN 3455067476
Preis: 17,95 Euro