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Mobile Evolution: Aus Internet per Handy wird “Mobile Computing”
Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des mobilen Internets wächst rasant: Immer mehr Menschen machen sich unabhängig vom stationären Web. In Deutschland gehen bereits 14 Millionen Internetnutzer mobil ins Netz – fast fünfmal so viel wie in 2008. Das zeigt die aktuelle Studie „Mobile Web Watch 2011“, die auf einer Befragung von mehr als 4.000 Verbrauchern in Deutschland, Österreich und der Schweiz basiert.
Heute ist das „Hosentaschen -Web“ auf dem besten Wege, sich weiterzuentwickeln – zu „Mobile Computing“. Das verändert die Art des Arbeitens und des Konsumierens massiv: Mobile Services über das Netz zu verwenden, hat sich inzwischen fest im Alltag vieler Nutzer etabliert. Sie greifen mobil auf soziale Netzwerke zu, kaufen per Handy ein, navigieren mit ortsbezogenen Diensten durch den Alltag. Besonders die Generation der nach 1990 Geborenen prägt die Entwicklung.
Diese Evolution vollzieht sich auf Ebene der Technologie, der Dienste und der User. Unternehmen bietet sie eine Menge Chancen: Neue Umsatzfelder winken, Arbeit lässt sich effizienter organisieren. Doch es gibt auch Herausforderungen, zum Beispiel für die Anbieter. Sie haben es – trotz steigender Nutzerzahlen – immer noch nicht geschafft, den immer noch zahlreichen Nichtnutzern die Vorteile von „Mobile Computing“ nahezubringen.
Studie: Mobile Web Watch 2011 herunterladen [PDF, 3.14 MB]
Auftraggeber, Fragebogen und Untersuchungsdesign: Accenture 2008 – 2011
Untersuchungszeitraum: Januar 2011
Grundgesamtheit: Internetnutzer in Deutschland, Österreich und Schweiz ab 14 Jahren mit Handy
Auswahlgrundlage: Forsa.omninet, für die deutsche, österreichische, Schweizer Bevölkerung von 14 bis 69 Jahren repräsentatives Panel (in Deutschland mit ca. 20.000 Personen).
Stichprobengröße: Deutschland: 3.005 Befragte Österreich: 523 Befragte Schweiz: 522 Befragte
Fast jeder Dritte Internetnutzer in Deutschland surft mobil im Netz (28 Prozent). Im Vergleich zu 2010 ist das ein Anstieg der Nutzerzahl um elf Prozentpunkte, was umgerechnet etwa sieben Millionen Menschen entspricht.
Damit hat der deutsche Markt allerdings noch nicht das Niveau seiner Nachbarn erreicht: In Österreich beträgt der Anteil der Mobilsurfer 42 Prozent, in der Schweiz sogar 44 Prozent.
Mobiles Internet und Mobile Computing etablieren sich immer stärker im Alltag. Mehr als die Hälfte der deutschen User surfen heute mindestens täglich im mobilen Web (58 Prozent). Am intensivsten verwenden Jugendliche und Geschäftskunden mobiles Internet.
Mehr Männer als Frauen besitzen internetfähige Handys, surfen damit im Internet – und dies außerdem häufiger. Doch die Frauen holen auf: Schon heute besuchen sie Online Communities häufiger über ihr Handy als Männer.
So gut wie alle mobilen Onlinedienste werden heute von deutlich mehr Menschen verwendet als noch vor einem Jahr. Dabei zeigt sich: Wer auf welchen Dienst zugreift, hängt stark vom Alter ab.
Der mobile Zugriff auf Online Communities und auf Location-Based Services wächst stark. Es sind unter anderem die Jugendlichen, die der Nutzung dieser Form von Angeboten besonderen Auftrieb geben. Aufwind hat auch Mobile Retailing: Jeder dritte Internetnutzer in Deutschland kauft mit seinem Smartphone online ein.
Betrachtet man die Geräte, mit denen mobil gesurft wird, zeigt sich: Das Mobile Web ist jung. Etwa 30 Prozent der privat genutzten Smartphones sind weniger als 12 Monate alt und etwa 60 Prozent sind nicht älter als zwei Jahre.
Apps sind eine der tragenden Säulen mobiler Internetnutzung. Acht von zehn Usern verwenden die kleinen Programme.
Intensiver auseinandersetzen müssen sich Anbieter mobiler Internetzugänge und Dienste unter anderem mit diesen drei Feldern: 1. Mobile Werbung - sie wird außer von Jugendlichen als störend wahrgenommen. 2. Sicherheit – immer mehr User haben konkrete Sicherheitsbedenken. 3. Synchronisation – geräteübergreifenden Zugriff auf aktuelle persönliche Daten zu haben, ist ein wichtiges Anliegen der Nutzer.
Kosten und unklarer Nutzen sind nach Angaben der Befragten die größten Bedenken gegen einen Einstieg ins mobile Internet. Ein Drittel der befragten Nichtnutzer planen, in Zukunft mobiles Internet zu nutzen.
August 1, 2011