Die Studie zeigt, dass Volkswirtschaften signifikant wachsen und Arbeitsplätze aufbauen können, wenn sie sich die vier Wachstumstreiber zu eigen machen, indem sie gezielt in den Aufbau entsprechender Fähigkeiten und Infrastrukturen investieren.
- USA: durchschnittliches jährliches Wachstum von 3,8 Prozent, gegenüber den derzeit erwarteten 3,1 Prozent; 8,7 Millionen mehr Arbeitsplätze bis 2020 als derzeit erwartet
- Deutschland: durchschnittliches jährliches Wachstum von 2,8 Prozent, gegenüber den derzeit erwarteten 1,9 Prozent; 3 Millionen mehr Arbeitsplätze bis 2020 als derzeit erwartet
- Großbritannien: durchschnittliches jährliches Wachstum von 3,1 Prozent, gegenüber den derzeit erwarteten 2,5 Prozent; 2,6 Millionen mehr Arbeitsplätze bis 2020 als derzeit erwartet
- Indien: durchschnittliches jährliches Wachstum von 8,7 Prozent, gegenüber den derzeit erwarteten 8,0 Prozent; 37,5 Millionen mehr Arbeitsplätze bis 2020 als derzeit erwartet
Wachstumspotenzial über alle Branchen hinweg
Vom Trend der alternden Gesellschaft kann gleich eine ganze Reihe von Bereichen profitieren: Von vernetzter Medizin (Gesundheitsanalytik, elektronische Verwaltung von Patienteninformationen und Versorgungsmanagement) über Finanzdienstleistungen (maßgeschneiderte Wertanlagen, Krankenversicherungen und biometrisch gesicherte Geldautomaten) bis zu Konsumgütern, die speziell die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigen.
Die Nachfrage nach Rohstoffen wächst rasant, der Wettbewerb um Boden, Wasser, Energie, Nahrungsmittel und sich verknappende Bodenschätze wird damit immer härter – was das Marktpotenzial von intelligent erzeugter und genutzter Energie massiv vorantreibt, samt intelligenter Stromnetze, der CO2-Abscheidung und -Lagerung, sowie ferngesteuerter Sensoren und Messgeräte. Umweltfreundliche Industrieanlagen und eine „grüne“ Infrastruktur mit Photovoltaikanlagen und Windturbinen sowie modernen Systeme zur Abfallentsorgung, Wasseraufbereitung und zur kostengünstigen Erschließung von Land werden an Bedeutung gewinnen.
Neue Technologien wie etwa intelligente Stromnetze („Smart Grids“) werden ganze Branchen revolutionieren, zum Beispiel im Bildungswesen, im Chemiesektor, im öffentlichen Bereich, bei Transport und Logistik sowie Konsumgüter. Während neue bahnbrechende Kommunikationstechnologien die Welt weiter schrumpfen lassen, entwickeln sich Schlüsseltechnologien wie schnelle Breitbandverbindungen, Cloud Computing, Robotik sowie mobile und ferngesteuerte Sensoren. Ergänzende Dienstleistungen wie etwa Datenanalytik und Online-Sicherheit sowie konvergente Technologien gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Hier entstehen aus der Kombination von bestehenden Technologien wie der Bio-Informatik und der Biometrik ganz neue Geschäftsbereiche. Technologische Innovationen legen zudem die Basis für innovative Geschäftsmodelle wie Micro-Payments oder cloudbasierte Dienste in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Musik, Logistik und Transport.
Schließlich zeigt die Accenture-Studie, dass sich durch eine Sogwirkung der aufstrebenden Wachstumsmärkte die Möglichkeiten von Handels- und Investitionstätigkeiten massiv erweitern. Angetrieben von der doppelten Dynamik einer wachsenden Mittelschicht und rasch voranschreitender Urbanisierung werden Schwellenländer zu gefragten Abnehmern für den Export von Dienstleistungen, Gebrauchs-, und Industriegütern wie beispielsweise Anlagen und Maschinen. Große Chancen für weiteres Wachstum in den Schwellenländern sieht die Studie bei kostengünstig bereitgestellten Waren und Dienstleistungen. Neben Konsumgütern stehen ganz oben auf der Liste: Autos, Telekommunikation, Pharmazeutika und Gesundheitsfürsorge. Ebenso gefragt sind Finanzprodukte wie Versicherungen, Mikrokredite und mobile Bankgeschäfte. In puncto Infrastruktur besteht hohes Potenzial bei Energieversorgungsnetzen, Straßen, Schiffshäfen, Flughäfen, Bahnstrecken und Lösungen zur Abfallentsorgung. Auch Bürger-Services in den Bereichen Gesundheit, Bildung, öffentliche Sicherheit, Wohnungsbau und Transport bergen beträchtliches Potenzial.