Wien, 02. Dezember – In der Wirtschaftskrise sind die Leistungsunterschiede zwischen IT-Abteilungen von Unternehmen deutlich gewachsen. Das zeigt eine Untersuchung des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture auf fünf Kontinenten. Die Mehrheit der Firmen hat Budgets gekürzt und sich auf den Erhalt des Status quo konzentriert. Nur eine Minderheit, die Technologie als Wachstumsmotor für das Geschäft erkennt, hat in die Schlagkraft ihrer IT Abteilungen investiert.
In der Studie „High Performance IT 2010” stellt Accenture fest: Nur eine von zwanzig Firmen weltweit ist technologisch überdurchschnittlich beweglich und innovativ, wenn es um die Umsetzung von IT-Programmen geht. Beispiele dafür, was diese sogenannten High Performer dem durchschnittlichen Unternehmen voraushaben, sind:
Sie wickeln mehr als die Hälfte ihrer Interaktionen mit Kunden internetbasiert ab.
Sie wickeln mehr als die Hälfte ihrer Interaktionen mit Mitarbeitern über mobile Web-Anwendungen ab.
Sie investieren pro Jahr ein Drittel mehr in neue IT-Anwendungen, statt lediglich bestehende Programme fortzuführen.
Sie messen achtmal häufiger die tatsächlich erzielten Ergebnisse von IT-Maßnahmen.
„Die Leiter der besonders starken IT-Abteilungen sind tief in aktuelle und künftige Geschäftsanforderungen des gesamten Geschäfts eingebunden“, sagt Daniel Baur, Accenture Partner und Technologieexperte. „Sie betreiben den IT-Bereich als Business innerhalb des Unternehmens. Ihr Ziel ist es, Wert für das Unternehmen zu schaffen, zum Beispiel durch technologische Innovationen.”
High Performer setzen deutlich häufiger auf aktuelle Technologien wie Data Analytics und Business Analytics. Das erforderliche Investitionsbudget verschaffen sie sich unter anderem dadurch, dass sie ältere Systeme zugunsten neuer Anwendungen zurückbauen. Sie geben im Schnitt 17 Prozent weniger für den Betrieb und die Reparatur bestehender Systeme aus als andere Unternehmen.
Abstand wird größer
Immer weiter lassen die leistungsstärksten IT-Abteilungen den Wettbewerb hinter sich. Der Vergleich mit den Ergebnissen der„High Performance IT Studie 2008“ von Accenture zeigt: Vor der Wirtschaftskrise waren die High Performer um rund 30 Prozent leistungsfähiger in den Kategorien Umsetzungsstärke und Innovationsfähigkeit. Seither haben sie ihren Vorsprung gegenüber durchschnittlichen IT-Abteilungen auf 42 Prozent beziehungsweise 37 Prozent ausgebaut.
In der Kategorie Beweglichkeit, die 2008 nicht explizit erhoben worden war, liegen die High Performer ebenfalls um 42 Prozent über dem Durchschnitt.
„Das Gros der Firmen hat sich während des wirtschaftlichen Einbruchs fast ausschließlich mit Kostenreduktion im Bereich IT beschäftigt. Die High Performer haben es zusätzlich geschafft, in dieser Zeit ihre Kernkompetenzen zu stärken“, so Daniel Baur. „Diese IT-Abteilungen sind heute leistungsfähiger und damit besser in der Lage, das Wachstum ihres Unternehmens zu unterstützen oder sogar anzustoßen.”
Firmen, deren IT-Abteilung nicht ähnliche Strategien wie die High Performer verfolgten, hätten einen klaren Wettbewerbsnachteil und liefen Gefahr, hinter die Konkurrenz zurückzufallen, so Daniel Baur abschließend.
Über die Studie
Für die „High Performance IT Studie 2010“ wurden die obersten IT-Verantwortlichen (CIOs) von 226 Großunternehmen in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und im Oazifik-Raum befragt. Die Leistungsfähigkeit der IT-Abteilungen hat Accenture anhand von insgesamt 40 Kriterien in den Kategorien Beweglichkeit, Flexibilität und Umsetzungsstärke gemessen. Bewertet wurde, wie systematisch diese Kriterien verfolgt werden.
Zu den kompletten Ergebnissen:
http://www.accenture.com/HighPerformanceIT2010
Weitere Informationen zur Studie:
Mirko Alexander Lück – Leiter der PressestelleAccenture GmbH
Telefon +43 1 20502-99
E-Mail an Mirko Alexander Lück