Die internationale Wirtschaft ist im Wandel und die neue Phase der Globalisierung ist gekennzeichnet durch einen beispiellosen Grad an wirtschaftlicher Verflechtung und Verschiebung. Diese multipolare Welt geht von einer geografischen Verstreutheit der Ressourcen aus und fordert eine aktive Neuorientierung der bisherigen Annahmen in den Unternehmensbereichen.
Österreich ist dazu noch ein traditionell außenorientierter Wirtschaftsraum und profitierte in der Vergangenheit von der Erweiterung der Absatz- und Beschaffungsmärkte. Die Öffnung des zentraleuropäischen Raumes (CEE) und der steigende Trend zum Sourcing als Folge des globalen Wettbewerbs haben dies noch verstärkt.
Zusammenfassung
Österreich ist in besonderem Maße von der Globalisierung der Weltwirtschaft und der zunehmenden Internationalisierung des Wettbewerbs betroffen. Nationale und regionale Grenzen verlieren immer mehr an Bedeutung.
Im Zuge dieser Entwicklung erweitern sich auch Absatz- und Beschaffungsmärkte. Die Studie identifiziert die wichtigsten Entwicklungstrends.
Kernaussagen der Studie
Asien und der CEE-Raum werden künftig als Einkaufsregion weiter an Bedeutung gewinnen. Den größten Profit aus der zunehmenden Verlagerung der Wertschöpfungskette werden aber insbesondere die „Länder der zweiten Öffnungswelle“ ziehen, dazu zählen Staaten wie China, Indien und Russland, aber auch das Baltikum und die Türkei.
Unter den Verlierern dieser Verschiebung der Absatz- und Beschaffungsmärkte finden sich vor allem die Länder aus dem deutschsprachigen Raum sowie die „Staaten der ersten Öffnungswelle“ (Ungarn, Slowenien, Tschechien, Polen).
Die Studie zeigt die großen Chancen auf, die sich durch das Sourcing in „Best Cost Countries“ ergeben. Wichtige Voraussetzung ist eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiken im jeweiligen Einzelfall. Letztlich ist der Erfolg von Sourcing-Entscheidungen von der Einbettung länderspezifischer Gegebenheiten in die allgemeine Unternehmensstrategie abhängig.
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