 Finanzdienstleister, die risiko- und wertorientiert steuern, sind in der Lage, höhere Renditen und eine bessere Gesamtperformance am Kapitalmarkt – in Form von kontinuierlich steigenden Aktienkursen und Dividendenausschüttungen – zu erreichen. Dies belegen sowohl frühere Accenture-Studien als auch andere Forschungsergebnisse.
Die von Accenture durchgeführte Studie „risiko- und wertorientierte Banksteuerung" bildet eine Ist-Aufnahme des Marktes. Sie gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der Bankenbranche auf dem Weg zur Realisierung moderner Steuerungsansätze. Dabei wird sowohl die strategische Steuerung als auch die operative Verankerung auf allen Ebenen der Bank untersucht. Die Studie adressiert des Weiteren die Umsetzung und Operationalisierung des Konzeptes innerhalb der Steuerungsprozesse, z.B. in der Vertriebs- oder Kostensteuerung, in der Organisation sowie in der Daten- und IT-Architektur. Damit umfasst die Studie mehr als die weit verbreitete Berechnung bzw. den Ausweis wertorientierter Kennzahlen auf Geschäftsbereichsebene. Die Studie legt dar, mit welchen Konzepten ein effektives Finanzmanagement – trotz der unbestrittenen Komplexität einer risiko- bzw. wertorientierten Banksteuerung – im Rahmen eines stringenten Gesamtkonzeptes gelöst werden kann. Die Studie wurde als Umfrage unter ausgewählten Banken aus den Bereichen Grossbanken, Landesbanken, Automobilbanken und Spezialbanken im deutschsprachigen Raum mit Hilfe eines aus 36 Fragen bestehenden strukturierten Fragebogens durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie lassen sich in die Bereiche „strategische Steuerung", „operative Steuerung" und „Organisation, Daten und IT" gliedern. Die gegenwärtig im deutschsprachigen Bankenmarkt etablierten Steuerungsmethoden und -instrumente sind nur bedingt in der Lage, die jeweiligen Geschäftsmodelle der Banken ausreichend zu unterstützen. Die Ableitung der Bankstrategie, die Erstellung des Produkt- und Leistungsangebotes sowie die Preis und Konditionenermittlung beruhen zumeist auf unzureichenden Managementinformationen und beinhalten methodische Inkonsistenzen. Gleiches gilt für die Kapitalallokation sowie das Investitions- und Kostenmanagement. Insbesondere die Überleitung von Unternehmenszielen in operative Ziel- und Messgrössen weist Brüche auf und gelingt gegenwärtig noch nicht umfassend. So blockieren überkommene Strukturen und Prozesse in vielen Banken den Aufbau einer umfassenden und integrierten Geschäftssteuerung. Zusätzlich sind die gegenwärtigen im Einsatz befindlichen Daten- und ITArchitekturen oft nicht dazu geeignet, die erforderliche Steuerungsfunktionalität ausreichend zu unterstützen und die steigende Komplexität der Berichtsanforderungen effizient abzubilden. Der im Rahmen der Studie für jede teilnehmende Bank ermittelte „Risiko- und Wertindikator" belegt, dass im deutschen Bankenmarkt eine vergleichsweise geringe Risiko- und Wertorientierung der Steuerung vorherrscht. Dies wird insbesondere im Vergleich mit international führenden Banken deutlich. Auffallend ist dabei nicht nur, dass deutsche Banken in allen drei Dimensionen der Steuerung hinter internationalen Banken zurückliegen, sondern insbesondere auch, dass die Lücke zwischen deutschen Banken und internationalen Banken im Laufe der Operationalisierung der Steuerung immer grösser wird. „Download Studie: Risiko- und wertorientierte Banksteuerung" [PDF, 244K] PDF Hilfe Für mehr Informationen sprechen Sie uns bitte an oder stellen Sie einfach eine Service-Anfrage. Zum Anfang |