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Die dritte Revolution der Wertschöpfung: Mit Co-Kompetenzen zum
Unternehmenserfolg | Von Dietmar Fink, Thomas Köhler und Stephan Scholtissek (Januar
2004) | | | | | | | Zusammenfassung | | Wie können Unternehmen noch erfolgreicher werden? Indem sie ihre Wertschöpfungsprozesse vollkommen neu organisieren und auf diese Weise dramatisch verbessern: Nokia entscheidet, dass 300 Mitarbeiter aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung ihren Arbeitsplatz gegen eine Anstellung bei TietoEnator tauschen, dem führenden Technologiedienstleister Skandinaviens. Die Deutsche Bank überträgt ihren Einkauf einem spezialisierten Partner; auch hier wechseln zahlreiche Mitarbeiter ihren Arbeitgeber. Was Nokia und die Deutsche Bank erst kürzlich entdeckt haben, praktiziert der Vorreiter British Petroleum (BP) schon seit langem mit grossem Erfolg: die dritte Revolution der Wertschöpfung durch eine neue Form des Outsourcings, die Zusammenarbeit mit einem Innovationspartner.
Nokia, Deutsche Bank und BP stehen für einen vor allem im Ausland und nun allmählich auch bei uns zu beobachtenden Trend: Durch Innovationspartnerschaften nutzen Unternehmen das enorme Wertschöpfungspotential, das in einer zu hohen Leistungstiefe, also in überdimensionierten internen Verwaltungs- und Dienstleistungsbereichen verborgen ist. Sie gehen Kooperationen mit spezialisierten Dienstleistern ein, die dem Aufbau von Co-Kompetenzen dienen, das heisst, dem Aufbau gemeinsamer, komplementärer, langfristiger stabiler Fähigkeiten in wichtigen kerngeschäftsnahen Funktionen und Prozessen, wie etwa Forschung und Entwicklung, Einkauf oder Personal- und Rechnungswesen.
Die Autoren zeigen, welches Wertschöpfungspotenzial Innovationspartnerschaften und Co-Kompetenzen bergen, wie sie entwickelt werden und warum sie künftig zu den wichtigsten Managementprinzipien gehören. Das unverzichtbare Buch zum neuen Managementthema, für alle, die über den nächsten grossen Trend Bescheid wissen und ihn für sich nutzen wollen.
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| | | Hintergrund | Seit jeher steht die Wertschöpfung im Zentrum der wirtschaftlichen Leistungssteigerung. Ein zusehends effizienter Einsatz menschlicher Arbeitskraft, immer modernere Maschinen, die Verlagerung ganzer Produktionsschritte in die Verantwortung von Lieferanten – all dies hat dazu beigetragen, dass viele Unternehmen ihre Wertschöpfungsprozesse kontinuierlich verbessern konnten. So sind etwa die Fortschritte, die seit der Einführung de Fliessbands durch Henry Ford erzielt wurden, heute kaum mehr zu quantifizieren. Und auch der Übergang zu schlanken Produktionsverfahren hat in den neunziger Jahren die internationale Wettbewerbsfähigkeit ganzer Branchen neu definiert. Die vorhandenen Potenziale sind jedoch längst nicht ausgeschöpft. Im Gegenteil, es ist an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und die gewonnenen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren auf einen neuen Aspekt der Wertschöpfung zu übertragen. Die vergangene Revolution der Wertschöpfung, die nach den erheblichen Umbrüchen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts auch als zweite Revolution bezeichnet wird, setzte Anfang der neunziger Jahre ein, als viele Unternehmen damit begannen, ihre Fertigungstiefe immer weiter abzusenken. Das Konzept de Lean Management machte die Runde, grosse Teile der Produktion wurden an Zulieferer outgesourct, um Kosten- und Qualitätsvorteile zu erzielen. Heute sind viele Unternehmen mit diesen Aktivitäten so weit fortgeschritten, dass sie an die ganz natürlichen Grenzen stossen. Eine weitere Absenkung der Fertigungstiefe ist in vielen Fällen kaum noch möglich. Die zweite Revolution der Wertschöpfung neigt sich ihrem Ende zu. Vor diesem Hintergrund gilt es nun, die Erkenntnisse aus dem Fertigungsbereich auf die Leistungstiefe, also auf die internen Dienstleistungs- und Verwaltungsprozesse – etwa das Rechnungswesen, das Personalwesen, die Logistik, den Einkauf, den Kundenservice oder den IT-technischen Support - zu übertragen und die dritte Revolution der Wertschöpfung voranzutreiben. Weiter: Wesentliche Inhalte |
| | | Wesentliche Inhalte | - Innovationspartnerschaften und Co-Kompetenzen: Die dritte Revolution der Wertschöpfung. Eine Anschauliche und ausführliche Schilderung der Entwicklung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und den anstehenden Wandel des Wertschöpfungshebels von der Fertigungstiefe zur Leistungstiefe – einschliesslich der Potenzialbeschreibung, die die Konzepte der Innovationspartnerschaften und Co-Kompetenzen gerade hier zu Lande bergen.
- Business, Innovation und Partnerschaft: Die drei Säulen der Wertschöpfungsreserve. Beschreibung der Fähigkeiten, über die ein Innovationspartner verfügen muss und welche, für beide Seiten vorteilhaften Geschäftsmodelle in Innovationspartnerschaften zum Einsatz kommen können.
- Neue Partner, neue Geschäftsmodelle, neue Visionen: Wie sich Unternehmen und Märkte verändern. Eine visionären Blick in die Zukunft, in der Co-Kompetenzen und Innovationspartnerschaften zu zentralen Leitmotiven der Zusammenarbeit zwischen unternehmen heranwachsen und in der sich die gesamte Wertschöpfung in neuen, partnerschaftlichen Strukturen organisiert.
Weiter: Autoren |
| | | Autoren | Professor Dr. Dietmar Fink, Jahrgang 1967, ist Geschäftsführer der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung in Bonn. Zuvor arbeitete er ein Jahrzehnt für eine führende amerikanische Strategieberatung, seit 1998 lehrt er als Professor für Unternehmensberatung und –entwicklung an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg.
Thomas Köhler, Jahrgang 1952, ist studierter Diplom-Mathematiker und seit 1989 Partner bei Accenture. Von Februar 2000 bis zum Frühjahr 2003 war Köhler Sprecher der deutschen Geschäftsführung. Inzwischen hat er sich ins Privatleben zurückgezogen und die Geschäfte an seinen Nachfolger Stephan Scholtissek übergeben.
Dr. Stephan Scholtissek, Jahrgang 1959, ist Sprecher der Geschäftsführung und Country Managing Director von Accenture Deutschland. Der promovierte Biochemiker wechselte 1997 ins Unternehmen und verantwortet im deutschsprachigen Raum das Geschäft mit Energieunternehmen und der Schwerindustrie. Scholtissek ist Co-Autor des Buches „Die dritte Revolution der Wertschöpfung“ (Econ 2004). Zusammen mit seiner Familie lebt er in München.
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