Kronberg, 16. Januar 2007 – Die Stimmung der Angestellten im mittleren Management ist weltweit angespannt. Ein Großteil beanstandet vor allem Missmanagement in den Unternehmen und die fehlende Honorierung von Engagement. Lediglich vier von zehn Befragten (39 Prozent) gaben an, mit ihrer derzeitigen beruflichen Situation vollends zufrieden zu sein. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie, für die der Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture rund 1.400 Angestellte aus dem mittleren Management in Europa, Nordamerika, Australien und Asien befragt hat. Aufgrund Ihrer momentanen beruflichen Situation erwägen 43 Prozent den Arbeitgeber zu wechseln. Nahezu ein Viertel (23 Prozent) gehen dieses Vorhaben sogar aktiv an und bemühen sich um eine neue Stelle. Als Hauptgrund nennen 25 Prozent der interviewten Manager vor allem fehlende Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven. Von einem Arbeitgeberwechsel erhoffen sich 22 Prozent eine erhebliche Verbesserung ihrer aktuellen Beschäftigungskonditionen und Karriereoptionen. Als besonders demotivierend und frustrierend empfindet das mittlere Management vor allem unzureichende Bezahlung (44 Prozent) und die Tatsache, dass Leistung im Unternehmen nicht entsprechend gewürdigt wird (43 Prozent). Auf Deutschland bezogen spitzen sich diese Fakten noch zu. Hier ist jeder Zweite (50 Prozent) mit seiner derzeitigen Bezahlung unzufrieden, und über die Hälfte (56 Prozent) der Befragten erfährt angeblich keine Wertschätzung der beruflichen Leistung. Darüber hinaus hadern 35 Prozent (in Deutschland: 31 Prozent) mit der Balance zwischen Arbeit und Privatleben. „Das mittlere Management ist das Rückgrat der Unternehmen, und ist sowohl an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unternehmens als auch seiner eigenen Karriere interessiert. Aus bislang kaum untersuchten Gründen schaffen jedoch die Wenigsten einen hierarchischen Aufstieg ins gehobene Management", sagt Norbert Büning, Geschäftsführer im Bereich Human Performance bei Accenture in Deutschland. Obwohl laut Umfrage etwa die Hälfte der befragten Manager ihrem Unternehmen gute bis ausgezeichnete Noten für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen (52 Prozent) und Zusatzleistungen (48 Prozent) attestierten, schnitten Aspekte wie Bezahlung (30 Prozent), Gestaltung flexibler Arbeitsplatzmodelle (34 Prozent), Unterstützung bei der Bekanntgabe schlechter Nachrichten (35 Prozent) oder Entwicklung von Karriereperspektiven (35 Prozent) deutlich schlechter ab. „Demotivierte Mitarbeiter stellen für jedes Unternehmen eine enorme Gefahr dar, denn der Erfolg hängt vom Engagement der Angestellten ab," so Norbert Büning. „Deshalb müssen Wissen und Erfahrungen des mittleren Managements besser gefördert und wertgeschöpft werden, vor allem vor dem Hintergrund des sich vollziehenden demographischen Wandels. Nur Unternehmen, die das Problem erkennen und rechtzeitig eine wirksame Personalpolitik verfolgen, werden langfristig am Markt bestehen, und sich somit erfolgreich von ihren Wettbewerbern differenzieren können. Denn nur ein zufriedener Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter." Zur Studie Die internationale Online-Umfrage wurde von dem Marktforschungsunternehmen International Communications Research (ICR) im Auftrag von Accenture durchgeführt. Es wurden 1.412 Mitarbeiter in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Australien, China, Singapur, Malaysia und den Vereinigten Staaten befragt, die sich selbst zum mittleren Management zählen. To Top |