Kronberg, 19. April 2006 – Die Wachstumsaussichten für die Produzenten von Industriegütern sind äußerst erfolgversprechend. Bereits jetzt verzeichnen die meisten von ihnen moderate Gewinnzuwächse. Soll diese Tendenz anhalten und auf eine solide Basis gestellt werden, darf allerdings nichts dem Zufall überlassen werden. Denn, wie eine aktuelle Untersuchung des Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture zeigt, lassen sich vier Erfolgsfaktoren ausmachen, die die „Besten der Besten“ deutlich vom Industriedurchschnitt unterscheiden: Sie gestalten ihre Märkte anstatt von Marktgegebenheiten getrieben zu werden; sie agieren flexibel über Ländergrenzen hinweg, um die globale Wertschöpfungskette optimal zu nutzen; sie treiben Innovationen in Produkt- und Service¬gestaltung voran; und sie fordern und fördern ihre Mitarbeiter. „Wollen sich Industriegüterproduzenten signifikant vom Wettbewerb unterscheiden, müssen sie bei ihren internen Veränderungen weitaus mehr als die üblichen Kostensenkungsmaßnahmen in Angriff nehmen", sagt Norbert Kettner, Leiter des Bereichs Industrial Equipment und Mitglied der Geschäftsführung bei Accenture. „Wer zu den Besten der Besten gehören will, zeigt Kreativität bei der Erschließung neuer Märkte, verfügt über ein ausgezeichnetes globales Netzwerk, verfolgt innovative Marketingkonzepte und investiert gezielt in die Entwicklung seiner Mitarbeiter." Accenture hat auf Basis der Aktienkursentwicklung und der Gesamtrendite die Leistung von 100 Industriegüterproduzenten mit einem Jahresumsatz von mehr als 2 Milliarden US-Dollar untersucht. Sechs Unternehmen fielen dabei durch besonders gute Ergebnisse auf. Im Vergleich zum Wettbewerb setzen diese Firmen zur Effizienzsteigerung nicht nur auf temporäre Programme. Vielmehr haben sie die ständige Verbesserung der Kostenstruktur zu einem elementaren Bestandteil ihrer Unternehmenskultur weiterentwickelt. So gewinnen „High Performer" den finanziellen Spielraum, um das organische Wachstum durch strategische Akquisitionen abzurunden. Besonders erfolgreiche Unternehmen verfügen über die nötige Flexibilität, um aus regionalen Kostenunterschieden den größten Nutzen zu ziehen und die Wachstumschancen in aufstrebenden Märkten wahrzunehmen. Möglich wird dies durch eine flexible, integrierte Lieferkette, durch ein weltweit einheitliches Betriebsmodell sowie durch die Verlagerung von Produktion und Einkauf in Niedriglohnländer. So erzielen sie deutlich höhere Kosteneinsparungen als der Industriedurchschnitt. Viele Industriegüterproduzenten kämpfen mit dem zunehmenden Verfall ihrer Preise. Die Gefahr, dass ihre Produkte durch den Wettbewerb in Osteuropa und Asien austauschbar werden, nimmt laufend zu. Hochleistungsunternehmen meistern diese Herausforderung durch Innovationen. Mit Marktforschung und Marketinganalysen vertiefen sie ihr Kundenverständnis und setzen es zur Entwicklung neuer Produkte ein. Die Besten der Besten haben die Bedeutung der Mitarbeiter als Kapital ihres Unternehmens klar erkannt. Sie fordern und fördern ihr Personal durch die systematische Bewertung und Belohnung ihrer Leistung. Zur Studie: Für die Untersuchung „Going to Growth. Engineering High Performance in the Industrial Products Industry" hat Accenture die Leistung von 100 Industriegüterherstellern untersucht. Die Gruppe der Hochleistungsunternehmen - der „High Performer" - zeichnete sich durch eine überdurchschnittliche Gesamtrendite (Return to Shareholder) aus und erzielte ein Wachstum über dem Industriemittelwert. Download Studie [PDF, 685K] PDF Help To Top |