Kronberg, 03. August 2005 – Hoch produktive IT-Abteilungen geben nicht unbedingt mehr Geld aus als andere IT-Abteilungen – sie verteilen Ausgaben und Arbeitszeit jedoch deutlich anders: 43 % ihrer Neuprojekte beispielsweise dienen Produktivitätssteigerungen. Bei durchschnittlichen IT-Abteilungen liegt diese Quote nur bei 30 Prozent. Dies ist ein Ergebnis einer Studie, für die der Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture 310 Chief Information Officers (CIO) aus Fortune 1.000-Unternehmen und vergleichbaren Organisationen befragt hat. „Zwischen leistungsstarken IT-Abteilungen und solchen mit einer geringen Performance besteht ein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Struktur der Aufgaben und ihrer Ausgaben“, sagt Harald Lieder, Geschäftsführer bei Accenture. „High Performer geben 40 % mehr Budget für die Einführung und Programmierung neuer Systeme aus als weniger erfolgreiche IT-Abteilungen. Im Gegenzug verbringen sie insgesamt nur fünf Prozent der Arbeitszeit mit der Reparatur bestehender Anwendungen – bei weniger erfolgreichen IT-Abteilungen liegt diese Quote dagegen bei 16 Prozent.“ Dabei geben Hochleistungs-IT-Abteilungen nicht zwangsläufig mehr Geld für IT aus. Vielmehr nutzen sie die vorhandenen Systeme besser, etwa im Bereich Online: Im Vergleich wickeln die High Performer z. B. deutlich mehr Interaktionen mit Kunden online ab (insgesamt 20 Prozent aller Interaktionen) als durchschnittliche IT-Abteilungen und doppelt so viele wie IT-Abteilungen mit geringer Leistung (10 Prozent). Auch in Punkto Pioniergeist sind die High Performer führend. Nicht nur, dass die als hochleistungsstark identifizierten IT-Abteilungen neue Technologien schneller annehmen, sie richten auch einen Großteil ihrer Aktivitäten darauf aus: Während mehr als die Hälfte aller befragten CIO’s (55 Prozent) angab, bei neuen Entwicklungen lediglich dem Markt zu folgen und Kosten sowie Risiken von Neuentwicklungen anderen zu überlassen, positioniert sich die Mehrheit der High Performer entweder als führend bei der Umsetzung neuer Technologien (15 Prozent) oder zumindest als „Early Adopters“ (62 Prozent) in diesen Bereichen. Nur etwa ein Fünftel der High Performer bezeichnet sich selbst als Unternehmen, das dem Markt lediglich folgt. Weitere wesentliche Ergebnisse im Überblick: - High Performer konzentrieren sich bei 43 Prozent ihrer neuen Projekte auf die Steigerung der Produktivität, durchschnittliche IT-Abteilungen bei 30 Prozent und IT-Abteilungen mit geringer Leistung bei 24 Prozent ihrer Projekte.
- 85 Prozent der High Performer erachten „effektivere Trainings- und Lernprogramme“ als wichtig für das Personalmanagement, aber nur 49 Prozent der IT-Abteilungen mit geringer Leistung.
- 46 Prozent der High Performer können auf relevante Metriken zur Bewertung der IT-Leistung zurückgreifen. Zu den gleichen Metriken haben im Vergleich dazu nur 3 Prozent der IT-Abteilungen mit geringer Leistung Zugang.
- 92 Prozent der High Performer haben klare Prozesse definiert, auf deren Grundlage bei laufenden Projekten Entscheidungen getroffen werden können. Bei durchschnittlichen Abteilungen liegt diese Quote gerade mal bei 42 Prozent.
- 42 Prozent der High Performer geben an, dass sie alle abgeschlossenen Projekte auswerten, um aus Fehlern zu lernen. Bei Abteilungen mit geringer Leistung liegt diese Quote nur bei 17 Prozent.
Zur Studie Im Rahmen der Studie „IT Investing for High Performance“ hat das Marktforschungsunternehmen NOP World im Auftrag von Accenture zwischen Januar und Mai 2005 310 CIOs in Argentinien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und den Vereinigten Staaten zu ihren IT-Investitionen und der Performance ihrer Abteilungen befragt. Anhand von 33 Kriterien wurden die IT-Abteilungen beurteilt, rund 11 Prozent wurden dabei als „High Performer“ eingestuft. Download Studie [PDF, 1.6MB] PDF Help Estimated download time using 56.6k modem for 1MB file=3 min. |