Wien, 11. Oktober 2007 – Jeder Vierte kann sich vorstellen, ein Auto eines chinesischen Herstellers zu kaufen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Management , Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture hervor, die im Sommer 2007 in Deutschland durchgeführt wurde. Das wichtigste Kriterium beim Kauf eines chinesischen Autos ist für 63 Prozent der Befragten die Fahrzeug- und Insassensicherheit. Für beinahe jeden zweiten Autofahrer (48 Prozent) wäre der Preis ausschlaggebend. Das ist die zu erwartende größte Stärke chinesischer Hersteller. Auf Platz drei der Kaufkriterien landet die Umweltverträglichkeit (46 Prozent). Design (elf Prozent), Motorleistung (neun Prozent) und Markenimage (zwei Prozent) spielen für die meisten Verbraucher dagegen kaum eine Rolle. Konkurrenz liegt im unteren bis mittleren Preissegment „Ab 2009 werden chinesische Hersteller versuchen, neue Modelle auf den deutschen Markt zu bringen", sagt Andreas Baier, Partner im Bereich Automotive bei Accenture. „Bis dahin haben sie auch ihre Hausaufgaben in Sachen Sicherheit gemacht und könnten besonders im unteren bis mittleren Preissegment zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz werden." In den Jahren 2005 und 2007 hatten chinesische Hersteller bereits versucht, mit dem Geländewagen „Landwind" beziehungsweise der Limousine „Brilliance" in den deutschen Markt einzusteigen. In beiden Fällen führten die Ergebnisse von Sicherheitstests dazu, dass die Modelle zurückgezogen wurden. Etablierte Hersteller sollten Schonfrist nutzen „Die Schonfrist, bis chinesische Autos zur Konkurrenz auf dem deutschen Markt werden, ist kürzer als viele Hersteller annehmen", schätzt Andreas Baier. „Aber noch haben sie eine Reihe von Möglichkeiten, ihre Position zu stärken." Ihr größter Vorteil dabei ist die wesentlich höhere Marktbekanntheit. Den chinesischen Hersteller „Geely", der jüngst ankündigte, 2009 zwei Modelle in Deutschland vermarkten zu wollen, kennen laut der Accenture-Umfrage gerade einmal zwei Prozent der befragten Autofahrer. Die Automarke „Landwind" kennen immerhin zwölf Prozent, „Chery" und „Brilliance" sind neun Prozent der Befragten ein Begriff. Einen weiteren wichtigen Vorsprung sieht Baier in der Kenntnis des Markts. „Viele Hersteller agieren hier seit langem und kennen die Strukturen und Verbraucher. Sie haben zum Teil ein sehr differenziertes Bild davon, welche Kunden was von ihren Marken erwarten." Dieses Wissen sei jedoch noch signifikant ausbaufähig, so Andreas Baier. Über die Umfrage: Im Auftrag von Accenture befragte TNS Infratest im Juli 2007 1.268 Führerschein¬besitzer in Deutschland. Zum Anfang |