Wien, 7. Dezember 2006 - Weltweit sehen sich die Verantwortlichen in den Unternehmen durch Attacken auf ihre IT-Systeme bedroht. In einer Studie, die der Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture in Zusammenarbeit mit dem US-Magazin InformationWeek durchgeführt hat, geben 66 Prozent der befragten Unternehmer an, im vergangenen Jahr Opfer einer Virusattacke geworden zu sein. 25 Prozent der in Europa befragten Unternehmer rechnen mit einer Erhöhung der Sicherheitsausgaben für das kommende Jahr. In den USA sind es etwa 50 Prozent, in China 42 Prozent,. In Indien erwarten gar drei Viertel der Befragten eine Ausweitung des Sicherheitsbudgets. „Die steigenden Ausgaben resultieren vor allem aus dem Bemühen der Unternehmen, die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen", sagt Dr. Andreas Knäbchen, Partner im Bereich Security bei Accenture. „Dadurch steigt jedoch nicht automatisch die IT-Sicherheit. Wollen Unternehmen langfristigen Nutzen aus ihren Sicherheitsinvestitionen ziehen, sollten sie Sicherheit von Anfang an zum zentralen Bestandteil eines jeden Geschäftsprozesses machen. Das schafft Innovationen, macht den Nutzen messbar und generiert sichtbaren Mehrwert." Maßnahmenpaket zur Erhöhung der Datensicherheit Obwohl sich nur 13 Prozent der Befragten in Europa als anfälliger für Attacken als im Vorjahr erachten (elf Prozent in den USA) planen Unternehmen umfangreiche Maßnahmen, um ihre Datensicherheit zu gewährleisten: An oberster Stelle steht die Sensibilisierung der Anwender, gefolgt von der Bewältigung immer komplexer werdender Sicherheitsanforderungen. Die Mitarbeiterzugriffe auf Daten und Systeme sollen strenger kontrolliert, Sicherheitslücken aufgedeckt und geschlossen werden. Die Studie zeigt weiters: Der Trend zum Outsourcing von IT-Sicherheit nimmt weltweit zu. 24 Prozent der chinesischen Unternehmen, 23 Prozent der US-amerikanischen und 16 Prozent der europäischen Firmen rechnen für das nächste Jahr mit höheren Ausgaben für den Einkauf externer IT-Sicherheitsservices. Furcht vor Offenlegung von Sicherheitsschwachstellen 18 Prozent der Unternehmen waren 2005 weltweit Opfer von Datendiebstahl durch kriminelle Hacker. Diese Gefahr wird von Firmen oft herunter gespielt. So gaben beispielsweise nur drei Prozent der deutschen Studienteilnehmer an, Opfer externer Eindringlinge geworden zu sein. Knäbchen geht davon aus, dass diese Unternehmen ihre Sicherheitsverletzungen nur eingeschränkt nach außen offen legen: „Kenntnisse aus unseren Projekten lassen auf deutlich mehr als drei Prozent schließen." Zur Studie: Für die Studie „2006 Global Information Security Survey" hat Accenture in Zusammenarbeit mit dem US-Magazin Information Week über 2.000 Technologie- und Sicherheitsexperten aus China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Spanien und den USA befragt. To Top |